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Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

8 Kommentare

Ich habe aufgehört zu dokumentieren wie lange ich bereits unter den Symptomen der HI leide. Vor meinem Magnesium-Artikel letzte Woche hatte ich eine längere Schreib-Pause. In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Vielleicht haben Sie sich gefragt: „Was hat denn ein Rezept mit Linsen in einem Blog über Histamin-Intoleranz zu suchen?“ Ich habe es gekocht und gegessen – und zwar ohne Beschwerden. Wie es dazu kam mag ich in diesem Artikel zusammenfassen und die einzelnen Punkte in Artikeln über die nächsten Wochen genauer ausführen.

Der Gang zum Arzt

Lange Zeit habe ich mich mit allen Möglichen Mittelchen durch die schwere Zeit gerettet: Bitterkräuter, Pfefferminzöl, Flohsamenschalen und so weiter. Sie können in den Artikeln hier darüber lesen. Eines Tages waren meine Symptome so schlimm, dass ich zu erschöpft zum arbeiten war. Meine Freundin und Kollegin schickte mich zum Arzt. Dieser war mir insofern hilfreich, dass er mich krank schrieb. Er diagnostizierte eine KPU (Kryptopyrrolurie), ich bekam Vitamin B12, Magnesium, Vitamin B-Komplex, Zink und Zeolith verschrieben.  Eine Veränderung bemerkte ich insofern, dass ich wieder anfing zu träumen. Traumlosigkeit ist ein Leitsymptom für die KPU und darüber war der Arzt auch auf diese Diagnose aufmerksam geworden. Mehr hatte sich durch diese ersten Maßnahmen nicht verändert, also mußte ich einen anderen Weg suchen.

Vielleicht mal zum Heilpraktiker?

Ich stellte immer wieder fest, dass meine Symptome die einer Vergiftung waren. Da ich erst wenige Jahre zuvor das gesamte Amalgam aus meinen Zähnen hatte entfernen lassen, suchte ich einen Weg herauszufinden, ob das die Ursache sein könnte. Ich erfuhr, dass eine Colon-Hydro-Therapie dafür gut sei –  darüber habe ich bereits geschrieben. Die Heilpraktikerin befand die Verordnung vom Arzt für gut und empfahl mir außerdem Mohnblütenöl zum Einreiben der Haut und zusätzlich zu den anderen Mineralien und Vitaminen noch Selen und einige homöopathische Mittel, um Verdauungsorgane zu unterstützen. Durch diese Maßnahmen fühlte ich mich vitaler und lebendiger – die Migräneanfälle wurden bedeutend weniger.

Drei Wochen Yoga in Italien

Dolce Vita: Was wartet am Ende des Regenbogens?

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Wer mich kennt weiß, dass ich einem Guru folge – in Europa nicht gerade üblich. Ich verbringe so viel Zeit wie möglich in den Events und Retreats bei Madhukar und organisiere auch zwei Mal jährlich Yoga der Stille. An Ostern ist es wieder soweit und ich freue mich schon sehr darauf. In der Zeit in der es mir am schlechtesten ging war ich im Sommer drei Wochen in der Toskana beim Retreat Dolce Vita.  Zu Beginn bat ich die Küche, für mich keine Süßigkeiten, keinen Käse und den Wein bitte weglassen im Essen. Natürlich habe ich den auch nicht getrunken. Die erste Woche war es noch schwierig und ab der zweiten Woche fühlte ich mich gesund. In der dritten Woche konnte ich sogar einige Schlückchen Wein trinken, ich vertrug den Käse im Essen und gönnte mir regelmäßig nach dem Essen die Dolce. Ich war glücklich über diese Verbesserungen. Leider habe ich mir dann als ich zu Hause war mit einem vegetarischen Burger bei McDings wieder das gesamte Verdauungssystem durcheinandergebracht. Hatte ich doch glatt vergessen, dass dort sicher Glutamat enthalten war.

