Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Kohlenhydratarmes Brot selber backen

Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwo bin ich über Informationen zur kohlenhydratarmen Ernährung gestoßen. Das Buch von Peter Mersch hat mir gezeigt, dass man als Betroffener von Migräne ganz gut mit einer ketogenen Ernährung symptomfrei leben kann. Da zu meinen Symptomen der HI auch Migräneanfälle zählen und ich gerade ziemlich vieles vertrage habe ich mich für ein Experiment entschieden. Seit 2 Wochen lebe ich ketogen. Das was mir am meisten hilft, dabei zu bleiben sind kohlenhydratarme Brote. Zwei verschiedene habe ich bisher ausprobiert. Das eine ist mein Flohsamenbrot, bei dem ich die Getreideflocken einfach durch gemahlene Nüsse ersetzt habe. Das geht richtig gut und schmeckt auch lecker. Das andere ist ein Rezept im Blog von Blogblume und ich habe es etwas abgewandelt. Hier beschreibe ich wie ich dabei vorgegangen bin:

So sieht das Brot fertig aus

So sieht das Brot fertig aus

Die Zutatenliste

  • extrahiertes Gluten aus 1 kg Weizenmehl
  • 4 EL gemahlenen braunen Leinsamen
  • 2 EL Flohsamen
  • 2 EL Chiasamen
  • 2 EL gemahlenen Sesam
  • Brotgewürz (Koriander, Kümmel, Anis, Fenchel)
  • 1 EL Salz
  • 1 Würfel Hefe
  • ein wenig Wasser
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • Wasser um den Teig zu bestreichen

 

Das ausgewaschene Gluten

Das ausgewaschene Gluten

Zunächst wird Mehl ausgewaschen

Der erste Schritt besteht darin, mit dem Mehl und Wasser einen Teig zuzubereiten. Wenn Du alles richtig gemacht hast (Wasser nur portionsweise zuschütten und immer wieder gut durchkneten), dann hast Du am Ende einen schönen runden Teigklumpen. Diesen gibst Du in eine Schüssel, bedeckst sie mit warmem Wasser und läßt dies eine halbe Stunde ziehen. Das Wasser dürfte danach nicht mehr klar, sondern ganz weiß von der Stärke sein. Du knetest nun den Teigklumpen – am besten unter fließendem Wasser – solange bis das Wasser klar bleibt. Ich habe zum Abgießen des Wassers die Hand an den Schüsselrand gehalten, damit nicht kleine Teigklümpchen verloren gehen. Aus 1 kg Weizenmehl habe ich 370 g Gluten erhalten. Als Vegetarier könnte man das Gluten auch locker anders weiter verarbeiten. In Scheiben geschnitten, in Wasser gekocht und dann gebraten essen viele dies als „Schnitzelersatz“. Ausprobiert habe ich es selber bisher noch nicht. Mit Dinkelmehl klappt das Extrahieren des Kleber-Eiweißes genauso gut. Bei meinem ersten Versuch war die Masse nur recht lange „bröckeliger“ als beim Weizenmehl. Aber die weitere Verarbeitung ging genauso gut. Ich habe aus 1 kg Dinkelmehl 500 g Eiweiß übrig gehabt nach dem Waschen. Die Kugel sah nicht kleiner aus als beim Weizenmehl. Ob das Eiweiß des Dinkels wohl schwerer wiegt?

Alle Zutaten ins Gluten hineingeknetet.

Alle Zutaten ins Gluten hineingeknetet.

Brotteig backfertig kneten

In das trockene Gluten werden jetzt die Ölsaaten hineingeknetet: Leinsamen, Flohsamen, Chiasamen, Sesam, die Hälfte der Mandeln, Salz und Brotgewürze gut in das Klebereiweiß hineinarbeiten. Währenddessen die in ganz wenig Wasser aufgelöste Hefe stehen lassen. Sobald Du wieder eine schöne Teigkugel formen kannst mache in die Mitte eine Kuhle und schütte die aufgelöste Hefe hinein und arbeitet die Hefe durch Kneten wieder in die gesamte Teigkugel hinein. Vermutlich ist der Teig jetzt etwas klebrig und zum wieder trocken bekommen knetest Du jetzt die andere Hälfte der gemahlenen Mandeln hinein. Der Teig ist jetzt fertig und muss gehen.

Vorbereitung fürs Rohr

Stelle die Schüssel am besten mit einer Folie abgedeckt an einen warmen Ort. Falls ich zu einer Zeit backe, da ich keine Heizung anhabe schalte ich den Backofen auf 50 °C an und stelle den zugedeckten Teig für eine halbe Stunde ins Rohr. Er darf auf keinen Fall heißer werden – die Hefe verliert sonst ihre Treibkraft. Nach dieser Zeit gibst Du den Teig in eine Kastenform. Ich selber besitze keine und benutze stattdessen eine Jena-Glasform – das geht wunderbar. Lasse den Teig dann noch eine weitere halbe Stunde zugedeckt gehen. Jetzt wird der Laib mit einem Backpinsel mit Wasser bestrichen und schon geht es ab in den Backofen. Für 15 Minuten wird es bei 200 °C gebrutzelt und anschließend bei 180 °C für 45 Minuten weiter gebacken.

Am liebsten mag ich es mit Hanf-Aufstrich.

Am liebsten mag ich es mit Hanf-Aufstrich.

Jetzt kannst Du das Brot genießen!

Solange es noch heiß ist wird erneut Wasser draufgepinselt – dann glänzt es schön. Bei meinem Brot war das eher unwichtig – denn ich habe es umgedreht serviert, weil es aus der Glasform so besser aussieht. Mhmmm, das Brot schmeckt lecker. Es sieht aus wie Brot und schmeckt auch so. Es eignet sich nicht nur für Ketarier oder Lowcarb-Vertreter – sondern wirklich für die ganze Familie Wenn jemand Kohlenhydrate vermeiden möchte ist dieses Brot wirklich der Renner!

histaminarm: Für diejenigen, die sich histaminarm ernähren ist dieses Brot aufgrund der Leinsamen und der Hefe nicht geeignet. Falls Du Hefe verträgst ist es ganz bestimmt möglich, die Leinsamen durch Ciasaat oder Flohsamen ganz zu ersetzen. Dann braucht es auch keinen Sesam, um den Geschmack des Leinsamens auszugleichen.

Über meine Erfahrungen mit der ketogenen bzw. lowcarb Ernährung werde ich in Kürze schreiben. Hast Du auch schon Erfahrung mit kohlenhydratarmer Ernährung?

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Ein Laib Brot, der Ihr Leben verändern könnte?

Dumpingsyndrom – Ursache für Symptome auch bei HI? 

Histamin-Intoleranz – was sagt die Ayurvedische Medizin?

Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

Mit Hormonyoga gegen Histamin-Intoleranz?

Artikel bei Amazon:

 

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-a7

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

 Bilder: Shivani Allgaier (cc)

Advertisements

Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s