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Histamin-Intoleranz durch Integration des Schattens?

Dies ist die erste Buchrezension, die ich hier im Histamin-Blog verfasse. Es ist kein Buch über Histamin-Intoleranz, dazu habe ich mir bisher kein Urteil erlaubt – obwohl ich einige davon kenne. Es ist ein Buch über Psychotherapie. Aber nicht über Psychotherapie im Allgemeinen, sondern um eine Form von innerer Veränderungsarbeit, die ich in einem ganz anderen Kontext kennen gelernt habe: Schatten-Arbeit oder Schatten-Heilung. Dieses Thema war ein großer Anteil meiner Astrologie-Ausbildung, die ich vor Jahren bei Johann Hilble absolviert habe.

Das Konzept des Schattens stammt von C.G. Jung

Das Konzept des Schattens stammt von C.G. Jung

Die Autorin kenne ich persönlich

Ulrike Dahm habe ich vor zwei Jahren bei einer Fortbildung in Heidelberg kennen gelernt. Damals erzählte sie, dass sie vor habe, ein Buch über Schatten zu schreiben. Nun halte ich es in der Hand. Die Entscheidung, es mir zu bestellen fiel mir leicht. Ich weiß nicht mehr was mich dazu veranlasst hat, bei Amazon das Buch anzusehen. Beim Blick ins Buch traute ich meinen Augen nicht – Ulrike schrieb ihre eigene Leidensgeschichte, jedoch hatte ich den Eindruck, als schrieb sie über mich! Durch Schmerzen war sie dazu gezwungen, Termine abzusagen und war in ihrer Praxis finanziell nicht mehr so erfolgreich wie sie es vorher von sich gekannt hatte. Sie musste feststellen, dass sie gerade zu der Zeit, da sie es am meisten gebraucht hätte, keine Selbstliebe mehr aufbringen konnte. In Zeiten des Schmerzes begann sie sich zu hassen und von Selbstliebe sei keine Spur mehr gewesen.

Heftige Machtkämpfe in ihrem Inneren

Sie zweifelte ob ihre Schmerzen wohl jemals wieder verschwinden würden und verurteilte sich sehr dafür, dass sie im Alltag nicht mehr funktionierte. Sie war wütend, weil ihr Körper ihr nicht mehr gehorchte. Sie schämte sich dafür, dass sie feste Termine absagen musste. Die schwächsten Schatten-Anteile drängten sich unter großem Widerstand ans Licht und die bisherigen Abwehrstrategien zeigten keine Wirkung mehr. Ulrike hatte gelernt effektiv zu arbeiten – und das tat sie auch, um ihre Schmerzen los zu werden – nur erfolglos. Oh – wie kam mir das alles bekannt vor. Wie sehr kannte ich die Schmerzen, wie sehr kannte ich es, mich selber dafür fertig zu machen, wie sehr kannte ich die Scham darüber nicht mehr zu funktionieren, wie sehr kannte ich die Verzweiflung darüber, dass es mir nicht gut ging…

Was ist denn nun ein Schatten?

Skorpione lieben die Dunkelheit

Skorpione lieben die Dunkelheit

Der Begriff des Schattens geht zurück auf C.G. Jung. Der Psychologe bezeichnete damit in seiner Persönlichkeits-Theorie die Teile des psychischen Erlebens, die ein „Schattendasein“ fristen müssen, da der betreffende Mensch nicht dazu stehen kann. In der Astrologie wird er dem Tierkreiszeichen Skorpion, dem Planeten Pluto oder auch dem 8. Haus zugeordnet. Skorpione halten sich am liebsten im Dunkeln auf. Bei der Astrologie handelt es sich um eine Analogie-Lehre, man verwendet zur Deutung Symbole die einem bestimmten Prinzip entsprechen. Bisher habe ich auch alle Skorpione, die ich gefunden habe in der Nacht entdeckt.

Und wie geht Schatten-Heilung?

