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Aminosäuremangel bei Histamin-Intoleranz?

Ein Kommentar

Zum ersten Mal bemerkte ich, dass ich mich durch Aminosäuren besser fühle als ich ein aminosäurehaltiges Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatte. Es lag einer Bestellung als Zugabe bei und ich merkte, dass ich mich dadurch nach dem Sport wohler fühlte. Ich entschied, es über längere Zeit zu testen. Vor allem nach dem Training mit dem bellicon nahm ich das Pulver – es sollte für den Sport viel Energie zur Verfügung stellen. Schließlich braucht der Körper Aminosäuren, um Muskelmasse aufzubauen. Zwar ist es nicht mein Ziel, Muskeln aufzubauen – aber ich fühlte mich mit den Aminosäuren

Beim Sport braucht der Körper viele Aminosäuren.

Beim Sport braucht der Körper viele Aminosäuren.

nach dem Sport einfach wohler – hatte auch den Eindruck, dass mein Körpergewebe fester ist und ich weniger Wassereinlagerungen hatte. Da ich damals noch unter vielfältigen Symptomen litt und ich gar nicht richtig wußte worauf ich meinen Fokus legen soll, verlor ich es langsam wieder aus den Augen und hörte auf damit.

Allergie-Experte empfiehlt auch Substitution

Auch Henning Müller-Burzler schreibt in seinem Buch „Die Methusalem-Ernährung“, dass die Symptome bei Nahrungsmittel-Allergien durchaus von Aminosäuremangel herrühren können. Er empfiehlt in diesem Fall, lieber Nebenwirkungen aus Unverträglichkeit eine zeitlang in Kauf zu nehmen als weiter dem Körper den Mangel zuzumuten – weil dies den größeren Schaden anrichten würde. Seine Erfahrung sei, dass die Unverträglichkeitsreaktionen bei vielen Betroffenen durch die Substitution auch wieder zurück gehen können.

Unterstützung der Immun-Polizei

Jetzt sitze ich hier und es hat mich ziemlich erwischt – ich habe mir ein Virus eingefangen. Mein Arzt hat eine Herpes-Virus-Infektion diagnostiziert. Ich huste und schnäuze Unmengen an Schleim aus dem Körper, bin sehr müde und mein Körper schmerzt an allen möglichen Stellen. Die Therapie? Ein homöopathisches Mittel gegen den Herpes und ein wenig Unterstützung für das Immunsystem: Vitamin C und L-Lysin. Was ich beim googeln nach der Aminosäure an Informationen finde erstaunt mich – davon habe ich bisher nichts gehört.

Was macht diese Substanz im Körper?

L-Lysin gehört zu den essentiellen Aminosäuren – kann also vom Körper nicht selber hergestellt werden. Der Körper braucht dieses Eiweiß, um Binde- und Muskelgewebe (Zellteilung und – wachstum) zu erhalten und aufzubauen. Er stellt daraus auch Carnitin her, das der Körper zum Abnehmen (regt den Fettstoffwechsel an) nützt und ist am Aufbau von Kollagen beteiligt. Außerdem ist es am Knochenwachstum beteiligt, weil es die Einlagerung von Calcium unterstützt und kann somit Osteoporose entgegen wirken. Es ist auch an der Aufrechterhaltung der Stickstoffbalance des Körpers beteiligt. Was mich besonders hellhörig machte war zu lesen, dass es auch am Aufbau von anderen Proteinen, Enzymen, Antikörpern, insbesondere des Trypsins beteiligt sei – dem proteinspaltenden Enzym der Bauchspeicheldrüse („Vielleicht war das einer der positiven Effekte während ich das Pulver aus der roten Packung einnahm?“) Mein Arzt hat es mir verschrieben weil es die Immunfunktion unterstützt – es wird vor allem ganz gezielt zur Abwehr von Herpes-Viren und anderen Virusinfektionen eingesetzt. Lysin soll außerdem hohen Blutdruck helfen zu regulieren und auch hohe Blutfettwerte normalisieren. Als Bestandteil von Kollagen ist es außerdem ein Baustein der Gefäßwände und kann so Arterienwände verstärken und so Plaques helfen zu verhindern.

In der Walnuß ist Lysin enthalten.

In der Walnuß ist Lysin enthalten.

Was passiert bei Mangel an Lysin?

Verzögertes Zell- und Knochenwachstum und eine verzögerte Wundheilung können auf einen Mangel an Lysin hindeuten. Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, gerötete Augen, Haarausfall, Anämie, Schwindelgefühle und Übelkeit können außerdem Anzeichen für einen vorliegenden Lysin-Mangel sein. Ein Hinweis auf einen Mangel stellt außerdem dar wenn zu wenig Magensäure vorhanden ist – was mich sehr hellhörig machte, da ich ja seit Jahren jetzt Magensäure substituiere. Vielleicht wird sich das ja jetzt ändern?

Worin ist L-Lysin enthalten?

Es wird gesagt, dass vor allem in Fleisch, Milch und Eiern Lysin enthalten sei. Aber auch in Pflanzen ist die Aminosäure vertreten. In Bohnen, Orangen, Mandarinen, Walnüssen, Sprossen von Soja und Alfalfa, grünem Gemüse, Petersilie, Rüben, orangenen Früchten (Aprikosen), Birnen, Trauben, Sellerie ist dieses für den Körper notwendige Eiweiß enthalten. Die Empfehlung liegt bei ca. 1-2 g pro Tag. Wer einen manifesten Mangel hat, der substituiert die Aminosäure besser eine zeitlang bis die Mängel wieder behoben sind. Wer sollte substituieren? Auf jeden Fall Betroffene von Herpes-Infektionen, Patienten mit Osteoporose, Herz-Kreislauf-Patienten und Menschen, die körperlich trainieren.

Mein Fazit

Daß die Substitution von Aminosäuren bzw. von essentiellen Aminosäuren kein Allheilmittel sind dessen bin ich mir bewußt. Mir sind lediglich mal wieder ein paar Zusammenhänge aufgefallen und die wollte ich hier darstellen. Ich bin neugierig, wer sonst noch Erfahrungen dazu beitragen kann? Hast Du bereits Erfahrungen mit Aminosäuren?

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 Bild: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

Ein Kommentar zu “Aminosäuremangel bei Histamin-Intoleranz?

  1. Hallo. Welches Aminosäurenpräparat/Pulver ist denn verträglich bei HI?
    Und Algen, die vertrage ich leider noch nicht. Danke, lg

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