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Ein Laib Brot, der Ihr Leben verändern könnte?

Brotlaib direkt aus dem Ofen.

Brotlaib direkt aus dem Ofen.

Dass ich mit Brot etwas vorsichtig sein muss liegt zum einen an den Kohlehydraten – zum anderen daran, dass Hefe sehr histaminhaltig ist. Da war ich sehr neugierig, als meine Kollegin mir ein Rezept für Brot verriet, in dem keine Hefe enthalten sein soll. Inzwischen habe ich es mehrmals selber gebacken und ich bin begeistert. Mein Partner bezeichnet es nicht als Brot, sondern als Körner-Schnitte.

Aus Liebe zu pflanzlichen Nahrungsmitteln

In ihrem Blog „My new Roots“ (meine neuen Wurzeln) veröffentlicht Sarah Britton seit 2007 alle ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit ihrer Liebe zu guten Nahrungsmitteln. Ihre Zeit in der Küche bezeichnet sie als „Spielzeit“ – sie empfindet diese also nicht als Arbeit. Eine sehr schöne Formulierung. Aus  meiner Sicht sollte das gesamte Leben Spiel sein – und nicht Arbeit. Sie scheint also wirklich ihre Passion gefunden zu haben. Auch andere möchte sie gerne dafür begeistern. Sie zeigt deshalb in ihrem Blog wieviel Spaß es ihr macht, ihre Nahrung mit guten Lebensmitteln zuzubereiten.

Das etwas andere Brot

Es wird genauso wie anderes Brot im Backofen bei ca. 180 °C gebacken – enthält jedoch keine Hefe. Sie sagt, dass das „lebensverändernde“ an diesem Brot in den Zutaten und der Zubereitung liegt – die Arbeitsplatte nicht voller Mehl und Teigresten. Ich vermute, dass dieses Brot vor allem für Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten eine wahre Veränderung bedeuten könnte. Denn es ist einfach herzustellen, erlaubt jede Menge an Variationen, es schmeckt sogar noch gut und ist darüber hinaus auch sehr gut verträglich.

Genau vor einem Jahr postete Sarah Britton das Rezept dazu in ihrem Blog unter dem Titel „The Life-Changing Loaf of Bread„. Bis zum heutigen Tag wurden dazu 1.099 Kommentare geschrieben. Es verursacht überhaupt keine Verdauungsbeschwerden – sondern begünstigt eine gute Verdauung. Zumindest hatte es diesen Effekt bei mir. Aber jetzt erstmal zum Rezept…

Und so stellen Sie das Brot her

135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
65 g Haselnüsse oder Mandeln
145 g Haferflocken (oder andere Flocken, z.B. Dinkel)
2 EL Chia-Samen
4 EL Flohsamenschalen
1 TL feinkörniges Meersalz
1 EL Ahornsirup oder anderes Süßungsmittel, z. B. Stevia
3 EL Kokosöl (schmilzt bei Raumtemperatur) oder Ghee
350 ml Wasser

Läßt sich gut mit Belag bestreichen...

Läßt sich gut mit Belag bestreichen…

Vermischen Sie alle trockenen Zutaten in der Backform, alle feuchten Zutaten (Ahornsirup, Kokosöl und Wasser) vermengen Sie erstmal in einer anderen Schüssel. Geben Sie die flüssigen Zutaten dann zu denen in der Backform und vermengen Sie alles so lange, bis es sich gut vermischt hat. Falls der Teig zu dickflüssig ist, können Sie noch ein bis zwei Teelöffel Wasser unterrühren. Streichen Sie den Brotteig in die Backform und lassen Sie ihn nun mindestens zwei Stunden – besser über Nacht – bei Raumtemperatur ruhen.

Heizen Sie dann den Ofen auf 175 Grad vor und backen das Brot zunächst für 20 Minuten. Nehmen Sie das Brot aus der Backform und legen Sie es mit der Oberseite nach unten direkt auf das Ofengitter. Backen Sie das Brot weitere 30-40 Minuten. Klopfen Sie auf das Brot – wenn es hohl klingt ist es fertig.