Die Integration des Schattens ist etwas verzwickt – denn er zeichnet sich ja dadurch aus, dass er ein ungern gesehener Geselle ist. Zumal das was als Schatten gilt auch von unserer Gesellschaft nicht gerade gern gesehen ist. In meinem Fall reichte es, das Buch zu lesen und mir darüber klar zu werden, dass ich mich die letzten Jahre wohl sehr angestrengt habe, damit ein bestimmter Schatten-Anteil auf keinen Fall ans Licht kommen kann: Der Versager in mir! Das wollte ich weder sein – noch wollte ich als Versagerin wahrgenommen werden.

Wie war jetzt noch das Buch?

Ach, jetzt habe ich vor lauter Erzählen ganz das Buch vergessen. Der Titel lautet „Schatten-Heilung. Die dunkle Seele befreien“ Es ist im Schirner-Verlag erschienen und hat ein handliches Format erhalten. Entgegen den anderen Büchern über den Schatten, die ich aus meiner Astrologie-Ausbildung kenne ist das Buch von Ulrike in hellen Farben gestaltet. Ich hätte ein dunkel gestaltetes Cover erwartet. Das Buch ist trotz seiner 240 Seiten recht dünn geworden. In der Einleitung schreibt Ulrike von ihrer eigenen Geschichte. Sie führt dann aus wie der Schatten sich zeigt, welches die menschlichen Abwehrmechanismen sind mit denen man den Schatten in Schach halten kann, schreibt über die Auswirkungen des Schattens und schließlich über die Früchte der Schatten-Heilung. Außerdem gibt es etliche „Reiserouten nach innen“ – sie spickt die Zeilen immer wieder mit Fallbeispielen, die helfen den Schatten zusätzlich transparent zu machen. Zudem ist es ein Arbeitsbuch, viele Kapitel enthalten eine Hilfestellung, womit der Leser seinen eigenen Schattenanteilen auf die Spur kommen kann.

Schatten-Heilung ist ganz einfach – und dennoch schwer

Ich habe keine Ahnung, ob der Versager der einzige Schatten bleibt, den ich entdecken durfte. Vielleicht handelt es sich dabei ja auch um einen sogenannten „Vorzeigeschatten“ wie die Psychoanalytikerin Verena Kast es nennt. Schließlich zeigt keiner gerne seine Schatten. Sie sagt, es sei praktisch, sich einen solchen Vorzeigeschatten zuzulegen, der zwar schon etwas dunkel sei – jedoch immer noch vorzeigbar. Heilsam ist ein Vorzeigeschatten nicht – aber praktisch. Vielleicht zeigen sich ja noch einige der dunklen Gesellen aus meinem Unterbewusstsein? Ich fühle mich jetzt gerüstet – geht es doch einfach nur darum, mit dem dunklen Schatten in Kontakt zu kommen. Es ist ähnlich wie bei einem ungeliebten Gesellen, den man vor die Tür sperrt. Dieser versucht mit aller Kraft hereinzukommen und ich drücke mit meiner ganzen Kraft dagegen – solange bis die Kraft weniger wird – die Tür geht auf und ich kommt mit dem ungeliebten Gesellen in Kontakt. Erstmal eher ungern – aber der Kontakt wird stattfinden. Erst wenn der Kerl nicht mehr hinter der Tür verschanzt wird – das Kostet Energie – werde ich meine ursprüngliche Kraft wieder zur Verfügung haben. Es geht hier also nicht darum, dass jemand sagt: „Ich habe einen Versager in mir entdeckt.“ Sondern es geht darum, wieder mehr Energie und auch Lebensfreude zur Verfügung zu haben.  Bei mir zeigt es Wirkung – also doch nicht nur ein Vorzeigeschatten…? Weil Energie und Lebensfreude kann jemand, der unter Histamin-Intoleranz leidet sehr gut gebrauchten – nicht wahr? Ich kann Dir sagen: es lohnt sich!

Welche Schatten-Anteile hast Du bei Dir entdeckt?

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Histamin-Intoleranz oder bin ich emotional vergiftet?

