Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Kohlenhydrate reduzieren bei Histamin-Intoleranz?

6 Kommentare

Wo ich davon erfahren habe kann ich gar nicht mehr sagen. Viel ist es nicht mehr, worauf ich bei der Ernährung verzichten muss. Schon eine Weile beobachte ich jedoch, dass mein Körper sich nicht sehr wohl anfühlt, wenn ich zu viele Kohlenhydrate verzehre. Das kann ein Nougatkringel sein, den ich in der Mittagspause verputze oder auch ein Kartoffelgericht, das  ich am Abend genieße. Ich fühle mich schwer, kraftlos und müde. Mein Körpergeruch verändert sich – ich mag mich nicht riechen und da ist noch diese innere Unruhe.

Wer sollte sich diesen Artikel durchlesen?

Nicht nur für Betroffene einer Histamin-Intoleranz können von den folgenden Zeilen profitieren. Vor Wochen habe ich noch nichts über diese tolle Ernährungsform gewußt – und heute ernähre ich mich bereits seit über sieben Wochen auf diese Weise. Ich habe viel getestet und viele Erfahrungen gesammelt und einige Bücher gelesen. Sie können davon profitieren weiterzulesen wenn Sie folgendes interessiert bzw. Sie folgende Beschwerden haben:

– Abnehmen bzw. Übergewicht / Vermeiden von Jojo-Effekt
– Schmerzerkrankung / Migräne / Fibriomyalgie
– Krebserkrankung
– Diabetes Typ 2 / Insulinresistenz
– Nebenniereninsuffizienz
– Definieren der Muskeln im Rahmen von BodyBuilding

Kochen ohne Kohlenhydrate?

Schokolade ist verboten - außer sie enthält sehr viel Kakao

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Ganz ohne ist es freilich gar nicht möglich. Aber es ist möglich, diese zu reduzieren. Schon öfter hörte ich von Diäten, mit denen man plante, Krebs „auszuhungern“. Die Devise dabei lautete „der Krebs lebt vom Zucker“. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das vonstatten gehen sollte – und vor allem wie eine Diät dabei helfen sollte, eine Krankheit auszuhungern. Jetzt habe ich von der ketogenen Diät gehört. Ich las ein Buch von Peter Mersch, der mithilfe dieser Nahrungsumstellung seine jahrelangen Migräneattacken zum Stillstand bringen konnte. Also mußte ja was dran sein – aber was nur?

Fett als Brennstoff

Daß es sich bei der „hungern Sie den Krebs aus“ – Diät um eben diese ketogene Ernährung handelt habe ich erst erfahren als ich mich ein wenig intensiver damit befaßte. Mit dieser Nahrungsumstellung lassen sich eine ganze Reihe von Erkrankungen lindern oder die Symptome ganz zum Stillstand bringen – aber davon später. Erstmal geht es darum was dabei denn anders sein soll. Der Größte Energie-Abnehmer im Körper ist das Gehirn. Es braucht die meiste Energie – und zwar ständig. Die Versorgung darf nicht wie bei anderen Geweben auch mal unterbrochen werden. Diese Energie kommt – so die verbreitete Meinung – aus den Kohlenhydraten. Diese werden mittels Insulin als Glucose in die Zellen geschleust und dient dort als Brennstoff. Dass der Körper auch in einen anderen Modus schalten kann – das war mir bisher unbekannt.

Wird da ein Schalter umgelegt?

Besteht die Nahrung nicht mehr wie sonst empfohlen aus vielen Kohlenhydraten, ein wenig Fett und Eiweiß, sondern aus sehr wenig Kohlenhydraten und viel Eiweiß und noch mehr Fett, schaltet der Körper seinen Modus der Energiegewinnung um. Der Stoffwechsel verändert seinen Modus. In der Leber entstehen aus Fetten sogenannte Ketone, die über den Blutkreislauf zu den Zellen – und vor allem zum Gehirn gelangen. Die Ketone dienen nun als Brennstoff für die Zellen. Und worin besteht jetzt der Schalter? Indem Sie einfach die Kohlenhydrate reduzieren bzw. weitgehend darauf verzichten. Ähnliches passiert übrigens beim Fasten. Ohne Kohlenhydrate beginnt Ihre Leber mit Ketogenese – sie fängt an, Fett zu verbrennen.