Was sagt ein Heiler zur HI?

Eines Tages hatte ich dann Kontakt zu einem Heiler. Er spürte mit seinen Händen an meinem Körper entlang. Mit geschlossenen Augen konnte er besser fühlen – er murmelte vor sich hin solange er mich untersuchte. Abschließend seine Einschätzung: „Ich nehme zwei Organe wahr, die Schwierigkeiten haben: die Nebennieren arbeiten nicht richtig und der Magen hat zu wenig Magensäure.“ Durch diese Aussage traf ich auf ein Buch von James Wilson: „Grundlos erschöpft“. Darin fand ich sehr viele Aussagen, die ich selber auch schon herausgefunden hatte bestätigt. Ich verschlang es in kurzer Zeit und besorgte mir auch noch Aminosäuren, um den Körper zu unterstützen. Die entscheidende Veränderung brachte jedoch der Tipp mit der Magensäure. Im Buch von Henning Müller-Burzler hatte ich bereits darüber gelesen.  Ich bestellte mir eine Dose Betain HCl bei Nature-Power und war überwältigt von der Wirkung: So gut hatte ich mich schon lange nicht gefühlt – ich schlief gut, Stimmung war sonnig und die Verdauung ging Richtung traumhaft. Falls Sie dort bestellen rufen Sie doch an und sagen, dass ich Ihnen das Produkt empfohlen habe – dann erhalte ich eine ganz kleine Provision.

Indien bringt noch mehr Licht in die Sache

Eher durch Zufall als dass ich ihn bewußt aufgesucht hatte landete ich im Januar dieses Jahres bei einem Ayurvedischen Arzt. Ich war in Indien mal wieder beim Yoga der Stille und besuchte einen Arzt, den ich nur durch eine Supervisionsliste kannte. Er empfahl mir, zu Dr. Rohit zu gehen. Dieser bestimmte meinen Typ – ich bin Pitta-Kapha und ich hätte zuviel Feuer-Energie. Um das auszugleichen solle ich für vier Wochen Kräuter einnehmen (Triphala), Pranayama üben (Atemübungen), zwischen 7 – 15 Stunden Sport in der Woche ausüben und Yoga-Übungen machen – Asanas, bei denen ich vor allem den Körper beuge und drehe. Das mache ich seither und es tut mir sehr gut. Jetzt verstehe ich, warum  mir Hormonyoga so tut tut – denn dies ist genau die Verbindung von körperlichen Asanas und Pranayama wie er es mir verordnet hatte. Durch diese ganzen Veränderungen ging es mir so gut, dass ich ein wenig übermütig wurde. Ich aß in der Mensa ein Gericht, in dem sicherlich Tonnen Glutamat verarbeitet waren. Der Schmerzanfall ließ natürlich nicht lange auf sich warten und ich schwöre: das war mein letztes Mal, ich esse dort nie wieder…

Vielleicht weiß jemand  noch mehr…?

Mit der Intention, den Körper noch auf eine andere Art & Weise zu stärken vereinbarte ich einen Termin bei einer Gesundheitsberaterin. Diese arbeitet mit einem Verfahren, das sich Body Talk System nennt und dies scheint noch einen weiteren Aspekt in die ganze Sache zu bringen. Sie hat mir erklärt, warum meine Organe die letzten Jahre nicht ganz in ihrer Kraft waren und balancierte den Körper aus. Was soll ich sagen? Ich fühle mich seither kraftvoll und irgendwie gestärkt. Das einzige, was mein Körper jetzt noch bräuchte seien Algen – 6 Stück nach jeder Mahlzeit. Ich nehme vorsorglich erstmal den Rest meiner bisherigen Präparate noch ein und berichte weiter was sich tut…