„Wenn das mit mir jemand macht habe ich das Gefühl, dass ich platze.“ Christine (*) sitzt mit mir bei einem Glas Wein und teilt mir mit, was sie im Laufe des Tages beobachtet hat. Sie meint, sie hätte die Berührungen von Frau Müller heute Nachmittag nicht ertragen. Sie nehme wahr, dass diese emotional unausgeglichen sei und eine Berührung von ihr würde solche Spannungen in ihr erzeugen, dass sie entweder einen heftigen Wutanfall bekommen würde – oder Frau Müller bitten müßte, ihre Finger von ihr zu lassen. Ich bin verunsichert, denn für mich war es einfach eine neutrale Berührung. Ich hatte keine Ahnung, wovon sie sprach – ich konnte ihre Mitteilung nicht nachvollziehen – mein Erleben sah vollkommen anders aus. Frau Müller hat mich berührt – als Geste der guten Zusammenarbeit – und ich hatte dies sogar als angenehm empfunden.

Es ist wichtig zu wissen wie man dafür sorgt, dass man emotional ausgeglichen ist.

Es ist wichtig zu wissen wie man dafür sorgt, dass man emotional ausgeglichen ist.

Und plötzlich habe ich das Gefühl, zu platzen!

Heute weiß ich wovon Christine vor drei Jahren sprach. Vor vier Wochen empfand ich die Berührung einer Freundin zum ersten Mal genauso wie Christine mir dies vor drei Jahren schilderte. Ich setzte mich zu Manuela, die ich sehr mag. Sie berührte meinen Rücken, wir freuten uns, weil wir gemeinsam eine schöne Zeit in Italien verbrachten. Ich war überrascht – hatte das Gefühl, dass ich gleich platzen müsse. Jetzt aus dem Abstand kann ich die Situation interpretieren – vor vier Wochen habe ich mich einfach umgedreht und mir einen anderen Platz gesucht. Manuela war unausgeglichen und durch die Berührung spürte ich das – damals konnte ich es jedoch noch nicht interpretieren, handelte instinktiv jedoch richtig.

Was hat sich geändert?

Es gibt zwei Möglichkeiten was in der Zwischenzeit passiert ist. Zum einen gibt es tiefe transformatorische Veränderungen wenn ich Madhukarji im Yoga der Stille begegne. Er hat mir das auch immer wieder angekündigt, er hat oft darüber gesprochen, dass dies anstünde. Sicher passiert da auch mehr als ich je wahrnehmen kann – diese Veränderung könnte ein Aspekt davon sein. Zum anderen bin ich immer noch in Begleitung bei einer Therapeutin. Sie wendet BodyTalkSystem an. In der vorletzten Sitzung ging es unter anderem darum, das Kronenchakra auszugleichen. Eine Blockade im Kronenchakra bewirkt, dass die innere Weisheit nicht mit ganzer Klarheit ausgestattet ist – die Welt wird verzerrt wahrgenommen – oder anders ausgedrückt: die Wahrnehmung ist verzerrt und durch die Lösung der Blockade ist eine klare Wahrnehmung möglich.

Wie entsteht so eine Verzerrung?

Wie eine Blockade dieser Art generell entsteht kann ich nicht sagen – bei mir jedoch habe ich eine Theorie. Das Umfeld, in dem ich aufwuchs war voller emotionaler Unausgeglichenheit. Bereits im Mutterbauch war ich diesem Gefühlswirrwarr ausgeliefert. Als Säugling und Kleinkind war ich auf die Berührungen der Familie angewiesen. Ich bin der Überzeugung, dass alles Sinn macht was unser Organismus an Blockaden erzeugt – das ist zumindest meine Erfahrung – meine eigene und auch die in der Begleitung meiner Patienten und Klienten. Der Sinn meiner Wahrnehmungsverzerrung war schlicht die Garantie, dass ich die überlebensnotwendigen Berührungen zulassen konnte, ohne dabei verrückt zu werden oder vor Wut zu platzen.

Jeder sollte sich angemessen abgrenzen können.

