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Histamin-Intoleranz durch Integration des Schattens?

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Dies ist die erste Buchrezension, die ich hier im Histamin-Blog verfasse. Es ist kein Buch über Histamin-Intoleranz, dazu habe ich mir bisher kein Urteil erlaubt – obwohl ich einige davon kenne. Es ist ein Buch über Psychotherapie. Aber nicht über Psychotherapie im Allgemeinen, sondern um eine Form von innerer Veränderungsarbeit, die ich in einem ganz anderen Kontext kennen gelernt habe: Schatten-Arbeit oder Schatten-Heilung. Dieses Thema war ein großer Anteil meiner Astrologie-Ausbildung, die ich vor Jahren bei Johann Hilble absolviert habe.

Das Konzept des Schattens stammt von C.G. Jung

Das Konzept des Schattens stammt von C.G. Jung

Die Autorin kenne ich persönlich

Ulrike Dahm habe ich vor zwei Jahren bei einer Fortbildung in Heidelberg kennen gelernt. Damals erzählte sie, dass sie vor habe, ein Buch über Schatten zu schreiben. Nun halte ich es in der Hand. Die Entscheidung, es mir zu bestellen fiel mir leicht. Ich weiß nicht mehr was mich dazu veranlasst hat, bei Amazon das Buch anzusehen. Beim Blick ins Buch traute ich meinen Augen nicht – Ulrike schrieb ihre eigene Leidensgeschichte, jedoch hatte ich den Eindruck, als schrieb sie über mich! Durch Schmerzen war sie dazu gezwungen, Termine abzusagen und war in ihrer Praxis finanziell nicht mehr so erfolgreich wie sie es vorher von sich gekannt hatte. Sie musste feststellen, dass sie gerade zu der Zeit, da sie es am meisten gebraucht hätte, keine Selbstliebe mehr aufbringen konnte. In Zeiten des Schmerzes begann sie sich zu hassen und von Selbstliebe sei keine Spur mehr gewesen.

Heftige Machtkämpfe in ihrem Inneren

Sie zweifelte ob ihre Schmerzen wohl jemals wieder verschwinden würden und verurteilte sich sehr dafür, dass sie im Alltag nicht mehr funktionierte. Sie war wütend, weil ihr Körper ihr nicht mehr gehorchte. Sie schämte sich dafür, dass sie feste Termine absagen musste. Die schwächsten Schatten-Anteile drängten sich unter großem Widerstand ans Licht und die bisherigen Abwehrstrategien zeigten keine Wirkung mehr. Ulrike hatte gelernt effektiv zu arbeiten – und das tat sie auch, um ihre Schmerzen los zu werden – nur erfolglos. Oh – wie kam mir das alles bekannt vor. Wie sehr kannte ich die Schmerzen, wie sehr kannte ich es, mich selber dafür fertig zu machen, wie sehr kannte ich die Scham darüber nicht mehr zu funktionieren, wie sehr kannte ich die Verzweiflung darüber, dass es mir nicht gut ging…

Was ist denn nun ein Schatten?

Skorpione lieben die Dunkelheit

Skorpione lieben die Dunkelheit

Der Begriff des Schattens geht zurück auf C.G. Jung. Der Psychologe bezeichnete damit in seiner Persönlichkeits-Theorie die Teile des psychischen Erlebens, die ein „Schattendasein“ fristen müssen, da der betreffende Mensch nicht dazu stehen kann. In der Astrologie wird er dem Tierkreiszeichen Skorpion, dem Planeten Pluto oder auch dem 8. Haus zugeordnet. Skorpione halten sich am liebsten im Dunkeln auf. Bei der Astrologie handelt es sich um eine Analogie-Lehre, man verwendet zur Deutung Symbole die einem bestimmten Prinzip entsprechen. Bisher habe ich auch alle Skorpione, die ich gefunden habe in der Nacht entdeckt.

Und wie geht Schatten-Heilung?