Warum sollte ich von Kohlenhydraten auf Fett umstellen?

Kohlenhydratreduzierte Kost.Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich begann, das erste Buch von Peter Mersch zu lesen. Ich bin nach wie vor begeistert von seiner Didaktik mit der er jedes seiner Bücher aufbaut – es liest sich spannender als ein Roman. Die gesamten Vorteile dieser Stoffwechselumstellung klingen sehr erstrebenswert. Für mich klangen sie so erstrebenswert, dass ich ganz schnell den Wunsch verspürte, dies auch auszutesten und am eigenen Leib auszuprobieren. Und ich muss sagen: Es lohnt sich, es ist ein ganz anderes Körpergefühl. Aber jetzt der Reihe nach. Der Körper braucht ständig Energie – vor allem das Gehirn. Ein Körper, der sich von Kohlenhydraten ernährt meldet bei sinkendem Blutzuckerspiegel sofort Bedarf: Heißhunger entsteht. Wenn der Bedarf sehr dringend ist, beteiligen sich auch die Nebennieren an der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Passiert dies öfters kann das fatale Folgen haben: Cortisol bewirkt Insulinresistenz – die aufgenommenen Lebensmittel können nicht mehr als Nahrung fürs Gehirn ins Blut gelangen. Noch mehr Heißhunger – ein Teufelskreis. Ich kannte das nur zu gut, die innere Unruhe, das „metallische Gefühl des Hungers“ bei gleichzeitiger bleierner Müdigkeit und Erschöpfung. Einmal bin ich nach der Arbeit im Zug fast eingeschlafen nachdem ich einen Schokoriegel vertilgt hatte – ich schaffte es kaum, die Augen offen zu halten.

Der Teufelskreis kann sich erholen

Wird das Gehirn hingegen von Ketonkörpern ernährt entfällt der Streß-Mechanismus. Es wird zur Ernährung des Gehirns kein Cortisol mehr gebraucht – die Nebennieren können sich erholen. Die Insulinresistenz bildet sich zurück. Ruhe kehrt ein – innere Ruhe. Schlafen wird erholsam. Der Körper hat Kraft und Energie. Diese wird aus Fett gewonnen. Steht Nahrung mal nicht zur Verfügung tritt nicht gleich Heißhunger auf – der Körper beginnt einfach Fettpölsterchen zu verbrennen. Dies ist auch der Grund, warum diese Ernährungsform zum Abnehmen geeignet ist. Seit ich mich ketogen ernähre hatte ich nie wieder Ödeme – keine Stunde lang. Ich fühle mich pudelwohl und mache erstmal weiter. Peter Mersch berichtet von einer Frau, die sich 7 Monate ketogen ernährte und danach schrittweise wieder Kohlenhydrate in ihre Ernährung einbauen konnte – ihre Nebennieren hatten sich erholt und gleichzeitig hatte sich ihre Insulinresistenz zurückgebildet. Das ist erstmal auch mein Ziel. Ich möchte 7 Monate durchhalten. Gleichzeitig werde ich einige vegetarische Rezepte entwickeln – ich kann unmöglich so viele Eier und Berge von Tofu essen. Ich habe für mich den Hanf entdeckt. Wunderbares Lebensmittel – aber davon später.

