Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Das verbirgt sich hinter meiner Histamin-Intoleranz…

4 Kommentare

Endlich Urlaub! Nachdem ich den Flug dieses Jahr ohne Schmerzanfall geschafft habe und im Bett von unserer schönen Unterkunft liege ist die Vorfreude groß. Ich freue mich darauf, Kraft zu tanken beim Yoga der Stille, beim Schwimmen im Meer, beim Licht tanken in der Sonne und vor allem auf das indische Essen.

Symptome von den Kohlenhydraten

Kohlenhydratreiches Frühstück

Kohlenhydratreiches Frühstück

Das Frühstück ist reichhaltig und täglich abwechslungsreich. Ich genieße und beschließe in dieser entspannten Atmosphäre auf nichts zu verzichten – ich schmeiße die kohlenhydratreduzierte Diät und esse wonach ich Lust habe. Bereits am dritten Tag merke ich, dass dies keine gute Idee war – die Symptome verderben mir den Tag:

  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Zahnschmerz
  • Kopfschmerz (die übliche Migräne)
  • gereizte Stimmung
  • unruhige Beine
  • Histaminbeulen (gar kein schönes Hautbild)
  • Müdigkeit
  • Schlafstörung
  • Heißhunger
  • innere Unruhe
  • Schulterschmerz links
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Ohrenschmerz
  • Entzündetes Zahnfleisch

Oder habe ich noch etwas vergessen? Ich denke nicht. Das reicht auch. Dann verzichte ich eben doch auf die Kohlenhydrate. In Indien ist das ja möglich. Bereits einen Tag nachdem ich wieder strikt auf Zucker und andere Kohlenhydrate verzichte (schade um das schöne indische Brot), verfliegen die Symptome wieder wie sie gekommen waren. Einzig die Histaminbeulen brauchen eine ganze Woche bis sie abgeheilt sind.

Zum Frühstück gibt es fortan Rührei (ich wollte doch umstellen auf vegan – dann muss das halt warten), mittags und abends Gemüse mit viel Kokosfett und auch ein paar Löffeln Reis. Ich habe endlich eine Erklärung dafür wodurch meine Symptome auch vor meiner Diät verursacht wurden – von den Kohlenhydraten! Nur wenig später werde ich erfahren, dass es nicht alle Kohlenhydrate betrifft.

Eine ganz überraschende Information

Wo ich den Hinweis auf eine ganz neue Spur erhalten habe kann ich gar nicht mehr sagen. Eine pdf-Datei, verfasst von dem Arzt Dr. med. Dr. Dr. Karl Probst mit dem Titel „Leben ohne Brot“. Er beschreibt darin, dass Getreideprodukte – allen voran der Weizen durch Züchtung so verändert wurde, dass die Bestandteile des Korns entzündungsfördernde und damit gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann. Ich beginne darüber nachzudenken. Was, wenn meine ganze Symptomgeschichte auf die Unverträglichkeit von Weizen zurückzuführen wäre? Eine Gluten-Intoleranz könne oft noch diagnostisch nachgewiesen werden – eine Weizenunverträglichkeit jedoch nicht, schreibt Herr Probst. Deshalb wurde nichts gefunden? Sogar Insulinresistenz und Heißhungerattacken seien auf die Unverträglichkeit von Weizen zurückzuführen. Das habe ich sonst noch nirgends gelesen.

Die Histaminbeulen kann man noch sehen.

Die Haut am Kinn ist deutlich unrein.

Endlich des Rätsels Lösung gefunden?

Histamin ist ein Botenstoff, der an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Während meiner ganzen Leidenszeit habe ich immer auch Brot und andere Weizenprodukte gegessen – mal mehr, mal weniger. Während meiner ganzen Leidenszeit habe ich mich körperlich nie wirklich wohl gefühlt. Was, wenn mein Körper nur deshalb auf Tomaten, Rotwein & Co reagierte, weil sowieso schon zuviel Histamin im Körper war aufgrund der durch den Weizen verursachten Entzündungen? Was wenn das Histamin aus der Nahrung nur noch das Faß zum Überlaufen brachte? Und während der Zeit, in der ich die ganz streng histaminarme Diät halten musste durch den Nährstoffmangel der Stoffwechsel zusätzlich entgleisen konnte? Seit ich begonnen habe, mich kohlenhydratarm zu ernähren fühle ich mich wieder wie ein richtiger Mensch – also ich meine, ich fühle mich wieder „normal“. Ich habe dabei eben auch auf Weizen verzichtet. Nicht ganz – denn das Eiweißbrot enthält ja eine ganze Menge davon – reichlich Gluten, das ja aus Weizen gewonnen wird.

