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Histamin-Intoleranz und Symptome nach dem Sex?

8 Kommentare

Jetzt wage ich mich an einen Artikel, um den ich lange herumgeschlichen habe. Jeder interessiert sich zwar für Sex – aber nur solange bis es um die eigene Sexualität geht – dann ist es plötzlich ein Tabu. Und das ist auch ganz verständlich – geht es doch dabei um unsere verletzlichste Seite. Die Werbung verwendet – oft schamlos – die Tatsache, dass der Mensch sich dem Instinkt kaum entziehen kann, auf sexuelle Reize zu reagieren.

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe...

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe…

Im Internet entdeckte ich einmal eine Fotographie von einem Schaufenster. Es klebte ein Schild dran, auf dem in sehr großen Buchstaben „SEX“ zu lesen war. Etwas kleiner darunter stand dann: „Now, that I have your attention: No bicycle in front of the window.“ (Sex – jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe: Keine Fahrräder vor dem Schaufenster). Und dieses Plakat existiert in allen möglichen Variationen. Sobald es um sexuelle Reize geht ist die Aufmerksamkeit des Lesers gewiss.

Interesse ist sehr groß

Als ich meinen Artikel über Slox-Sex in der Histaminintoleranz-Gruppe bei facebook veröffentlichte rechnete ich nicht mit diesem „Ansturm“. Als erstes wurde ich gefragt, worin denn der Zusammenhang zwischen Sex und Histamin-Intoleranz läge. Ich hatte darüber nicht geschrieben, was ich jetzt mit diesem Artikel nachholen möchte. In den Kommentaren erwähnte ich dann, dass ich von konventionellem Sex seit längerem Symptome hatte – von Slow Sex jedoch nicht und dass ich aus diesem Grund wagte, ihn in der Gruppe zu veröffentlichen. Mit der großen Resonanz hatte ich nicht gerechnet – weil es immer ein großes Tabu ist, über die eigene Sexualität zu sprechen.

Symptome nach dem Sex

Einige steuerten tatsächlich ihre eigenen Erfahrungen bei. Offenbar geht es anderen Betroffenen so wie mir. Die Kommentare lauteten von „kann danach nicht mehr schlafen“, „an diesen komischen Symptomen habe ich als erstes festgestellt, dass etwas nicht stimmt“, „mir ist danach immer übel und ich bin platt“, „ich bin danach auch immer total platt und habe Augenränder – dachte, dass das normal sei“, „ich bekomme immer das Gefühl von Ohnmacht und habe Angst einen Hirnschlag zu bekommen. Jetzt weiß ich ja woher“, „ich reagiere beim/nach dem Sex wenn mein Partner für mich unverträgliche Lebensmittel zu sich genommen hat (Bier, Alkohol, Getreide ist ganz schlimm)“, „ich kann auch nachts danach nicht schlafen und muss den Sex deswegen auf andere Tageszeiten verlegen“.

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

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Wieder andere wehrten sich vehement und meinten sie möchten ihre Sexualität gerne so weiter leben wie sie es gewohnt seien. Ich bin ja keine Missionarin – kann jeder halten wie er will. Ich teile einfach nur meine Erfahrungen. Vielleicht profitiert ja jemand davon? Es muss sich ja keiner ändern nur weil ich einen Artikel schreibe… die Reaktionen haben mich echt gewundert.

Was könnte die Erklärung dafür sein?

Zwei Erklärungen gibt es für die Symptome nach dem Sex. Die erste bezieht sich – wie so oft – auf Streß. Einer der Auslöser für die Ausschüttung von körpereigenem Histamin ist Streß. Und dazu zählt nicht nur Dis-Streß (unangenehmer Stress), sondern auch Eu-Streß (angenehmer Streß). Wenn das Blut in Wallung kommt und das Liebesspiel leidenschaftlich wird, geben die Mastzellen Histamin frei. Ab einer bestimmten Schwelle kann der Körper das vorhandene Histamin nicht mehr angemessen abbauen und es kommt zu den bekannten Symptomen.
Die zweite Erklärung stammt von Diana Richardson. Sie schreibt in ihren Büchern, dass durch das Praktizieren von konventionellem Sex Energie verloren ginge (beim Orgasmus). Sie schreibt, dass dies beim Slow-Sex nicht der Fall sei. Meine eigene Erfahrung stützt diese Theorie. Lebe ich konventionellen Sex fühle ich mich traurig, habe Rückenschmerzen, Nierenschmerzen und leide stundenlang unter Übelkeit. Lebe ich Slow-Sex fühle ich mich wohl, energetisiert, verbunden mit meinem Partner. Welche der Theorien stimmt, kann ich nicht sagen – aber ich kann sagen, dass ich mich damit sehr, sehr wohl fühle Slow-Sex zu leben und dass ich dann nach dem Sex wirklich symptomfrei bin.

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Bilder: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

8 Kommentare zu “Histamin-Intoleranz und Symptome nach dem Sex?

  1. bei mir ist das ganz ähnlich……! danke für diesen artikel

  2. Ich habe eine starke Histaminintoleranz, hatte aber bisher nie Probleme nach dem Sex, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, dass es überhaupt Probleme geben könnte. Ich hoffe, dass ich durch diesen sehr subjektiven Artikel jetzt nicht nachhaltig verunsichert werde und weiterhin Spaß am Sex behalten kann ohne plötzlich Gespenster zu sehen. Es reicht schon, dass mein restliches Leben völlig von dieser Krankheit dominiert wird.

  3. Pingback: Fact #14: Histamin und Sex - Leben mit Ohne

  4. bitte, ich oute mich gerad, was ist SLOW SEX?? 🙂

    Was mir aufgefallen ist , befriedige ich mich selbst, erlebe ich oben beschrieben symtpome, ich bin völlig kaputt , auch noch stunden später wie unter drogen und ich kann nicht schlafen .
    Erlebe ich Sex mit meinem Freund, bin sehr erregt , komme aber nicht , ist alles in Ordnung und ich schlafe danach sogar gu

    • Danke Lisa für den Kommentar.
      Slow-Sex ist eine andere Art des Liebemachens, es unterscheidet sich vom konventionellen Sex. Ich empfehle, eines der Bücher von Diana Richardson zu lesen. In einigen wenigen Sätzen ist das nicht erklärbar. Ich habe eine eigene Theorie, warum manche mit Symptomen reagieren und andere nicht und bin gerade dabei, ein Buch darüber zu schreiben. Es geht darin aber nicht nur um Sex, sondern um Beziehung an sich. Ich finde Deine Erfahrungen sehr interessant. Danke fürs Teilen und viele Grüße

  5. Liebe Shivani Allgaier,

    danke für deinen hilfreichen Artikel, ich fühle schon seit langer Zeit, dass der Sex mit meinem Partner mich total stresst, noch bevor bei mir die Diagnose HIT gestellt wurde. Mein Körper reagiert heftig, sadass ich mich entschlossen habe, nicht mehr mit meinem Partner zu schlafen. Mein Partner versteht mich nicht und verachtet mich seither als Frau und Mutter, und er konsumierte eine lange Zeit exzessiv Pornographie und begab sich auf die Suche nach Frauen, die Gratissex im Internet anboten, was wiederum unsere Partnerschaft total zerstörte. Jetzt muss ich erst mal versuchen, mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren.

    Danke für die Beiträge und liebe Grüße
    Maria

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