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Sie haben keine Histamin-Intoleranz, Sie sind durstig?

2 Kommentare

Als ich das Buch des Arztes mit dem unaussprechlichen Namen zum ersten Mal las war ich schon sehr hoffnungsvoll. Durst als Lösung der jahrelangen Nahrungsmittel-Intoleranz? Es war zu schön um wahr zu sein –  als „Schmarrn“ habe ich es zur Seite gelegt und erst jetzt wieder in die Hände genommen.

Vor allem zarte Knospen benötigen ausreichend Wasser.

Vor allem zarte Knospen benötigen ausreichend Wasser.

Wasser und Histamin

Laut Dr. med. F. Batmanghelidj verhält es sich mit Durst und dem biogenen Amin folgendermaßen: Histamin ist im Körper ein wahrer Tausendsassa. So regelt es unter anderem im Körper den Wasserstoffwechsel und ist für die Verteilung des Wassers im Körper verantwortlich. Histamin regelt außerdem Abwehrsysteme und die Bewegung der Muskeln in den Bronchien. Falls der Körper nun stark dehydriert ist, steigt die Produktion von Histamin und die damit verbundenen Körpersysteme können über-reagieren. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, daß durch eine erhöhte Wasserzufuhr die Histaminproduktion in den Zellen verringert wird. Die ersten Ergebnisse sollen sich nach ein bis vier Wochen zeigen. Getestet habe ich es nur drei Tage lang und danach beschlossen, dass Wasser mir nicht hilft. „Schmarrn“ hatte ich beschlossen… vielleicht war das etwas voreilig…?

Dehydration, Histamin und Streß

In Streß- und Krisensituationen mobilisiert der Körper alle Kräfte und Säfte, um die Situation meistern zu können: Endorphine, Kortison, Prolaktin, Vasopressin und Renin-Angiotensin werden ausgeschüttet. Interessant ist, dass auch bei Dehydrierung genau dieselben Hormone in den Blutkreislauf gelangen. Dadurch wird ein Teil der Wasserreserven des Körpers verbraucht. Ein Teufelskreis: Streß verursacht Dehydration und Dehydration verursacht Streß!Diesen und auch andere Zusammenhänge erläutert Dr. Batmanghelidj noch ausführlicher in seinen Büchern. Außerdem beschreibt er beeindruckende Fallbeispiele.

Der Körper doch dehydriert?

Vor kurzem hatte ich meine zweite Sitzung bei einer Therapeutin, die mithilfe des BodyTalk Systems behandelt. Sie stellte in dieser Sitzung – wie schon eineinhalb Jahre zuvor – fest, dass mein Körper dehydriert sei. Nach der Sitzung ging es mir geraume Zeit sehr gut. Solche Phasen machen mich dann oft leichtsinnig und prompt hatte ich auch schon eine Woche später wieder die Quittung: Vor lauter Wohlsein vergaß ich beim Thai-Imbiß dass diese mit Glutamat ihre Nahrungsmittel zubereiten und ich hatte den Salat! Was mich nachhaltig beeindruckt ist, dass ich seit der Behandlung mit BodyTalk System keine Ödeme mehr habe. Ich habe nicht mehr das Gefühl, „schwer“ zu atmen und mir geht es wirklich täglich besser. Mir geht es so gut, dass ich jetzt beschlossen habe, dieses System selber zu erlernen. Doch das ist erstmal eine andere Geschichte.

Frisches Wasser aus der Quelle ist ein Genuss

Frisches Wasser aus der Quelle ist ein Genuss

Ursachen von Dehydration

Doch woher kommt der Wassermangel? Natürlich ist die Ursache zuallererst der Mangel an Flüssigkeit – die Trinkmenge ist zu gering. So sah eine der Migräne-Patientinnen, die ich durch Hypnose behandelte schlicht und einfach ein Glas sprudelndes Wasser vor ihrem geistigen Auge. Sie trank mehr und hatte weniger Kopfschmerzen. Das war ein glatter Fall von Dehydration. Natürlich kann ein Körper auch „vertrocknen“ obwohl jemand genügend Wasser trinkt. Wenn auf Zellebene oder in den Organen etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist kann der Körper genauso austrocknen. Diese Zusammenhänge sind auch in den Büchern von Dr. Batmanghelidj beschrieben.

Die psychischen Zusammenhänge von Dehydration

Im BodyTalk System geht man davon aus, dass Menschen dann unter Dehydrierung leiden wenn sie Schwierigkeiten haben, Grenzen zu ziehen, Grenzen zu zeigen oder Grenzen einzuhalten. Ebenso spricht der Begründer davon, dass dehydrierten Menschen die Lebensfreude fehle. Ebenso sei die Fähigkeit des Körpers eingeschränkt wenn der Wert des Menschen im Kern erschüttert sei – bei vermindertem Selbstwert. Das lasse ich mal alles so stehen, es sind die Erklärungen aus dem BodyTalk System. Tatsache ist, dass an dem Wassermangel doch ein Körnchen Wahrheit sein könnte. Ich werde auf jeden Fall weiter dran bleiben.