Wenn Sie das Brot schneiden solange es noch warm ist, fällt es auseinander. Deswegen unbedingt mit dem Anschneiden warten bis es vollständig erkaltet ist. Ist gar nicht so einfach, denn es duftet wirklich wunderbar und ich habe einige verschiedene Beläge darauf ausprobiert – das Brot schmeckt mit allen lecker: Butter, Haselnusscreme, Auberginenmuß, Butter und Marmelade, Butter und Apfelschnitz, …

Variationen des Körner – Brotes

Das Gelingen des Brotes ist nicht abhängig davon, dass ein Teig geht und dies ganz bestimmte Bedingungen braucht. Das einzige was stimmen muss ist die Flüssigkeit bezogen zu den Zutaten. Aus diesem Grund läßt sich das Brot sehr leicht abwandeln. Hier die Tipps der Rezept-Designerin und meine eigenen Variationen:

  • Wenn Sie das Brot ohne Ghee herstellen ist es sogar vegan.
  • Wenn Sie 2 TL Zimt hinzufügen ist es sehr gut für Diabetiker geeignet. Besprechen Sie dies jedoch unbedingt mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.
  • Statt Leinsamen verwendete ich Flohsamen (also die dunklen Samen – nicht die Schalen), diese haben ähnliche schleimende Eigenschaften wie die Leinsaat.
  • Sie können einen Teil der Sonnenblumenkerne durch Hanfsamen ersetzen (ganz oder geschält).
  • Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen viel Kurkuma zu sich nehmen möchten ist es möglich, dem Brot 3 TL Kurkuma zuzufügen.
  • Falls Sie keine ganzen Leinsamen, sondern geschrotete Leinsamen verwenden möchten müssen Sie unbedingt die Wassermenge erhöhen.
  • Rohköstler können das Brot nach dem Ruhen in Scheiben schneiden und diese trocknen.

Mein Fazit zum Flohsamen-Brot: Lecker, einfach herzustellen und macht Spaß bei der Zubereitung. Vor allem Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen werden sehr froh sein über dieses Rezept.

Wie ging es Ihnen damit? Welche Variationen haben Sie gefunden?

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Verträglichkeit von Kaffee bei Histamin-Intoleranz?

Oh wie fiel mir das schwer: der Verzicht auf meinen lieb gewordenen Kaffee…

Natürlich habe ich selber schon gemerkt, dass Kaffee nicht gerade gut für mich ist – schon gar nicht wenn ich aktuell Symptome hatte. Immer wieder konnte ich das auch in verschiedenen Quellen nachlesen. Besonders James Wilson betont in seinem Buch „Grundlos erschöpft“ wie wichtig es sei, auf Kaffee zu verzichten. Sein Buch beschäftigt sich nicht mit Histamin-Intoleranz, sondern mit der Erschöpfung der Nebennieren. Jedoch gleichen sich manche der Symptome wirklich auffällig und ein Heiler hatte mir ja gesagt, dass meine Nebennieren schwach seien. Eine sehr lange Zeit verzichtete ich also auf Kaffee.

Doch wieder Kaffee trinken?

Ein guter Kaffee wird oft als Götterdrink bezeichnet.

Ein guter Kaffee wird oft als Götterdrink bezeichnet.

Ausgehend von den Erzählungen meines Partners fiel mir jetzt wieder ein, dass man Kaffee durchaus verträglicher machen kann. Frieder war nach unserem gemeinsamen Urlaub in Indien noch weitere vier Wochen dort geblieben. Er erzählte mir von einem Gewürz, das er im selber gekochten Essen sehr gerne mochte. Die zähe Hülle würde aussehen wie Schiffchen und innen seien viele kleine, eher schwarze Kernchen enthalten. Während die Hülle viel zu zäh sei, um sie zu essen könne man die schwarzen Kernchen sehr gut zerbeißen und diese seien auch sehr wohlschmeckend. Außerdem sei in der Dose ein Zettel enthalten gewesen, dass es zu empfehlen sei, eines der Körnchen auch in den Kaffee zu geben: „Kardamom“ Schoß es mir durch den Kopf – natürlich, er sprach von Kardamom.