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 Bild: Shivani Allgaier (cc)

 

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

6 Kommentare zu “Kohlenhydrate reduzieren bei Histamin-Intoleranz?

  1. Danke vielen Dank soeben sind mir alle Schuppen von den Augen gefallen. Meine jahrelangen Rückenschmerzen ,bei jeder noch so kleinen Bewegung , sind die Hölle. War schon Überall …. keiner konnte mir helfen. Bin jetzt 66 Jahre alt meine Schmerzen begannen als ich 30 war nach der Geburt meines 2. Kindes. Vor 3 Jahren habe ich mit Metabolic Balance 12 Kilo abgenommen. Das war auch eine kohlenhydratreduzierte Diät. Da habe ich gemerkt , daß es mir richtig gut ging . Man sagte uns nicht wie wir weiter verfahren sollen mit etwas mehr Nahrung. 83 g Eiweis und 125 g Gemüse auf Dauer ist ja wirklich bischen wenig pro Mahlzeit. Das wäre eigentlich auch Bestandteil des Kurses gewesen, sie hat es uns aber aus geschäftlichen Gründen vorenthalten. Sie wollte einen extra Kurs machen der dann warscheinlich nochmal 430 € kosten sollte. Das habe ich aber nicht eingesehen. Dann wird man eben wieder rückfällig. Nun bin neugierig was es so gibt.

    • Liebe Monika,
      es freut mich wenn ich mit meinem Beitrag dazu verhelfen konnte, die Augen zu öffnen.
      Ich empfehle die Literatur von Peter Mersch und die Kochbücher zur Ketogenen Küche, die
      es ja mittlerweile zum Glück gibt.
      Beim Unterstützen der Nahrungsumstellung könnte vielleicht das hier hilfreich sein?
      http://tiny.cc/ugsqrx
      Viel Erfolg und viel Spaß beim Beschäftigen mit der kohlenhydratarmen Ernährung
      Shivani Allgaier

  2. Liebe Shivani,
    ich habe einen sog. „Fettstuhl/zuviel Verdauungsrückstände Fette im Stuhl“, was bei mir darauf schließen läßt, dass ich eine Fettverdauungsstörung habe (Keine Ahnung, wo die Ursache liegt, habe aber gehört, dass das bei HIT noch mehr Betroffene haben). Weißt D zufällig, ob eine Ernährungsumstellung auf „kohlenhydratarm“ trotzdem anzuraten ist???
    LG Linda

    • Liebe Linda,
      ich muss inhaltlich passen – wie das zustandekommt kann ich nicht erklären.
      Ich weiß nur, dass ich vorher auch Fettstühle hatte und dass ich unter der kohlenhydratarmen Ernährung keine mehr habe.
      Viele Grüße
      Shivani

  3. Hallo,
    ich habe auch eine Histamin und Laktoseintoleranz. Mit Kohlenhydraten spielt mein Körper verrückt ohne geht es besser.
    aber wodurch entsteht das? durch das Histamin? bei mir wurde schon einmal ein Glucose test gemacht jedoch entfiel dieser negativ.
    Ödeme habe ich auch – natürlich bei kohlenhydratreicher Ernährung mehr-
    was kann ich machen, ich möchte nicht für immer ketogen leben
    habe bereits 2015 -2016 ketogen gelebt und dann wieder auf Kohlenhydrate umgestellt – hat nicht geklappt.
    wurde immer dicker und dicker – schilddrüsenunterfunktion liegt vor – ist angeblich gut eingestellt.
    danke und liebe grüße

    • Liebe Mary, es tut mir als erstes Leid, dass es Dich auch so beutelt wie viele andere. Ich weiss, wie anstrengend das Leben ist wenn der Körper nicht so richtig in seiner Kraft ist. Die Kohlenhydrat-Unverträglichkeit entsteht aus meiner Sicht dadurch, dass der Körper in einer Notfall-Reaktion ist und dadurch der Vagus-Nerv die Verdauung nicht richtig unterstützen kann. Ich bin gerade dabei, einen neuen Artikel zu schreiben und ich glaube, da sind einige gute Tipps für Dich dabei. Die Lösung liegt zwar im Körper – aber mir hat bisher keine medizinische Therapie geholfen, wieder in meine Kraft zu kommen.
      Liebe Grüße und ich drücke Dir die Daumen, dass es auch bei Dir besser wird
      Shivani

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