Das Experiment

Während der Fortbildung letzte Woche aß ich zum Frühstück ganz normales Brot. Ich schmierte eben dick Butter drauf – mit genügend Fett wird mein Körper schon nicht aus der Ketose fallen. Hat funktioniert – ich bekam nur schon wieder Zahnfleischentzündung. Ich begann zu kombinieren. „Wenn meine Überlegungen stimmen, dann muß es möglich sein ein Experiment zu machen.“ Schließlich bin ich Wissenschaftlerin. Ich kaufe mir beim Bäcker ein süßes Teilchen, das aus Dinkelmehl gebacken ist. Wenn meine Theorie stimmt, dürfte es keine Symptome geben. Bingo. Körper fühlt sich wohl – auch während der Nacht und auch noch am nächsten Morgen. Ich kaufe am nächsten Tag beim Bäcker ein süßes Teilchen, das aus Weizenmehl gebacken ist. Ich liebe flammende Herzen. Wenn meine Theorie stimmt, müßte ich Symptome bekommen. Bingo: Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Müdigkeit, Heißhunger, Schlafstörungen, Zahnfleischentzündung – und was am schlimmsten ist: beim Aufstehen am nächsten Morgen habe ich das Gefühl jemand hat mir während der Nacht einen Bleianzug übergestreift. Das kann natürlich auch alles ein Placebo-Effekt sein. Aber Placebo über Jahre hinweg? Es sind einige genau der Symptome, unter denen ich jetzt jahrelang gelitten habe.

Und wie geht es jetzt weiter?

Was das genau für mich bedeutet kann ich noch nicht sagen – ich werde weiter darüber schreiben. Das Eiweißbrot ist ab sofort abgesetzt. Seitan auch. Jetzt weiß ich auch woher diese dunkeln Flecken auf den Zähnen kamen. Gluten klebt ziemlich stark. Die Zähne sind wieder weiß. So oft dachte ich schon: „Jetzt habe ich die Lösung gefunden!“ Ich bin wirklich neugierig, ob es jetzt endlich stimmt – mein Gefühl sagt mir: ja!

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

4 Kommentare zu “Das verbirgt sich hinter meiner Histamin-Intoleranz…

  1. Liebe Shivani,

    finde deinen HIT-Blog super, mit vielen ganzheitlichen Lösungsansätzen!

    Wie Du schon vermutest deutet alles auf eine Glutensensitivität hin. Ich leide selbst auch an einer Histaminintoleranz gepaart mit einer Glutensensitivität.
    Interessantes Buch in diesem Zusammenhang ist übrigens „Wie der Weizen uns vergiftet“. Lass Dich bitte nicht vom reißerischen Buchtitel abschrecken 😉

    Hast du es schonmal mit der Paleodiät probiert? Selbst habe ich damit gute Erfahrungen gemacht.
    Ich würde viel lieber vegan leben, aber vegan + kohlenhydratarm + glutenfrei ist schwierig bzw garnicht umsetzbar?

    Liebe Grüße
    Xaver (vom Histaminentzug-Blog)

    • Danke für die schöne Rückmeldung, Xaver.
      Paleo kenne ich bisher nur vom Namen her – aber nicht wirklich was sich dahinter verbirgt.
      Mein Wunsch danach, vegan zu leben wird auch immer lauter – aber bisher habe ich es nicht
      geschafft. Mal schaun – ich bleibe weiter dran. Hatte gerade heute wieder eine gute Sitzung
      in BodyTalkSystem – das kann ich wirklich nur empfehlen. Ich bin weiter guter Dinge und
      gebe die Hoffnung nicht auf, dass meine Beschwerden bald vorbei sein können…
      Danke für den wertvollen Buchtipp.
      Herzliche Grüße
      Shivani

  2. Diese Seite wird auch eine große Hilfe sein um entzündungsfrei durchs Leben zu gehen. Ich hab die drei Seiten aufgeteilt. (Keine Ahnung ob Direktlinks erlaubt sind. Einfach in der Adresszeile zusammensetzen.)
    http://
    healingnaturallybybee.com
    /grains-nuts-seeds-and-legumes-must-be-properly-prepared/
    /why-probiotics-are-not-needed/
    /raw-versus-cooked-carbs-plant-foods/

    Alles Gute!

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