Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Bittere Kräuter – wozu das wohl gut ist?

5 Kommentare

Einer der Wahlsprüche meiner Großmutter ist nach wie vor: „Beis muas beis vertreiba.“ (übersetzt aus dem Schwäbischen: Böses muss Böses vertreiben.) Und daran werde ich immer erinnert, wenn ich die Bitterkräuter nur sehe.

Der erste Kontakt zum Bitteren

Zum ersten Mal kennen gelernt habe ich Bitterkräuter, als ich nach dem Yoga der Stille mit Sangeeta im Auto von Heidelberg zurück nach Tübingen fuhr. Mir war schlecht. Ich wußte gar nicht ob es vom Auto fahren kam oder vom Essen, das wir vorher noch genossen hatten. Sie sagte: „Nimm davon und lasse es im Mund – auch wenn es Dir nicht schmecken sollte.“ Es schmeckte mir nicht – es war bitter und ich sollte es im Mund lassen, damit es von der Mundschleimhaut aufgenommen werden konnte. Aber es schien zu wirken. Und so kam es, dass ich  mir ein kleines Döschen davon zulegte. Fortan begleitete es mich in der Handtasche (vielleicht fragen Sie sich jetzt, was meine Handtasche wohl sonst noch so alles birgt?).

Entlastung für Leber und Nieren

Bittere Medizin soll ja helfen…

Wie die bitteren Kräuter genau wirken, das weiß ich nicht. In der Literatur steht, dass sie schleimlösend wirken somit Leber und Nieren entlasten. Eine direkte Wirkung kann ich nicht beobachten. Ich weiß nur, dass es mir besser geht wenn ich vor dem Essen eine kleine Menge davon im Mund behalte, einspeichle und dann nur langsam hinunterschlucke.

Warum ist die Leber belastet?

In der Literatur habe ich bisher zwei Faktoren gefunden weshalb die Leber bei einer Histamin-Intoleranz belastet ist. Es wird ja beobachtet, dass die Leber bei einer HI leicht vergrößert sein kann. Zum einen kommt das wohl daher, dass eines der Enzyme, die Histamin abbauen können in der Leber hergestellt wird. Dadurch hat sie viel zu tun hat wenn der Spiegel der Daminooxidase (das zweite Enzym, das im Darm hergestellt wird) im Darm niedrig ist. Zum anderen hat die Leber viel zu tun wenn der Nahrungsbrei nur halbverdaut im Darm ankommt und dieser für die Darmschleimhaut quasi toxisch ist. Diese Gifte aus dem Körper zu bringen ist Aufgabe der Leber. Sie hat einiges zu tun. Ob die Bitterkräuter bei einem der beiden Faktoren unterstützen weiß ich nicht – aber sie zu nehmen tut mir gut.

Pulver oder Alkohol-Auszug?

In der Küche habe ich auch eine Flasche mit Bitterkräutern, die durch Alkohol-Auszug haltbar gemacht wurden. Lange habe ich zu Hause diese verwendet, weil ich die Tropfen lieber im Mund habe als das Pulver. Als mir jedoch klar wurde, dass ich mit Alkohol meine Symptome verschlimmere, habe ich die Tropfen nur in Ausnahmefällen verwendet.

Sie wachsen auch in meinem Garten

In meinem Garten wächst Wermut. Ich habe ihn extra gepflanzt, weil ich ausprobieren wollte ob ich die Kräuter auch selber anpflanzen kann. Leider konnte ich noch nicht so viel ausprobieren wie ich wollte. Aber natürlich habe ich schon viele Grüne Smoothies hergestellt, die Bitteres aus dem Garten enthielten: Löwenzahn- und Wermutblätter.

Und wo kann ich Bitterkräuter kaufen?

Mit dem Einkaufen der Bitterkräuter ist es etwas schwieriger als mit anderen Produkten. In der Apotheke habe ich bisher nur ein kleines Fläschchen von WALA gefunden, das für eine „Dosis“ ausreichend ist. Die Dosen mit dem Pulver konnte ich selber bisher immer nur im Internet beziehen. Wenn Sie bei sich um die Ecke Bitterkräuter finden bin ich mir dankbar, wenn Sie es mir mitteilen. Bisher bin ich in Reformhäusern & Co noch nie fündig geworden.