Jeder sollte sich angemessen abgrenzen können.

Der Körper lügt nicht

In meinem Erleben kam die Unausgeglichenheit der anderen nicht an – aber mein Körper war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit beschäftigt, die Menge an Emotionen (Hass, Wut, Trauer, Hilflosigkeit – was für eine explosive Mischung!) irgendwie zu verarbeiten. Jetzt kann ich mir auch erklären, warum ich als Kind ständig Blinddarmreizungen auszuhalten hatte. Was für eine Verdauungsleistung mein System da zu bewältigen hatte! Das homöopathische Mittel, das dagegen immer wirkte war Bryonia – die Zaunrübe. Ein Abgrenzungsmittel – heute verstehe ich auch warum dieses Mittel wirkte. Es wäre hilfreich gewesen, wenn ich mich damals gegen die unstimmigen Berührungen hätte abgrenzen können – jedoch hätte mir das notwendige Berührungen nicht zukommen lassen. Die Blockade sicherte mir also schlicht das was der Organismus dringender brauchte. Die Natur ist faszinierend schlau!

Also doch Psychosomatik?

Und schließlich komme ich doch an dem Punkt an, wo ich sagen muss: Ich bin davon überzeugt, dass es Formen von Histamin – Intoleranz gibt, die eine Psychosomatische Komponente besitzten. Meine Organe waren durch jahrelange Überforderung schlicht so geschwächt, dass sie nur noch einen Bruchteil ihrer eigentlichen Belastbarkeit besaßen. Meine Verdauungskraft war geschrumpft – nun kann ich mir erklären wodurch! Bisher hatte ich 4 Sitzungen bei einer Therapeutin, die mit BodyTalk arbeitet – und ich empfehle das wirklich sehr. Mir geht es nach jeder Sitzung merklich besser. Eine Therapie bei einem guten Psychologen könnte auch hilfreich sein – das wird von der Krankenkasse bezahlt. Wenn Du es Dir leisten kannst, dann empfehle ich Dir jedoch einen BodyTalk Therapeuten aufzusuchen.

Was vergiftet meinen Körper?

Jetzt bin ich der Lösung meiner offenen Frage etwas näher gekommen. Ich fragte mich oft, was es denn ist, das meinen Körper vergiftet. Womöglich sind es mehrere Faktoren. In einem Artikel über Vergiftung werde ich noch mehr darüber schreiben, dass diese auch durch giftige Gefühle (Emotionen) ausgelöst werden kann. Für den ein- oder anderen mag das plausibel klingen – für andere jedoch kann das klingen als sei das an den Haaren herbei gezogen. Ich werde weiter berichten. Ich bin davon überzeugt: Diese neue Wahrnehmung ist für mich zu einem wichtigen Faktor geworden, wieder ganz gesund zu werden – und ich halte das für möglich.

Was ist Deine Erfahrung mit emotional unausgeglichenen Menschen?

* die Namen der Beteiligten habe ich verändert und auch die Situationen sind verfremdet.

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Auf Reisen gehen bei Histamin-Intoleranz

Seit ich entdeckt habe was der Auslöser für meine Beschwerden ist, war ich bereits mehrmals auf Reisen. So eine Reise hat Vor- aber auch Nachteile. Zum einen scheint sie den Organismus durchaus zu schwächen – denn jeder Stressor sorgt dafür, dass potenziell mehr Histamin ausgeschüttet wird. Zum anderen stärkt eine Reise auch, weil man die persönlichen Ressourcen aufladen kann. Ich möchte gerne meine Reise-Erfahrungen hier teilen.