Was sind Deine Erfahrungen im Zusammenhang mit Histamin-Intoleranz? Leidest Du unter Wassermangel?

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Bilder: Shivani Allgaier

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

2 Kommentare zu “Sie haben keine Histamin-Intoleranz, Sie sind durstig?

  1. Da habe ich mich in den vergangenen Jahren so üppig über Histaminintoleranz bzw. generell Probleme mit Histamin informiert… aber die Info, dass Wasserhaushalt & Histamin zusammenhängen, ist entweder an mir vorbeigegangen oder ich habe es schlicht mittlerweile vor zu viel Input vergessen! 😦

    Also vielen lieben Dank fürs Auffrischen! 🙂

    Hätte ich (w, 32 – keine diagnostizierte HI, aber starke Probleme seit 2008) DAS mal vor ca. 3 Jahren auf dem Schirm gehabt! Zumindest auf 1-2 Liter / Tag mag ich bis dahin wohl gekommen sein.

    Ich verlor plötzlich peu a peu jegliches Durstgefühl, irgendwann hatte ich eine regelgerechte Abneigung. Mein damaliger Homöopath nahm das leider überhaupt nicht ernst & tat es als reine Befindlichkeit ab.

    An seeehr schlechten Tagen kam ich am Ende auf 1 Tasse Kaffee & ein Glas Wasser. 😦

    Ich testete verschiedene Mineralwässer, probierte brita-gefiltertes Wasser. Keine oder nur geringe und temporäre Besserung.

    Vor fast 1 Jahr trank ich ein Glas gefiltertes Wasser (anderer Hersteller). Und siehe da, es mundete mir. Relativ zügig schwand erst die Abneigung und dann kam das lange verschollene Durstgefühl wieder.

    Seitdem komme ich meist auf 2-3 l Flüssigkeitsaufnahme / Tag – gefiltertes Wasser & nicht aromatisierte Bio-Kräutertees.

    Entschuldigung für den Roman – aber vlt helfen meine Erfahrungen ja jemandem, dem es ähnlich ergeht? 🙂

    Was ich mich allerdings nun frage, ist, ob meine überschüssigen Kilos durch mein Histaminproblem kommen …?!

    Seit 2008 bestens eingestellte Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis), aber auch – z.T. enormer – chronischer Stress. Probleme mit Haut & Haar (Urtikaria, Entzündungen usw.), Pseudoallergien, phasenweise wechselnde Unverträglichkeiten von Lebensmitteln, muskuläre Beschwerden (Rücken & Kiefer) uvm..

    2010 Laktoseintoleranz-Diagnose – konventionelle Milchprodukte vertrage ich nicht gut, Bio-Produkte hingegen meist schon. Eine Reaktion auf das Futter der Tiere & Aufbereitung der Milch & keine echte Intoleranz …? Die Testlösungen dürften wohl eher NICHT in Bioqualität daherkommen …? 😉

    2008 > 2011 25 kg Übergewicht verloren – moderate Ernährungsumstellung (und peu a peu auch auf Bioware) & eben gut eingestellte Schilddrüse.

    2011 > 2013 10 kg drauf bei gleichbleibender Ernährung. 5 kg hinzu nach dem Absetzen der Pille vor 1 Jahr. Lip- und Lymphödem wurden 2013 ausgeschlossen.

    Kurze Erläuterung:
    Das Absetzen der Pille ist nur ein kleiner Teil meines Entstressungs-Prozesses – seit Frühjahr 2013 Stressabbau, mehr Sport & Freizeitaktivitäten und bewusste Entspannung.

    Vor einigen Monaten habe ich den Konsum von Süßwaren, Weizen, Weißmehl und Fleisch enorm reduziert, auch allgemein die Portionen verkleinert.

    Seitdem habe ich gerade einmal 1-2 Kilo verloren. 😦

    Oha, jetzt habe ich so viel geschrieben… 😉

    Vlt haben Sie einen Tipp, woran mein Übergewicht (BMI von rund 28) liegen könnte, ob das wirklich im Zusammenhang mit Histamin stehen könnte …?

    Auch habe ich seit rund 1 Jahr eine chronisch behinderte Nasenatmung, mitunter eingeschränkten Geruchssinn & chronisch Schnupfen, mal wenig, mal viel. Weder pflanzliche Mittel noch 2x täglich Nasenduschen oder die bis dahin wirksamen Tabletten (Desloratadin) und Nasensprays (Cortison) helfen.

    Sonnige Grüße,
    chaoskoeppsche

    • Danke für die vielen Buchstaben, chaoskoeppsche!
      Wegen der vielen Kilos bitte die Nebennieren im Blick halten… ich empfehle das Buch von Dr. Wilson „Grundlos erschöpft“. Schau mal hier im Blog, habe mehrmals darüber geschrieben.
      Sonnige Grüße zurück
      Shivani

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