Das Gewürz ist schon ein alter Bekannter

Eines Tages war meine Freundin zu Besuch gekommen und hatte Neuigkeiten mitgebracht: Sie hatte in ihrer Handtasche ein kleines Döschen mit Kardamom und gab eine Prise davon in ihren Kaffee, damit dieser besser verträglich sei. Ich probierte es, fand auch den würzigen Geschmack angenehm – dann allerdings vergaß ich diesen Tipp wieder für lange, lange Zeit. Vor zwei Tagen erst las ich einen Artikel über den sehr hohen Mineraliengehalt von Kardamom. Und Frieder weckte in mir nun den Entschluss, die würzigen Samen zu nutzen, um wieder in den Genuß meines Göttertranks zu kommen.

Die Wirkungen des wohlschmeckenden Gewürzes

Kardamom: Die Kapselhülle enthält die Samen

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Viele verwenden Kardamomsamen gegen Mundgeruch – selbst bei einer Knoblauch- oder Alkoholfahne sollen diese helfen.  Im Ayurveda geht man davon aus, dass das ätherische Öl des Kardamoms fördernd auf Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion und Darmtätigkeit wirkt. Somit wäre also eine verminderte Verdauungskraft auch steigerbar. Inder Aromatherapie geht man sogar davon aus, dass alleine der Duft ausreicht, um das Verdauungsfeuer zu erwecken. Andere behaupten sogar, dass Kardamom das Herz kräftigen und das Gedächtnis verbessern könne. Manche sprechen sogar davon, dass vom regelmäßigen Kauen sich die Stimme verschönern soll… das müßte ich allerdings erst ausprobieren… Das langsame Kauen der Samen im Mund soll sogar Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz vertreiben und Sodbrennen lindern können. Mithilfe der entgiftenden Enzyme vertreibt Kardamom sogar den Kater am nächsten Morgen.
Was es genau ist, das die schädlichen Effekte des Koffeins und Teeins verringern soll kann ich nicht sagen – aber in vielen Artikeln wird darüber berichtet. Manche sagen sogar, dass diesem Gewürz aphrodisierende Wirkung nach – vielleicht der Grund warum in orientalischen Ländern sogar Männer ihren Kaffee damit versetzen? Und ich kann jetzt aus eigener Erfahrung sagen: Ich vertrage Kaffee mit Kardamom versetzt viel besser – allerdings belasse ich es bei einer Tasse täglich.

Kardamom für die Küche

In meiner Küche verwende ich das Gewürz schon sehr lange. Ich stelle jetzt seit Jahren mein Curry selber her. Je nach Lust und Laune streue ich Gewürze in den Mörser und zerstößele diese darin. Sie werden dann im heißen Öl oder in Ghee angeröstet – solange bis die Senfsamen beginnen zu springen. Ich liebe die orientalischen Gewürze in meinem Essen – und kein Geschmacksverstärker kann es mit den wohlriechenden Düften aufnehmen. Abgesehen davon, dass ich von Glutamat nach wie vor Symptome bekomme wie in den schlimmsten Tagen.

Darauf freue ich mich schon

Und jetzt besorge ich mir  ein schönes Döschen, gebe ein paar Kardamom-Samen rein. Sehr gut eignen sich dafür die kleinen Mini-Gläser, die einen Schraubverschluss tragen. Ich habe gesehen, dass darin oft Senf oder Honig angeboten werden.  Und mit dieser Hilfe werde wieder den ein oder auch anderen Kaffee genießen.

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Histaminarme Soße ohne Tomaten

Für mich als Schwabe war das Schlimmste an meiner histaminarmen Diät, dass es gar keine Soßen mehr gab, die ich vertragen konnte. Lange habe ich darauf verzichtet, bis ich die Idee hatte für eine sehr schmackhafte Soße. Sie war auch noch einfach zuzubereiten.

Histaminarme Soße

Histaminarme Soße

Mittlerweile kann ich wieder viel mehr essen als zu den schlimmsten Zeiten.

Verzichten muss ich nach wie vor auf Alkohol – was mir schon schwer fällt wenn ich mit anderen zusammen zum Beispiel in der Besenwirtschaft sitze und meinen „Sprudel“ trinke während die anderen ihr „Viertele schlotzet“. Leichter fällt es mir da schon, vollkommen auf Glutamat zu verzichten. Meine frisch zubereiteten Gerichte schmecken sowieso viel besser.  Schließlich muss ich immer noch darauf achten, dass eine Mahlzeit nicht nur aus Weißmehl oder gar aus Zucker besteht. Erst letztes Wochenende wurde mit ein Himbeerkuchen zum Verhängnis: drei Tage Schmerzen – war nicht schön. Vieles aus der strikt histaminarmen Zeit habe ich hinter mir gelassen.