Im Grünen laden die Batterien von alleine auf

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Kurze Ausflüge ohne Übernachtung

Wer nicht über Nacht wegbleibt hat einen sehr großen Vorteil: Eine Tagesration Essen kann man gut vorbereiten und mitnehmen. Du weißt sicher, dass es unterwegs schwierig sein kann, verträgliches Essen zu finden. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt eine Ration verträgliches Essen einfach mit. Ich esse zu dieser Gelegenheit gerne sehr einfache Mahlzeiten. Ein Butterbrot zusammen mit einem Apfel schmecken köstlich – die Butter kann auch durch Kokosöl ersetzt werden – dann ist das Vesper vegan. Wer kein Brot verträgt nimmt Reiswaffeln mit, wer Obst verträgt anderes verträgliches Obst oder auch Gemüserohkost. Aber auch eine Portion Reis mit gedünstetem Gemüse schmecken unterwegs lecker.

In der Handtasche immer mit dabei

Was auf keinen Fall fehlen darf kommt in die Handtasche. Bei mir gehört Pfefferminzöl dazu. Falls Übelkeit auftritt oder gar Kopfschmerz trage ich das unter die Nase, an den Schläfen und im Nacken auf. Wenn ich das frische Öl rieche verfliegt oft beides innerhalb von Minuten. Falls ich mal kein Pfefferminzöl zur Hand habe rieche ich an Zahnpasta – weil darin meistens Pfefferminzöl enthalten ist. Immer griffbereit habe ich auch Vitamin C Lutschtabletten. Am liebsten habe ich die von Dr. Grandel – die gibt es auch zusätzlich mit Zink. Außerdem befindet sich in meiner Handtasche ein kleines Döschen mit Bitterkräutern – die helfen schnell bei Völlegefühl oder auch bei Übelkeit. Ich bin keine Freundin von Daosin – wer es gerne verwendet dem empfehle ich, es auch in die Handtasche zu packen.

Was kommt in den Koffer?

Es ist günstig, Nahrungsmittel einzupacken, die Du an Deinem Reiseziel eher nicht kaufen kannst. Dazu zählen Reiswaffeln, Quinoa, gutes Salz oder auch sonst verträgliche Nahrungsmittel, die Du kennst und gut verträgst. Falls die Verdauung aus dem Ruder läuft bei der Reise darf auf keinen Fall Flohsamenschalen fehlen – das macht Durchfall oder Verstopfung weniger unangenehm. Falls es ganz schlimm wird und ein Kopfschmerzanfall ansteht oder ich beim Essen in der Fremde etwas erwischt habe, das ich nicht vertrage und mein Körper anfängt darauf zu reagieren packe ich in meinen Koffer einen Irrigator. Zur Not möchte ich im Urlaub einen Einlauf machen können. So dauert der Schmerz dann nicht drei Tage – sondern ist nach einem Tag vorbei. Schließlich will ich die Zeit ja genießen.

Reis mit Gemüse lässt sich leicht mitnehmen

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Vorbereitung von zu Hause aus

Einiges kannst Du schon von zu Hause aus regeln. Die Plätze, an die ich gereist bin kannte ich gut – auch die Küche und sogar den Koch bzw. die Köchin. Ich war mir jeweils sicher, dass so gekocht wird wie ich es vertrage – sonst wäre ich gar nicht dorthin gereist. Du kannst also entweder Dein Reiseziel so aussuchen, dass Du Dir ein Hotel aussuchst, das sich auf Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen einstellt. Oder Du rufst einfach im Hotel Deiner Wahl an und fragst nach. Frage ob frisch gekocht wird und ob der Koch es schafft, Gerichte ohne Geschmacksverstärker zuzubereiten. Vielen hilft auch, wenn Du der Küche den Link der SGIHI mit den Küchentipps weitergeben kannst.