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Bild: Shivani Allgaier

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

8 Kommentare zu “Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

  1. Hallo liebe Shivani,
    Danke für deine tolle Seite.
    In vielen Punkten erkenne ich mich wieder. Leider kann ich noch nicht wieder leckere Sachen essen, sondern ernähre mich doch realativ streng histaminarm. Toll aber, dass du es geschafft hast. Ein Heiler sagte mir, mein Stoffwechsel/Leberstoffwechsel liege im Argen…deswegen die starke histaminintoleranz….es war Wahnsinn, denn er wusste nichts noch meiner Problematik. Erst im Nachhinein sagte ich das von HP reagierte mit starken HI symptomen auf die kräuter…ich vertrage so gut wie keinen kräutertee, auch die nicht, die histamin senken sollen. Auch TCM Kräuter gehen bei mir nicht und so einiges an nahrungsergänzungen. Das alles ist sehr schade, denn ich weiß, die toll kräuter wirken können. Nun versuche ich es mit Oligotherapie, die mir der Heiler vorschlug. Der Mann ist ein Wahnsinn, man glaubt es nicht, wenn man es nicht erlebt hat.
    Was hat es mit der Magensäure auf sich und dem Betain…ich habe nie sodbrennen und meine verdauung ist auch träge…kannst du mir das erklären…eventuell würd ich das produkt versuchen.
    Alles Liebe vorerst, lg B.

    • Liebe Barbara,
      erstmal danke für das Feedback.
      Es ist wirklich gut, dass es solche Menschen gibt, ja. Ich bin auch dankbar dafür. Sonst wäre ich jetzt nicht so gesund wie ich bin. Ich erkläre es Dir gerne soweit ich das kann – ich weiß auf jeden Fall dass es bei mir wirkt. Ich bestelle es hier: http://www.naturepower.de Bei schwacher Verdauungskraft wird zuwenig Magensäure produziert wird. Der Magen versucht das durch vermehrte Bewegungen auszugleichen, damit der Nahrungsbrei dennoch gut mit Magensäure vermengt wird. Dabei kann es vorkommen, dass der saure Nahrungsbrei „aufstößt“ und Sodbrennen verursacht. Jedoch gibt es auch noch andere mögliche Ursachen, deshalb bitte beim Arzt abklären lassen. Falls zu wenig Magensäure vorhanden ist haben auf jeden Fall Säureblocker genau die gegenteilige Wirkung als geplant.
      Alles Gute für Dich
      Shivani

      • Liebe Shivani, danke für deine Antwort.
        Ich kenne eigentlich kein Sodbrennen, denke aber, dass ich trotzdem zu wenig Magensäure haben könnte. Die Verdauungskraft ist sicherlich schwach. Möchte die Nahrungsergänzung auf jeden Fall versuchen und hoffe, dass ich sie gut vertrage.

  2. Sag mal…wie schnell merkt man besserung wenn man Betain nimmt?

  3. Ich merke das bereits bei der nächsten Ausscheidung – Nahrung ist nicht mehr halbverdaut.

  4. ah verstehe, danke für die info…verdaut ist bei mir immer eigentlich alles soweit…

  5. Liebe Barbara, ob du Magensäuremangel hast, kannst du durch den „Natron-Test“ herausfinden. Morgens auf NÜCHTERNEN Magen einen Teelöffel Natron in ein Glas Wasser mischen, auf Ex trinken. Falls du in den ersten 5 Minuten nicht (oder nur wenig) aufstoßen musst, und wenig bis kein Magengluckern hast, besteht bei dir einen Mangel an Magensäure. Dann wäre Bettin HCl sinnvoll. Ansonsten nicht!

    • Liebe Ma, schon seit geraumer Zeit nehme ich kein Betain HCL mehr, da sich der Mangel bei mir gelegt hat. Von dem Test habe ich noch nie etwas gehör t. Deswegen weiss ich auch nicht, ob er funktioniert. Aber vielen Dank für den Tipp. Herzlicher Gruß Shivani

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