Eines  liebe ich nach wie vor: die leckere Süßkartoffelsoße.

Zerkleinert werden die Süßkartoffeln im Mixer.

Zerkleinert werden die Süßkartoffeln im Mixer.

Die Zubereitung der Soße ist denkbar einfach. Süßkartoffeln schälen, in kleine Stücke teilen und in einen Kochtopf geben. Mit Wasser bedeckt ca. 10 Minuten gar kochen. Die rötlichen Gemüsestücke zusammen mit einem Teil des Garwassers in einen Mixer geben. Salz zufügen. Fertig. Wer Kräuter verträgt kann zusätzlich noch frische Kräuter zufügen. Wer Milchprodukte verträgt, der kann die Soße mit etwas Sahne oder Sauerrahm verfeinern. Schmeckt wunderbar.

Wozu schmeckt die Soße?

Früher kannte ich Soßen nur auf Tomatenbasis – heute weiß ich dass es auch anders geht. Ich esse die Süßkartoffel-Soße gerne zu gebratenem oder gedünstetem Gemüse. Dazu erhitze ich Kokosöl. Wenn es heiß ist gebe ich Kreuzkümmel, Senfsamen und im Mörser zerkleinerten Koriandersamen, gewürfelten Ingwer und Kurkuma hinein. Das alles lasse ich kurz durchrösten bis die Senfsamen beginnen zu springen. Dann gebe ich das Gemüse dazu (Fenchel, Kohlrabi, Karotten, Petersilienwurzel, Kartoffel, Radicchio-Viertel usw.) und schmore es gar.  Das Gemüse richte ich mit der Soße auf dem Teller an und streue frische Kresse und geschälte Hanfsamen drüber. Lecker!

Rezept

 

1-2 mittlere Süßkartoffeln schälen und zerkleinern, in einem Topf mit
etwas Salz und
Wasser gar kochen, dann mit einem Teil des Garwassers und
Kräuter (wer es verträgt) und
1-2 EL Sahne oder Schmand  im Mixer zu einer sämigen Soße pürieren.

 

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Welche Zahncreme bei Histamin-Intoleranz?

Schon sehr früh bemerkte ich, dass ich fluoridhaltige Zahnpasta nicht vertrug. Paradontose und Zahnfleischbluten machten sich sofort bemerkbar. Die Mundschleimhaut schien es auch nicht zu vertragen, sie entzündete sich leicht. Mal abgesehen von der kontroversen Diskussion über dieses Thema – die einen sagen, es sei Einbildung – die anderen sagen, das Fluor würde uns vergiften. Mein Körper sagt mir ganz eindeutig – und zwar nach wie vor – dass er eine fluorhaltige Zahnpaste einfach nicht verträgt. Basta!

Welche Produkte kommen in Frage?

Mitgebracht aus Indien und ohne Fluor.

Mitgebracht aus Indien und ohne Fluor.

Es gab früher eine sogenannte „Tübinger Zahncreme“, die extra entwickelt wurde für Amalgam-Träger. In vielen Untersuchungen konnte offenbar nachgewiesen werden, dass flurofreie Zahnpasta für Amalgamträger gesünder sei, weil dadurch weniger Amalgam aus den Zähnen gelöst wurde. Leider wurde die Zahncreme vom Markt genommen. Damals waren Alternativprodukte rar – da war ich glücklich als ich in Indien ayurvedische Kräuter-Zahncreme entdeckte, die auch kein Fluor enthielt. Vicco ist der Name der einen und die andere ist von „Himalaya Herbals“. Es gibt verschiedene – auch mit Fluor – deswegen bitte beim Einkaufen achtsam sein. Die hier abgebildete habe ich mir aktuell aus Indien mitgebracht. Es gibt auch viele Zahncremes bei diesen Direktvertrieben, die fluorfrei sind. Lifeplus stellt zum Beispiel auch fluorfreie Zahnpasta her.