Gut gerüstet für den Flug

Die letzten 2 Jahre verreiste ich jeweils mit dem Auto und muß nachträglich feststellen, dass ich das besser vertrage als einen Flug. Ich habe weder bei der Hin- noch bei der Rückreise mit den Auto wahrgenommen, dass mein Körper sensibler reagiert. Nachdem ich dieses Jahr einen etwas mehr als einstündigen Flug von Stuttgart nach Rom (und drei Stunden Autofahrt mit dem Mietwagen) gemacht habe kann ich beides vergleichen. Sowohl nach der Hin- als auch nach der Rückreise erlitt ich einen Schmerzanfall. Das Ausmaß war erträglich – aber es wäre aus meiner Sicht vermeidbar gewesen. Ich führe das darauf zurück, dass ich mich ganz „normal“ ernährte – so wie ich es die letzten Wochen und Monate zu Hause auch gemacht hatte – also nicht streng histaminarm. Ich mußte nicht mehr akribisch verschiedene Auslöser meiden und habe das auch nicht nach der Reise getan. Offenbar stellt der Flug für den Körper eine enorme Anstrengung dar. Ich habe es noch nicht selber ausprobiert. Aber ich würde Dir empfehlen – so Du einen Flug planst – sämtliche Vorbeugemaßnahmen anzuwenden und alle Dir bekannten Auslöser  am Tag des Fluges und auch die zwei Tage danach zu meiden.

Wer stressfrei verreisen kann, dem empfehle ich die Reise sehr. Was sind Deine Erfahrungen bei Reisen?

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Histamin-Intoleranz und Symptome nach dem Sex?

Jetzt wage ich mich an einen Artikel, um den ich lange herumgeschlichen habe. Jeder interessiert sich zwar für Sex – aber nur solange bis es um die eigene Sexualität geht – dann ist es plötzlich ein Tabu. Und das ist auch ganz verständlich – geht es doch dabei um unsere verletzlichste Seite. Die Werbung verwendet – oft schamlos – die Tatsache, dass der Mensch sich dem Instinkt kaum entziehen kann, auf sexuelle Reize zu reagieren.

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe...

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe…

Im Internet entdeckte ich einmal eine Fotographie von einem Schaufenster. Es klebte ein Schild dran, auf dem in sehr großen Buchstaben „SEX“ zu lesen war. Etwas kleiner darunter stand dann: „Now, that I have your attention: No bicycle in front of the window.“ (Sex – jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe: Keine Fahrräder vor dem Schaufenster). Und dieses Plakat existiert in allen möglichen Variationen. Sobald es um sexuelle Reize geht ist die Aufmerksamkeit des Lesers gewiss.

Interesse ist sehr groß

Als ich meinen Artikel über Slox-Sex in der Histaminintoleranz-Gruppe bei facebook veröffentlichte rechnete ich nicht mit diesem „Ansturm“. Als erstes wurde ich gefragt, worin denn der Zusammenhang zwischen Sex und Histamin-Intoleranz läge. Ich hatte darüber nicht geschrieben, was ich jetzt mit diesem Artikel nachholen möchte. In den Kommentaren erwähnte ich dann, dass ich von konventionellem Sex seit längerem Symptome hatte – von Slow Sex jedoch nicht und dass ich aus diesem Grund wagte, ihn in der Gruppe zu veröffentlichen. Mit der großen Resonanz hatte ich nicht gerechnet – weil es immer ein großes Tabu ist, über die eigene Sexualität zu sprechen.

Symptome nach dem Sex

Einige steuerten tatsächlich ihre eigenen Erfahrungen bei. Offenbar geht es anderen Betroffenen so wie mir. Die Kommentare lauteten von „kann danach nicht mehr schlafen“, „an diesen komischen Symptomen habe ich als erstes festgestellt, dass etwas nicht stimmt“, „mir ist danach immer übel und ich bin platt“, „ich bin danach auch immer total platt und habe Augenränder – dachte, dass das normal sei“, „ich bekomme immer das Gefühl von Ohnmacht und habe Angst einen Hirnschlag zu bekommen. Jetzt weiß ich ja woher“, „ich reagiere beim/nach dem Sex wenn mein Partner für mich unverträgliche Lebensmittel zu sich genommen hat (Bier, Alkohol, Getreide ist ganz schlimm)“, „ich kann auch nachts danach nicht schlafen und muss den Sex deswegen auf andere Tageszeiten verlegen“.

