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Körpertherapie bei Histamin-Intoleranz?

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Lange habe ich es geschafft, die Symptome der Histamin-Intoleranz ganz alleine zu bewältigen. Ich legte mich nach dem Essen hin, nahm Bitterkräuter, benutzte Pfefferminzöl und hielt strenge Diät. Es war an einem Tag, da lag ich erschöpft im Bett und bemerkte, dass ich Fieber bekam. Meine Glieder und meine Gelenke begannen zu schmerzen. Viele Betroffene haben diese Schmerzen regelmäßig und müssen sehr oft damit leben, bzw. dagegen ankämpfen. Ich habe wirklich Hochachtung vor allen Menschen, die mit Schmerzen leben müssen. Für mich war Schmerz jeweils das Signal, mich auf die Suche nach einer Lösung zu machen. Und so war es auch in diesem Fall.

Mein Rücken bereits nach der 2. Sitzung

Mein Rücken bereits nach der 2. Sitzung

Eine Ärztin will mehr wissen und entwickelt ein geniales Verfahren

Zum Glück ist es mir gelungen, denn dieser eine Rheuma-Schmerz-Anfall ist bisher der einzige geblieben. Mir reichten schon der Migräne-Kopfschmerz, da brauchte ich sicherlich nicht noch mehr davon. Meine Intuition führte mich dieses Mal zu einem Körper-Therapeuten, einem sogenannten Rolfer. Diese Therapieform arbeitet im tiefen Bindegewebe mit dem Ziel, die darin gespeicherten Muster aufzulösen. Folge ist eine bessere Haltung, eine größere Bewegungsfreiheit und möglicher Weise hat die körperliche Arbeit auch einen Einfluß auf das Befinden. Begründet wurde das Rolfing von der amerikanischen Chirurgin Dr. Ida Rolf – nach der es ja auch benannt wurde. Sie studierte um 1920 in den USA Medizin und ging später nach Europa in die Schweiz, um dort unter anderem auch Homöopathie zu studieren. Ihr Wissensdurst ging immer weiter und so entwickelte sie aus Ostheopathie, Chiropraktik, Yoga und auch geistigen Praktiken die Strukturelle Integration – ihre Schüler benannten es später um in Rolfing.

Mit sanften Strichen die Körperstatik verändern

Mein Rücken nach Ende der Behandlung

Mein Rücken nach Ende der Behandlung

Einen Hohlrücken hatte ich schon seit der Kindheit. Meine Vermutung war, dass durch diesen Haltungsschaden vielleicht die Verdauung in Mitleidenschaft gezogen war. Vom Therapeuten erfuhr ich dann, dass mein Körper voller Haltungsschäden war: die Füße vollkommen verkrampft, die Beine ohne Dynamik, der Hohlrücken, ungleiche Schultern und einen ziemlich verschobenen Nacken und daraus resultierend eine falsche Kopfstellung. Ob ich dann keine Probleme mit Kopfschmerz hätte wurde ich gefragt. Also war ich richtig gelandet. Erst später verstand ich den Sinn hinter diesen strukturellen Veränderungen meines Körpers. In meiner eigenen Arbeit mit Patienten ist es meine Erfahrung, dass alle Symptome, die der Körper produziert zumindest unter einem Gesichtspunkt Sinn machen: Irgend etwas war mir zuviel geworden und mein Körper hatte eine Schutzhaltung eingenommen.
Am auffallendsten auf den Bildern ist nach meiner Einschätzung die Veränderung der Schultern  zu sehen. Erst nach mehreren Sitzungen fiel mir dann auch ein, dass ich oft unter Schmerzen in der linken Schulter litt. Der Schmerzbereich entspricht laut Angaben des Therapeuten genau den Reflexzonen von Magen und Galle. Wenn er mir diese Reflexzonen bearbeitete war der Schmerz in der Schulter jeweils ganz verschwunden. Später lernte ich auch noch die Vorzüge einer anderen Reflexzonen-Arbeit kennen, aber darüber werde ich gesondert schreiben.
Beeindruckend war für mich jeweils der Tag nach der Behandlung. Ganz deutlich war zu spüren, dass die Statik des Körpers wirklich anders war als vorher – die Muskeln und Sehnen passten nicht mehr zur neuen Körperstruktur. Auch das Gehirn musste sich erstmal umstellen, um mir die die richtige Rückmeldung zu geben – so hatte ich ganz regelmäßig das Gefühl der Körper sei schräg oder ich würde schräg laufen, weil ich noch die alten Signale von meinem propriozeptiven System erhielt. So ist auch zu verstehen, dass diese Veränderung gar nicht in ein oder zwei Sitzungen zu erreichen wäre – die Muskeln, Bänder, Sehnen und auch das Gehirn können sich nur ganz allmählich an die immer stabiler und kraftvoller werdende Körperhaltung anpassen.

Ist Rolfing für Menschen mit Histamin-Intoleranz empfehlenswert?

Ich kann freilich nicht für andere sprechen – mir hat es Erleichterung gebracht. Ich fühle mich einfach wohl in meinem Körper. Meine Schultern sind entspannt, mein Gang ist entspannt und auch ziemlich kraftvoll geworden. Ich bin mir sicher, dass ich seit der Korrektur meiner Halswirbelsäule auch weniger anfällig für Kopfschmerz geworden bin. Mir hat das Rolfing sehr geholfen und einmal im Jahr vereinbare ich nach wie vor einen Termin beim Körper-TÜV, damit die Körperstruktur in Schuß bleibt. Für mich bleibt noch die Frage, ob nicht durch den Vitamin-Mangel Bänder und Faszien sich verändern und die Haltungsschäden dadurch verursacht werden?

Hilfreicher Tipp für Mißempfindungen in den Händen

Einen  Tipp habe ich bekommen, den ich hier auch noch weiter geben kann. Mein linker Daumen war oft eingeschlafen. Dem entgegenzuwirken solle ich einfach meinen Kopf ganz langsam und sanft nach jeder Richtung bis zum Anschlag drehen, dort kurz festhalten und wieder in die Mitte zurück. Oft brauchte ich dies nicht anzuwenden, denn die Mißempfindungen in den Daumen verschwanden recht schnell. Aber ich muss sagen, es wirkte jeweils sofort und mein Gefühl in den Fingern kam zurück. Vielleicht bringt das Ihnen auch Erleichterung? Auf der Seite Rolfer suchen können Sie jemanden in Ihrer Nähe finden.

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Bilder: (C) Shivani Allgaier

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

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