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Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde?

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Ich bin sehr froh, dass ich endlich die Ursache meiner Beschwerden herausgefunden habe. Durch die kohlenhydratarme Diät ernährte ich mich für Wochen ohne Brot. Da ich mich gesundheitlich sehr stabil fühle testete ich mal hier und mal da wie mein Körper reagiert, wenn ich „sündige“. Dabei habe ich entdeckt, dass ich Brot essen kann – wenn dies jedoch aus Weizen (oder auch aus den modernen Dinkel-Sorten) gebacken ist produziert mein Körper sofort Symptome. Es sind genau die Symptome, mit denen meine Beschwerden vor Jahren begannen:

  • Halsschmerzen beim Schlucken
  • Bleierne Müdigkeit
  • Das Essen liegt wie ein Stein im Magen
  • Wenn ich eine Hand auf den Bauch mit den Händen fühlt sich die Magengegend sehr kalt an, andere Bereiche sind warm.
  • Übelkeit
  • Innere Unruhe bis zu Herzrasen (wenn ich nicht wüsste woher das kommt und dass es vorbei geht könnte ich denken, ich leide unter einer Angststörung)
  • Unreine Haut

Wenn ich danach wieder brotlos oder Brot ohne Weizen esse bleibt die unreine Haut noch eine Woche lang, die anderen Symptome sind nach 4-6 Stunden alle wieder verschwunden. Eine für mich sehr verblüffende Erfahrung. Offenbar betrifft es noch mehr Menschen in dieser Welt – dass sie keinen Weizen mehr vertragen. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen sind die Tests auf Glutensensitivität (Zöliakie) regelmäßig negativ – dennoch verursacht Weizen Symptome. Diese gleichen genau dem was auch bei

Anbau im Garten kann sehr viel Freude machen.

Anbau im Garten kann sehr viel Freude machen.

einer Histamin-Intoleranz auftritt:

  • Blähungen
  • Schmerzen
  • Durchfall
  • Kopfschmerz
  • Depression
  • Müdigkeit
  • Muskelschmerz
  • Hautausschlag

Eine Histamin-Intoleranz wurde bei mir nie über Labor-Werte diagnostiziert. Ich hatte einfach die Beobachtung gemacht, dass es mir besser geht wenn ich histaminarm esse – Selbstdiagnose über Auslaßdiät also.

Und was hat jetzt die Weizenunverträglichkeit mit der Histamin-Intoleranz zu tun?

Ich muss schon sagen, dass es mir komisch vorkommt, dass noch nie jemand vorher auf die Idee kam, nach irgendwelchen Entzündungen im Körper zu suchen – wo doch das Histamin an Entzündungs-Reaktionen beteiligt ist. Und es ist wohl in der Forschung nicht ganz unbekannt, dass WGAs eine größtmögliche Immunantwort stimulieren können. An anderen Stellen gibt man vor, die Ursache noch nicht so genau zu kennen – dennoch ist das Phänomen bekannt. Doch was hat das alles mit Weizen zu tun?

Auch Pflanzen können sich wehren!

Auch Pflanzen können sich wehren!

WGAs (wheat germ agglutinin) gehören zu den Lektinen – das sind Stoffe, die der Pflanze helfen, sich gegen Schädlinge zu wehren. Sie stellen einen wichtigen Schutz für die Pflanze dar. Genau dieser Schutz wurde in den letzen Jahrzehnten hochgezüchtet – offenbar ohne darauf zu achten, ob dies für den Menschen auch verträglich ist? Noch dazu sind sie hochaggressiv und außerdem hitzestabil – wohingegen Lektine im Gemüse bei Hitze zerfallen.

Wie reagiert unser Körper auf Lektine?

Was an den einen Stellen unbekannt scheint, an anderen lächerlich gemacht wird oder als übertrieben dargestellt wird, ist an wieder anderen Stellen recht gut als Information zugänglich – wie unser Körper auf die veränderten Weizenkörner reagiert. Es wird gesagt, diese Biester lassen die Zellen insulinresistent werden – dadurch erhöhen sich die Entzündungsreaktionen im Körper zusätzlich – ein Teufelskreis entsteht. Weizen führt zur Durchlässigkeit von Geweben – dem leaky gut Syndrom und führt dazu, dass im Darm Nährstoffe schlechter aufgenommen werden – auch das sehr wichtige Vitamin D. (Meine stille Vermutung ist, dass alles das auch die Ursache für die Stoffwechselstörung HPU / KPU darstellen könnte.) Es stört den Muskelaufbau, zerstört Gelenkstrukturen, lagert sich an wichtigen Organen an und fördert dort Entzündungsreaktionen – ein Teufelskreis von Autoimmunerkrankungen kann entstehen. In meinem Fall erklären die Wirkungen der Lektine meine ganzen Symptome. Meine Kollegen habe ich gebeten, mich davon abzuhalten, sollte ich auf Gewohnheit wieder zu einer Brezel oder einem Stück Kuchen greifen, das aus Weizenmehl gebacken ist. Und wenn ich mein Leben lang auf Brot, Kuchen und Nudeln verzichten muss – ich rühre das freiwillig nicht mehr an!

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Wo soll das alles noch hinführen und wie kommen wir da wieder heraus?

Habe ich recht mit meinen Vermutungen – oder nicht? Ich weiß es noch nicht. Ich vermute fast, dass meine Symptome nicht nur mein eigenes Problem darstellen – sondern eines von ganz vielen. Das heißt, dass es nicht nur an mir ist, das zu lösen – sondern an mehreren oder gar vielen – womöglich auch an denen die heute (noch) gar nicht davon betroffen sind. Wie die Lösung konkret aussieht, davon habe ich noch keine Ahnung. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, Obst und Gemüse im eigenen Garten anzubauen. Ob es hilft kann ich noch nicht sagen. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen. An dieser Stelle lasse ich jetzt Häuptling Seattle zu Wort kommen: „Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig (…), denn die Erde ist des roten Mannes Mutter. (…) Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als Wüste. (…) Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. (…) Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden. (…) Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten. (…) Vielleicht sind wir doch – Brüder. Wir werden sehen.“

Aus: Rede des Häuptlings Seattle an den Präsidenten der USA im Jahre 1855.

Artikel dazu bei Amazon:

 

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 Bild: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen, die ich berührend finde.

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