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

Wieder andere wehrten sich vehement und meinten sie möchten ihre Sexualität gerne so weiter leben wie sie es gewohnt seien. Ich bin ja keine Missionarin – kann jeder halten wie er will. Ich teile einfach nur meine Erfahrungen. Vielleicht profitiert ja jemand davon? Es muss sich ja keiner ändern nur weil ich einen Artikel schreibe… die Reaktionen haben mich echt gewundert.

Was könnte die Erklärung dafür sein?

Zwei Erklärungen gibt es für die Symptome nach dem Sex. Die erste bezieht sich – wie so oft – auf Streß. Einer der Auslöser für die Ausschüttung von körpereigenem Histamin ist Streß. Und dazu zählt nicht nur Dis-Streß (unangenehmer Stress), sondern auch Eu-Streß (angenehmer Streß). Wenn das Blut in Wallung kommt und das Liebesspiel leidenschaftlich wird, geben die Mastzellen Histamin frei. Ab einer bestimmten Schwelle kann der Körper das vorhandene Histamin nicht mehr angemessen abbauen und es kommt zu den bekannten Symptomen.
Die zweite Erklärung stammt von Diana Richardson. Sie schreibt in ihren Büchern, dass durch das Praktizieren von konventionellem Sex Energie verloren ginge (beim Orgasmus). Sie schreibt, dass dies beim Slow-Sex nicht der Fall sei. Meine eigene Erfahrung stützt diese Theorie. Lebe ich konventionellen Sex fühle ich mich traurig, habe Rückenschmerzen, Nierenschmerzen und leide stundenlang unter Übelkeit. Lebe ich Slow-Sex fühle ich mich wohl, energetisiert, verbunden mit meinem Partner. Welche der Theorien stimmt, kann ich nicht sagen – aber ich kann sagen, dass ich mich damit sehr, sehr wohl fühle Slow-Sex zu leben und dass ich dann nach dem Sex wirklich symptomfrei bin.

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Entspannung leicht gemacht…

Manche können genau zuordnen was die Verdauung geschwächt hat. Bei den einen sind das tatsächlich Vergiftungen durch beispielsweise Amalgam oder auch Wohnraumgifte. Bei anderen liegt womöglich eine psychische Traumatisierung vor. Noch andere erfahren diese Einschränkungen nachdem eine medizinische Therapie mit Antibiotika oder Cortison durchgeführt wurde. Und dann gibt es auch noch jene, bei denen auch die Symptome der HI psychosomatisch zu sein scheinen. Bei wieder anderen bleibt die Ursache im Verborgenen.

Auch der Anblick von schönen Bildern kann sehr entspannen (Goa, Indien)

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Entspannung als Schlüssel zur Verdauung

Wer sich mit der Verdauung und dem Nervensystem eine zeitlang beschäftigt, dem wird klar, wie beides zusammen hängt. Unser periphäres Nervensystem besteht aus zwei Anteilen – dem sympatischen und dem parasympatischen Anteil. Der erste wird immer dann aktiv, wenn der Mensch aktiv werden will, der zweitere ist dann aktiv wenn der Mensch sich entspannt. Gesund ist ein Mensch genau dann, wenn sich die Aktivität des sympathischen und des parasympathischen immer wieder abwechselt – Aktivität und Entspannung im Wechsel sind Vorraussetzung für einen gesunden Körper.
In der Entspannungsphase findet die eigentliche Verdauungsarbeit statt. Es gibt einen Hauptnerv, der dies vermittelt – den Vagusnerv. Herz, Lunge, Pankreas, Dünndarm, Dickdarm  und Leber werden unter anderem von ihm gesteuert. Wenn wir schlafen oder uns entspannen ist der Vagus-Nerv aktiv.

Die Atmung hat Schalterfunktion

Die Schwierigkeit beim unwillkürlichen Nervensystem liegt darin, dass es mit dem Willen nicht steuerbar ist. Oder haben Sie schonmal beschlossen, dass Ihr Pankreas jetzt mehr Enzyme ausschütten soll? Zum Glück macht der Körper das ja ganz automatisch – oder nicht? Wenn nicht, dann wäre es praktisch, das ankurbeln zu können. Und genau das ist möglich – auch wenn es nicht so scheint. Immer dann wenn der Körper in die Entspannung geht, kann die Verdauung besser funktionieren. Wenn es nun möglich wäre, willentlich den Körper in die Entspannungs-Reaktion zu bringen, das wäre doch die Lösung? Und genau das ist möglich – und zwar über die Atmung.