Die Integration des Schattens ist etwas verzwickt – denn er zeichnet sich ja dadurch aus, dass er ein ungern gesehener Geselle ist. Zumal das was als Schatten gilt auch von unserer Gesellschaft nicht gerade gern gesehen ist. In meinem Fall reichte es, das Buch zu lesen und mir darüber klar zu werden, dass ich mich die letzten Jahre wohl sehr angestrengt habe, damit ein bestimmter Schatten-Anteil auf keinen Fall ans Licht kommen kann: Der Versager in mir! Das wollte ich weder sein – noch wollte ich als Versagerin wahrgenommen werden.

Wie war jetzt noch das Buch?

Ach, jetzt habe ich vor lauter Erzählen ganz das Buch vergessen. Der Titel lautet „Schatten-Heilung. Die dunkle Seele befreien“ Es ist im Schirner-Verlag erschienen und hat ein handliches Format erhalten. Entgegen den anderen Büchern über den Schatten, die ich aus meiner Astrologie-Ausbildung kenne ist das Buch von Ulrike in hellen Farben gestaltet. Ich hätte ein dunkel gestaltetes Cover erwartet. Das Buch ist trotz seiner 240 Seiten recht dünn geworden. In der Einleitung schreibt Ulrike von ihrer eigenen Geschichte. Sie führt dann aus wie der Schatten sich zeigt, welches die menschlichen Abwehrmechanismen sind mit denen man den Schatten in Schach halten kann, schreibt über die Auswirkungen des Schattens und schließlich über die Früchte der Schatten-Heilung. Außerdem gibt es etliche „Reiserouten nach innen“ – sie spickt die Zeilen immer wieder mit Fallbeispielen, die helfen den Schatten zusätzlich transparent zu machen. Zudem ist es ein Arbeitsbuch, viele Kapitel enthalten eine Hilfestellung, womit der Leser seinen eigenen Schattenanteilen auf die Spur kommen kann.

Schatten-Heilung ist ganz einfach – und dennoch schwer

Ich habe keine Ahnung, ob der Versager der einzige Schatten bleibt, den ich entdecken durfte. Vielleicht handelt es sich dabei ja auch um einen sogenannten „Vorzeigeschatten“ wie die Psychoanalytikerin Verena Kast es nennt. Schließlich zeigt keiner gerne seine Schatten. Sie sagt, es sei praktisch, sich einen solchen Vorzeigeschatten zuzulegen, der zwar schon etwas dunkel sei – jedoch immer noch vorzeigbar. Heilsam ist ein Vorzeigeschatten nicht – aber praktisch. Vielleicht zeigen sich ja noch einige der dunklen Gesellen aus meinem Unterbewusstsein? Ich fühle mich jetzt gerüstet – geht es doch einfach nur darum, mit dem dunklen Schatten in Kontakt zu kommen. Es ist ähnlich wie bei einem ungeliebten Gesellen, den man vor die Tür sperrt. Dieser versucht mit aller Kraft hereinzukommen und ich drücke mit meiner ganzen Kraft dagegen – solange bis die Kraft weniger wird – die Tür geht auf und ich kommt mit dem ungeliebten Gesellen in Kontakt. Erstmal eher ungern – aber der Kontakt wird stattfinden. Erst wenn der Kerl nicht mehr hinter der Tür verschanzt wird – das Kostet Energie – werde ich meine ursprüngliche Kraft wieder zur Verfügung haben. Es geht hier also nicht darum, dass jemand sagt: „Ich habe einen Versager in mir entdeckt.“ Sondern es geht darum, wieder mehr Energie und auch Lebensfreude zur Verfügung zu haben.  Bei mir zeigt es Wirkung – also doch nicht nur ein Vorzeigeschatten…? Weil Energie und Lebensfreude kann jemand, der unter Histamin-Intoleranz leidet sehr gut gebrauchten – nicht wahr? Ich kann Dir sagen: es lohnt sich!

Welche Schatten-Anteile hast Du bei Dir entdeckt?

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 Bilder: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

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