Diese Artikel könnten Dir auch gefallen:

Magnesiummangel – Symptome und Behandlung

Das Mittel gegen die Übelkeit

Histamin-Intoleranz und Symptome nach dem Sex

Entspannung leicht gemacht

Die Bitterkräuter bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-15

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bilder: Shivani Allgaier (cc)

Advertisements

Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

5 Kommentare zu “Bittere Kräuter – wozu das wohl gut ist?

  1. Hallo, hab auch HI, möglicherweisebedingt durch Borreliose, EBV oder sonstwas. Aber es geht aufwärts.
    Habe mir gerade Bitterkräuter bestellt bei http://www.kraeuterschulte.de.
    Leider haben die noch keinen online-shop. Der Katalog ist aber umfangreich und es lohnt sich mal darin zu blättern.
    Ich werde mir einen „Leberzauber“ anrühren zur Anregung der Galle. Hab damit sehr gute Erfahrungen gemacht im letzten Jahr.
    Aber man weiß ja eigentlich nie, welche Einnahme bzw. Weglassen von welchen Stoffen/Lebensmitteln die Verbesserung gebracht hat.
    LG
    Tina

    • Danke Tina für die Erfahrungen.
      Was genau war denn die Veränderung bzw. die Wirkung des Leberzaubers?
      Das hört sich ja geheimnisvoll an…
      Viele Grüße

      • Hallo Shivani,
        Infos über den Leberzauber findest du hier:
        http://www.gesund-im-net.de/leberzauber.htm
        Ich hatte nach meiner Antibiose (Borreliose, Rickettsien, EBV, Chamydia Pneum.) erhöhte Leberwerte, eine Fettleber wurde festgestellt, war dauernd müde, ging in Richtung Chronisches Müdigkeitssyndrom.
        Habe dann die Seite o.g. gefunden und Georg Keppler angerufen. Erst war ich skeptisch, habe dann einen Versuch mit dem Leberzauber gestartet. Leberwerte haben sich normalisiert und sind bis heute i.O.
        Allerdings mache ich im im Moment das Marshall Protokoll mit sehr gutem Erfolg und möchte meine Leber weiter unterstützen.
        Deshalb habe ich mir die Kräuter und die Melasse wieder bestellt.
        Meine Ärztin meint, die Kräuter würden den Gallenfluss anregen und somit die Leber entlasten bei gleichzeitiger Entgiftung mit Zeolith/Bentonit. Die Bestandteile sind Kräuter aus der TCM bzw. der Ayurvedischen Gesundheitslehre. Zumindest eines wird aber auch zur Behandlung der Borreliose empfohlen.

        Da ich dieses Zeug, was schon mal jemand als „Rattengift“ bezeichnet hat, einfach nicht runterbringen konnte, habe ich es mir mit einer Spritze in Gelatinekapseln gefüllt.
        Das werde ich auch jetzt wieder tun.
        Zur Histaminintoleranz würde ich dir ein neues Buch empfehlen, dass ich gestern kurz quergelesen habe: http://tinyurl.com/jwqra9v
        (soll keine Werbung sein, aber ich hab es woanders nicht gefunden)

        Da wird auch die Histaminintoleranz ausführlich behandelt, denn diese kann eine Folge der HPU sein und geht wohl auch mit Leberproblemen einher. Sehr gut für Laien zu lesen, aber meine Ärztin hat es mir heute morgen nahezu aus den Händen gerissen. Deshalb bin ich noch nicht ganz durch.

        Aus vielen Kontakten zu anderen chronisch Kranken habe ich erfahren, dass etliche mehr oder weniger mit Histaminproblemen kämpfen. Seit 2 Jahren habe ich alles darüber gelesen, was das Internet hergibt. Auch in Portalen, die sonst nur Medizinern vorbehalten sind.
        Inzwischen konnte ich schon einigen Patienten Hinweise geben, die ihnen geholfen haben.
        Aber ich bin eben kein Therapeut. Jeder muss sich selbst ein wenig schlau machen.

        Meinen „Histaminüberschuss“ habe ich inzwischen ganz gut im Griff. Habe sogar im Urlaub jetzt einen Cocktail trinken und im Restaurant essen können, ohne allzu sehr abzustürzen.

        So, das war lang, aber ich habe so viel Unterstützung bei Selbsthilfegruppen und anderen Betroffenen erhalten und möchte die Infos gerne weitergeben.

        LG

  2. Für meinen Bedarf an Bitterstoffen nehme ich einen Teelöffel Löwenzahnwurzeltee. Er ist in vielen Reformhäusern erhältlich. Am besten wirken die Löwenzahnwurzeln in gerösteter Form.
    Seit vielen Jahren habe ich Probleme, wie ich sie hier bezügl. der Histamin-Intolleranz lesen kann. Ich bin dabei herauszfinden ob ich auch betroffen bin. Die überwiegende Zahl der Symptome, die auf diesen Seiten hier beschrieben werden habe ich sicher.
    Vergrösserte Leber wurde auch seit vielen Jahren diagnostiziert, obwohl ich mich gesund ernähre, null Akohol tringe und keinerlei Medikamente oder Drogen nehme.
    Wie gesagt, geröstete Löwenzahnwurzeln, ein Teelöffel voll bei Bedarf runterschlucken und mit etwas Wasser nachspülen hilft mir sehr gut, wenn sich grundlos die altbekannte Übelkeit einstellt. Vielleicht hilft dieser Tip ja anderen auch?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s