Noch zwei Alternativen 

Mittlerweile gibt es immer mehr Zahnpasten, die ohne Fluor hergestellt werden. Der Vegetarierbund hat hier einiges vorangebracht. Die Verantwortlichen hatten nämlich eine geniale Idee: Sie entschieden, eine Zahncreme zu entwickeln, in der Vitamin B12 enthalten ist. Mittlerweile gibt es auch diese ohne Fluor, sie wird von der Firma Sante hergestellt. Wer einmal gar keine Zahncreme zur Hand hat, der kann sich ganz einfach anders behelfen. Denn eine Freundin von mir schwört schon seit Jahren darauf, sich die Zähne nur mit Wasser und etwas Steinsalz (also mit Sole) zu putzen – und sie schwört drauf. Wenn ich irgendwo bin und nicht meine eigene Zahncreme zur Hand habe, dann greife ich genau darauf zurück.

Welche Zahnpasta vertragen Sie?

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Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

Ich habe aufgehört zu dokumentieren wie lange ich bereits unter den Symptomen der HI leide. Vor meinem Magnesium-Artikel letzte Woche hatte ich eine längere Schreib-Pause. In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Vielleicht haben Sie sich gefragt: „Was hat denn ein Rezept mit Linsen in einem Blog über Histamin-Intoleranz zu suchen?“ Ich habe es gekocht und gegessen – und zwar ohne Beschwerden. Wie es dazu kam mag ich in diesem Artikel zusammenfassen und die einzelnen Punkte in Artikeln über die nächsten Wochen genauer ausführen.

Der Gang zum Arzt

Lange Zeit habe ich mich mit allen Möglichen Mittelchen durch die schwere Zeit gerettet: Bitterkräuter, Pfefferminzöl, Flohsamenschalen und so weiter. Sie können in den Artikeln hier darüber lesen. Eines Tages waren meine Symptome so schlimm, dass ich zu erschöpft zum arbeiten war. Meine Freundin und Kollegin schickte mich zum Arzt. Dieser war mir insofern hilfreich, dass er mich krank schrieb. Er diagnostizierte eine KPU (Kryptopyrrolurie), ich bekam Vitamin B12, Magnesium, Vitamin B-Komplex, Zink und Zeolith verschrieben.  Eine Veränderung bemerkte ich insofern, dass ich wieder anfing zu träumen. Traumlosigkeit ist ein Leitsymptom für die KPU und darüber war der Arzt auch auf diese Diagnose aufmerksam geworden. Mehr hatte sich durch diese ersten Maßnahmen nicht verändert, also mußte ich einen anderen Weg suchen.

Vielleicht mal zum Heilpraktiker?

Ich stellte immer wieder fest, dass meine Symptome die einer Vergiftung waren. Da ich erst wenige Jahre zuvor das gesamte Amalgam aus meinen Zähnen hatte entfernen lassen, suchte ich einen Weg herauszufinden, ob das die Ursache sein könnte. Ich erfuhr, dass eine Colon-Hydro-Therapie dafür gut sei –  darüber habe ich bereits geschrieben. Die Heilpraktikerin befand die Verordnung vom Arzt für gut und empfahl mir außerdem Mohnblütenöl zum Einreiben der Haut und zusätzlich zu den anderen Mineralien und Vitaminen noch Selen und einige homöopathische Mittel, um Verdauungsorgane zu unterstützen. Durch diese Maßnahmen fühlte ich mich vitaler und lebendiger – die Migräneanfälle wurden bedeutend weniger.

Drei Wochen Yoga in Italien

Dolce Vita: Was wartet am Ende des Regenbogens?

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Wer mich kennt weiß, dass ich einem Guru folge – in Europa nicht gerade üblich. Ich verbringe so viel Zeit wie möglich in den Events und Retreats bei Madhukar und organisiere auch zwei Mal jährlich Yoga der Stille. An Ostern ist es wieder soweit und ich freue mich schon sehr darauf. In der Zeit in der es mir am schlechtesten ging war ich im Sommer drei Wochen in der Toskana beim Retreat Dolce Vita.  Zu Beginn bat ich die Küche, für mich keine Süßigkeiten, keinen Käse und den Wein bitte weglassen im Essen. Natürlich habe ich den auch nicht getrunken. Die erste Woche war es noch schwierig und ab der zweiten Woche fühlte ich mich gesund. In der dritten Woche konnte ich sogar einige Schlückchen Wein trinken, ich vertrug den Käse im Essen und gönnte mir regelmäßig nach dem Essen die Dolce. Ich war glücklich über diese Verbesserungen. Leider habe ich mir dann als ich zu Hause war mit einem vegetarischen Burger bei McDings wieder das gesamte Verdauungssystem durcheinandergebracht. Hatte ich doch glatt vergessen, dass dort sicher Glutamat enthalten war.