Auf die Geschwindigkeit der Atmung kommt es an

Füße hoch und entspannen...

Füße hoch und entspannen…

Schnelle Atmung ist ein Kennzeichen, dass sich das Nervensystem in der sympatischen Aktivität befinden und langsame Atmung ist ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem sich in der parasympatischen Aktivität befindet. Um dazwischen umzuschalten reicht es aus, die Geschwindigkeit der Atmung zu regulieren. Du kannst dazu einfach die Atmung beobachten und nach dem Einatmen kurz innehalten und darauf warten, bis die Luft wieder ganz von alleine beginnt auszuströmen. Auch nach dem Ausatmen hältst du kurz inne und wartest darauf bis die Luft wieder ganz von alleine beginnt, einzuströmen. Schon alleine dieses kleine Innehalten wird dazu führen, dass Du ruhiger wirst, dass Du langsamer atmest. Wenn Du das für einige Atemzüge durchführst merkst Du, wie Dein Körper immer ruhiger wird. Vielleicht ist es Dir möglich, in dieser Ruhe in wenig Kraft zu tanken? Noch einfacher ist es, wenn Du diese Aufmerksamkeitslenkung nicht selber durchführen brauchst, sondern eine Stimme Dich anleitet. Diese Stimme kann entweder aus der Konserve kommen – Angebote gibt es online oder auch auf CD. Du kannst jedoch auch jemanden aufsuchen, der sich auf die Anleitung von Entspannungen spezialisiert hat. Es gibt Entspannungspädagogen – oder wer gleichzeitig an einer Veränderungsarbeit interessiert ist dem empfehle ich, einen Therapeuten aufzusuchen, der in Hypnosetherapie ausgebildet ist.

Komm mit mir auf eine Reise

Du kannst auch die beiden Trancen nützen, die ich in meinen Veränderungspodcast gestellt habe. Hier gibt es Unterstützung für die Seelische Verdauung und hier eine Reise zum Kraft tanken.

Das Wissen in den Alltag integrieren

Aus diesem Zusammenhang wie die Aktivität des Nervensystems und die Verdauung zusammenarbeiten leiten sich auch Verhaltensregeln für den Alltag ab, die sich vor allem aufs Essen beziehen. Zum Beispiel ist es höchst ungünstig, beim Essen Probleme zu besprechen – dabei kann der Körper einfach nicht richtig entspannen – und auch nicht richtig verdauen. Besprich also beim Essen nur angenehme Dinge mit Deinen Tischnachbarn. Diese Regel kennt auch das Ayurveda (Sanskrit: Wissen vom Leben). Außerdem ist es gut, langsam zu essen. Nicht zufällig bezeichnet der US-amerikanische Essenspsychologe Marc David das „langsame Essen“ als einen Stoffwechselverstärker. Er berichtet sogar davon, dass seine Klienten plötzlich kein Fast-Food mehr zu sich nehmen können wenn sie beginnen, langsam zu essen und die Nahrung zu genießen.

Und die Histamin-Intoleranz?

Die Entspannung ist sicherlich nur ein kleiner Teil dessen warum es mir im Yoga der Stille gesundheitlich immer gleich viel besser geht. Hier möchte ich jedoch nur auf die Entspannung eingehen. Meine Erfahrung ist, dass mir Entspannung hilft, die Verdauungskraft anzufeuern. Ich habe dann merklich weniger Symptome. Außerdem ist Streß bekannt als einer der vielen Auslöser der HI. Streßreduktion ist also eine Möglichkeit der Symptomreduktion. Was ist Deine Erfahrung?

In diesem Sinne wünsche ich eine gute Entspannung!

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