Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Ein Laib Brot, der Ihr Leben verändern könnte?

17 Kommentare

Brotlaib direkt aus dem Ofen.

Brotlaib direkt aus dem Ofen.

Dass ich mit Brot etwas vorsichtig sein muss liegt zum einen an den Kohlehydraten – zum anderen daran, dass Hefe sehr histaminhaltig ist. Da war ich sehr neugierig, als meine Kollegin mir ein Rezept für Brot verriet, in dem keine Hefe enthalten sein soll. Inzwischen habe ich es mehrmals selber gebacken und ich bin begeistert. Mein Partner bezeichnet es nicht als Brot, sondern als Körner-Schnitte.

Aus Liebe zu pflanzlichen Nahrungsmitteln

In ihrem Blog „My new Roots“ (meine neuen Wurzeln) veröffentlicht Sarah Britton seit 2007 alle ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit ihrer Liebe zu guten Nahrungsmitteln. Ihre Zeit in der Küche bezeichnet sie als „Spielzeit“ – sie empfindet diese also nicht als Arbeit. Eine sehr schöne Formulierung. Aus  meiner Sicht sollte das gesamte Leben Spiel sein – und nicht Arbeit. Sie scheint also wirklich ihre Passion gefunden zu haben. Auch andere möchte sie gerne dafür begeistern. Sie zeigt deshalb in ihrem Blog wieviel Spaß es ihr macht, ihre Nahrung mit guten Lebensmitteln zuzubereiten.

Das etwas andere Brot

Es wird genauso wie anderes Brot im Backofen bei ca. 180 °C gebacken – enthält jedoch keine Hefe. Sie sagt, dass das „lebensverändernde“ an diesem Brot in den Zutaten und der Zubereitung liegt – die Arbeitsplatte nicht voller Mehl und Teigresten. Ich vermute, dass dieses Brot vor allem für Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten eine wahre Veränderung bedeuten könnte. Denn es ist einfach herzustellen, erlaubt jede Menge an Variationen, es schmeckt sogar noch gut und ist darüber hinaus auch sehr gut verträglich.

Genau vor einem Jahr postete Sarah Britton das Rezept dazu in ihrem Blog unter dem Titel „The Life-Changing Loaf of Bread„. Bis zum heutigen Tag wurden dazu 1.099 Kommentare geschrieben. Es verursacht überhaupt keine Verdauungsbeschwerden – sondern begünstigt eine gute Verdauung. Zumindest hatte es diesen Effekt bei mir. Aber jetzt erstmal zum Rezept…

Und so stellen Sie das Brot her

135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
65 g Haselnüsse oder Mandeln
145 g Haferflocken (oder andere Flocken, z.B. Dinkel)
2 EL Chia-Samen
4 EL Flohsamenschalen
1 TL feinkörniges Meersalz
1 EL Ahornsirup oder anderes Süßungsmittel, z. B. Stevia
3 EL Kokosöl (schmilzt bei Raumtemperatur) oder Ghee
350 ml Wasser

Läßt sich gut mit Belag bestreichen...

Läßt sich gut mit Belag bestreichen…

Vermischen Sie alle trockenen Zutaten in der Backform, alle feuchten Zutaten (Ahornsirup, Kokosöl und Wasser) vermengen Sie erstmal in einer anderen Schüssel. Geben Sie die flüssigen Zutaten dann zu denen in der Backform und vermengen Sie alles so lange, bis es sich gut vermischt hat. Falls der Teig zu dickflüssig ist, können Sie noch ein bis zwei Teelöffel Wasser unterrühren. Streichen Sie den Brotteig in die Backform und lassen Sie ihn nun mindestens zwei Stunden – besser über Nacht – bei Raumtemperatur ruhen.

Heizen Sie dann den Ofen auf 175 Grad vor und backen das Brot zunächst für 20 Minuten. Nehmen Sie das Brot aus der Backform und legen Sie es mit der Oberseite nach unten direkt auf das Ofengitter. Backen Sie das Brot weitere 30-40 Minuten. Klopfen Sie auf das Brot – wenn es hohl klingt ist es fertig.

Wenn Sie das Brot schneiden solange es noch warm ist, fällt es auseinander. Deswegen unbedingt mit dem Anschneiden warten bis es vollständig erkaltet ist. Ist gar nicht so einfach, denn es duftet wirklich wunderbar und ich habe einige verschiedene Beläge darauf ausprobiert – das Brot schmeckt mit allen lecker: Butter, Haselnusscreme, Auberginenmuß, Butter und Marmelade, Butter und Apfelschnitz, …

Variationen des Körner – Brotes

Das Gelingen des Brotes ist nicht abhängig davon, dass ein Teig geht und dies ganz bestimmte Bedingungen braucht. Das einzige was stimmen muss ist die Flüssigkeit bezogen zu den Zutaten. Aus diesem Grund läßt sich das Brot sehr leicht abwandeln. Hier die Tipps der Rezept-Designerin und meine eigenen Variationen:

  • Wenn Sie das Brot ohne Ghee herstellen ist es sogar vegan.
  • Wenn Sie 2 TL Zimt hinzufügen ist es sehr gut für Diabetiker geeignet. Besprechen Sie dies jedoch unbedingt mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.
  • Statt Leinsamen verwendete ich Flohsamen (also die dunklen Samen – nicht die Schalen), diese haben ähnliche schleimende Eigenschaften wie die Leinsaat.
  • Sie können einen Teil der Sonnenblumenkerne durch Hanfsamen ersetzen (ganz oder geschält).
  • Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen viel Kurkuma zu sich nehmen möchten ist es möglich, dem Brot 3 TL Kurkuma zuzufügen.
  • Falls Sie keine ganzen Leinsamen, sondern geschrotete Leinsamen verwenden möchten müssen Sie unbedingt die Wassermenge erhöhen.
  • Rohköstler können das Brot nach dem Ruhen in Scheiben schneiden und diese trocknen.