Was sagt ein Heiler zur HI?

Eines Tages hatte ich dann Kontakt zu einem Heiler. Er spürte mit seinen Händen an meinem Körper entlang. Mit geschlossenen Augen konnte er besser fühlen – er murmelte vor sich hin solange er mich untersuchte. Abschließend seine Einschätzung: „Ich nehme zwei Organe wahr, die Schwierigkeiten haben: die Nebennieren arbeiten nicht richtig und der Magen hat zu wenig Magensäure.“ Durch diese Aussage traf ich auf ein Buch von James Wilson: „Grundlos erschöpft“. Darin fand ich sehr viele Aussagen, die ich selber auch schon herausgefunden hatte bestätigt. Ich verschlang es in kurzer Zeit und besorgte mir auch noch Aminosäuren, um den Körper zu unterstützen. Die entscheidende Veränderung brachte jedoch der Tipp mit der Magensäure. Im Buch von Henning Müller-Burzler hatte ich bereits darüber gelesen.  Ich bestellte mir eine Dose Betain HCl bei Nature-Power und war überwältigt von der Wirkung: So gut hatte ich mich schon lange nicht gefühlt – ich schlief gut, Stimmung war sonnig und die Verdauung ging Richtung traumhaft. Falls Sie dort bestellen rufen Sie doch an und sagen, dass ich Ihnen das Produkt empfohlen habe – dann erhalte ich eine ganz kleine Provision.

Indien bringt noch mehr Licht in die Sache

Eher durch Zufall als dass ich ihn bewußt aufgesucht hatte landete ich im Januar dieses Jahres bei einem Ayurvedischen Arzt. Ich war in Indien mal wieder beim Yoga der Stille und besuchte einen Arzt, den ich nur durch eine Supervisionsliste kannte. Er empfahl mir, zu Dr. Rohit zu gehen. Dieser bestimmte meinen Typ – ich bin Pitta-Kapha und ich hätte zuviel Feuer-Energie. Um das auszugleichen solle ich für vier Wochen Kräuter einnehmen (Triphala), Pranayama üben (Atemübungen), zwischen 7 – 15 Stunden Sport in der Woche ausüben und Yoga-Übungen machen – Asanas, bei denen ich vor allem den Körper beuge und drehe. Das mache ich seither und es tut mir sehr gut. Jetzt verstehe ich, warum  mir Hormonyoga so tut tut – denn dies ist genau die Verbindung von körperlichen Asanas und Pranayama wie er es mir verordnet hatte. Durch diese ganzen Veränderungen ging es mir so gut, dass ich ein wenig übermütig wurde. Ich aß in der Mensa ein Gericht, in dem sicherlich Tonnen Glutamat verarbeitet waren. Der Schmerzanfall ließ natürlich nicht lange auf sich warten und ich schwöre: das war mein letztes Mal, ich esse dort nie wieder…

Vielleicht weiß jemand  noch mehr…?

Mit der Intention, den Körper noch auf eine andere Art & Weise zu stärken vereinbarte ich einen Termin bei einer Gesundheitsberaterin. Diese arbeitet mit einem Verfahren, das sich Body Talk System nennt und dies scheint noch einen weiteren Aspekt in die ganze Sache zu bringen. Sie hat mir erklärt, warum meine Organe die letzten Jahre nicht ganz in ihrer Kraft waren und balancierte den Körper aus. Was soll ich sagen? Ich fühle mich seither kraftvoll und irgendwie gestärkt. Das einzige, was mein Körper jetzt noch bräuchte seien Algen – 6 Stück nach jeder Mahlzeit. Ich nehme vorsorglich erstmal den Rest meiner bisherigen Präparate noch ein und berichte weiter was sich tut…

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Bild: Shivani Allgaier