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Histamin-Intoleranz: Was kann ich da noch essen?

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Nach und nach zeigte mir mein Körper welche Nahrungsmittel ich nicht mehr vertragen konnte. Ich bekam Magenschmerzen, Völlegefühl, Durchfall, Kopfschmerz, Müdigkeit, Ödeme, unreine Haut und alle möglichen anderen Beschwerden wenn ich nicht darauf hörte. Nach langer Zeit der Suche und Ratlosigkeit hatten meine Körperreaktionen auch einen Namen: Histamin-Intoleranz. Zum Glück stieß ich recht schnell auf die hilfreichste Seite, die ich je dazu gefunden habe: Die Seiten der Schweizerischen Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI).

Homepage der SIGHI mit allem was wichtig ist.

Homepage der SIGHI mit allem was wichtig ist.

Was soll ich nur essen?

Mittlerweile bin ich recht sicher, diese Frage zu beantworten – für mich selber. Es hat Zeit gebraucht – und viele, viele Stunden in denen ich sehr, sehr orientierungslos war. Ich weiß, dass Betroffene zu Beginn ganz schön ratlos sind mit der Frage was sie essen können. Nun wäre es sehr einfach, wenn ich meine Liste mit verträglichen Lebensmitteln einfach veröffentlichten könnte. Aber so einfach ist das nicht, denn: jeder reagiert individuell auf Lebensmittel – der eine verträgt Kaffee, der andere nicht.

Histamin-Intoleranz ist nicht gleich Histamin-Intoleranz

Als Therapeutin bin ich Teilnehmerin einer Intervisionsliste, die über Emails funktioniert. Kollegen können andere Kollegen um Rat fragen. Eines Tages kam dort ein Hilferuf von einer Kollegin, die eine Patientin begleitete – diese litt unter HI und wußte das auch. Die Kollegin fragte bei den anderen nach, ob es denn wirklich so schlimm sein könne wie diese Patientin es erlebte… Ich schrieb der Kollegin meine eignen Erfahrungen und war erschüttert, als ich die Antworten meiner anderen Kollegen darauf las. Ich beschloss, was ich wußte in einem Blog zu veröffentlichen. Schon verfaßte meinen ersten Artikel. Was mich so schockierte? Sie leide auch darunter und mit ein wenig Fließschnupfen könne man schließlich gut leben. Den Darm mit Zeolith entgiften reiche aus, um die Symptome in Schach zu halten und sie solle auf jeden Fall den sekundären Krankheitsgewinn im Auge behalten.

Klare Aussagen sind bei HI gar nicht so leicht

Ein Quentchen Wahrheit steckt schon drin… Meine Kollegen hatten natürlich nicht ganz unrecht. Bei HI tritt eben Fließschnupfen auf – aber HI ist eben nicht nur Fließschnupfen. Zeolith einzunehmen kann auch unterstützend sein – nur das alleine hilft nicht wirklich. Und auf den sekundären Krankheitsgewinn („sie braucht ein bißchen Aufmerksamkeit“) mag ich gar nicht erst eingehen – die Symptome alleine machen ja schon mürbe genug. Um es dann noch schwieriger zu machen sage ich jetzt auch noch: Es gibt keine Patentrezepte was ein Körper verträgt und was nicht. Jede HI ist anders. Jeder Körper reagiert individuell. Jeder muss für sich herausfinden welche Nahrungsmittel er verträgt und welche nicht.

Aber wie genau soll ich mich denn nun ernähren bei HI? 

So könnte Dein Essen aussehen bei HI

So könnte Dein Essen aussehen bei HI

Auch wenn niemand vorhersagen kann was Dein Körper verträgt – einen groben Fahrplan gibt es schon was Du essen kannst und was lieber nicht. Als erstes empfehle ich die Lebensmittelliste der SIGHI. Es gibt dort eine pdf-Datei, die als Merkblatt bei HI sehr wertvoll ist. Dann gibt es unter Downloads eine ausführliche Lebensmittel-Liste zum herunterladen – und zwar in drei Sprachen. Was für ein toller Service. Genau auf den Erfahrungen dieser Seite basiert auch die App „Histaminintoleranz„, die von Escaluete UG entwickelt wurde. Es sind 350 Grundnahrungsmittel enthalten. Der Vorteil dieser App ist, dass man sie leichter mit zum Einkaufen mitnehmen kann als jedes Buch. Aus diesem Grund empfehle ich dieses Mal auch keine Literatur – die beste gibt es eben als App und im Internet. Zudem kann die Einkaufsliste über die Merkliste auch noch individualisiert werden – was für ein Luxus!

Und wenn ich nicht weiß was ich kochen soll?

Für wirklich hilfreiche Rezepte habe ich zwei gute Adressen im Internet. Die eine führt Dich in einen anderen Blog. Bei „Kochtrotz“ gibt es Rezepte und jede Menge Information über HI. Bitte darauf achten, über Schlagwörter auf histaminarm zu selektieren, da die Autorin auch andere Rezepte veröffentlicht. Die zweite Adresse führt Dich zu facebook. Die Gruppe „Kochen, Speisen mit Histaminintoleranz und zusätzlichen Unverträglichkeiten“ ist eine wahre Fundgrube für Rezepte. Es ist dort auch Raum, um die Erfahrung mit den Rezepten zu teilen.

Wie erging es Dir am Anfang – oder wenn Du genau dort bist: was fehlt Dir noch?

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Bilder: Shivani Allgaier

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

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