Mein Fazit zum Flohsamen-Brot: Lecker, einfach herzustellen und macht Spaß bei der Zubereitung. Vor allem Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen werden sehr froh sein über dieses Rezept.

Wie ging es Ihnen damit? Welche Variationen haben Sie gefunden?

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen:

Flohsamenschalen – Schwung für die Verdauung

Magnesiummangel: Symptome und Behandlung

Qi Gong – ob ich es 100 Tage schaffe?

Histaminarme Soße ohne Tomaten

Solange ich mit Kurkuma koche sollte ich besser die Hände mit Henna machen?

Produkte bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-4b

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bilder: Shivani Allgaier

Advertisements

Autor: Shivani Allgaier

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich seit einiger Zeit. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben.

17 Kommentare zu “Ein Laib Brot, der Ihr Leben verändern könnte?

  1. Ein tolles Rezept! Habe es eben gebacken.

    Ich habe die Sonnenblumenkerne (wegen der HI, und weil ich sie nicht so gern mag) ganz weggelassen, Traubenzucker (wegen der FI) und Kokosöl genutzt sowie geschrotete Leinsamen. Diese binden so stark, dass man das Brot auch warm schon schneiden kann.
    Ich nutze sie auch in unserem veganen Catering als Ei-Ersatz.

    Wie bewahrst du das Brot denn auf? In Butterbrotpapier gewickelt im Brotkasten? Oder im Kühlschrank?
    Und wie lange hält es sich wohl?

    Viele Grüße aus Leipzig und dankeschön für die vielen Informationen auf deinem Blog.
    Vanessa

    • Danke für das schöne Feedback, Vanessa und die vielen wertvollen Tipps!
      Bei mir hat das Brot bisher nicht länger als eine Woche gehalten, weil
      ich es aufgegessen hatte. Aufbewahrt habe ich es im Kühlschrank in einer
      Tüte. Es freut mich, wenn meine Informationen hier weiterhelfen.
      Herzlicher Gruß aus Reutlingen
      Shivani

  2. Das Rezept sieht toll aus. Eine Angabe zur Größe der Kastenform wäre sehr nett. Ich habe drei verschiedene, eine mit 20 cm Länge, eine mit 25 cm und eine mit 30 cm Länge, aber keine Idee bzgl. der passenden Version für das Rezept. Vielen Dank und lieben Gruß. Juna

    • Liebe Juna,
      freut mich wenn das Rezept begeistert – ich liebe dieses Brot.
      Ich habe es gar nicht in einer Kastenform ausgebacken, sondern in meiner Jena-Glasform, die eher quadratisch ist mit abgerundeten Ecken (Kantenlänge 19 cm). Ich weiß nicht, ob das hilfreich für Dich ist?
      Viele Spaß beim Backen und Genuß beim Essen

  3. kann ich die Haferflocken einfach weglassen oder muss man die ersetzen?

  4. Ich habe das Brot heute gebacken…Mein erstes übethaupt :-)… Und es ist sehr lecker..Und sehr sättigend…So, daß ich, die ich sonst auch nach Sättigung essen kann, weil, mir was schmeckt, schnell so satt war, daß es reichte und ich nichts mehr wollte. Habe irgendwie dazu Kräuterquark selbst gemacht….Es war ein Genuss:-) Danke für dieses tolle Rezept….Das wird es bei mir jetzt öfter geben…..Zumal es auch so unkompliziert zu machen ist. Ich weiss nur noch nicht wie ich es so aufbewahre, dass es einige Tage gut hält und lecker bleibt, denn ich lebe allein..Und sollte wegen der Kalorien nicht zuviel davon essen .

  5. …ach…Ich sollte vorher lesen….Jetzt weiß ich auch warum mein Brot warm schon zu schwer einen war….ich habe auch geschroteten Leinsamen genommen 😉

  6. Ich backe gerade mein zweites….Dieses Mal mit richtigem Kokosöl……Mir ist gar nicht aufgefallen, daß ich beim letzten Mal nur Kokosmus hatte. Bin gespannt, ob jetzt was anders wird..?Und die Nüsse habe ich gehackt. Hätte gern noch ganz viele Kräuter reingegeben, aber mein Garten gibt noch nicht soviel her…Beim nächsten Mal. Ich hab grosse Lust, so einiges auszuprobieren..Aber heute ist Sonntag. Ich frage mich,,ob es sich auch gut einfrieren lässt….Das wäre ganz praktisch…Hat da jemand Erfahrung ?

  7. Ist das Brot keto-tauglich? Lieben Gruss

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s