Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…

Kann uns soziale Interaktion gesund machen oder krank?

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Dass diese Fortbildung mein Leben in dieser Weise verändern würde, das hatte ich niemals erwartet. Manche wissen ja vielleicht – ich bin Diplompsychologin. Bei einer Fortbildung willigte ich ein, für Kollegen etwas vorzubereiten zum Thema „Selbstfürsorge in der

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Was hält eine Beziehung am Blühen und wann wird sie destruktiv?

Palliativmedizin“. Unabhängig von den Stressoren, die auftreten war mein Ansatz, dass es um Beruhigung des Nervensystems geht. Dies kann man durch zwei Möglichkeiten erreichen: zugewandte soziale Interaktion – also Zusammensein mit jemandem, der mir mit Empathie begegnet, meine Bedürfnisse sieht und mit mit in Kontakt geht oder durch Achtsamkeit. Hier möchte ich gar nicht auf die Fortbildung eingehen, sondern mehr über die Theorie schreiben, die unser Nervensystem auf ganz neue Art und Weise beschreibt.

Gut ist es zu wissen, wie das Nervensystem funktioniert

Mein Ansatz baut auf der Polyvagal-Theorie von Prof. Steven Porges auf, ich habe im vorherigen Beitrag darüber geschrieben. Jetzt möchte ich mehr darüber schreiben, einfach weil ich die Theorie für sehr wichtig halte. Wer weiß, wie sein Nervensystem funktioniert ist klar im Vorteil. Als erstes zeige ich ein Interview, das der Arzt und Hypnotherapeut Dr. Gunter Schmidt mit dem amerikanischen Psychiater in Heidelberg führte:

Prof. Porges betont, wie wichtig es ist, sich damit auszukennen, ob wir einfach nur mit jemandem sprechen, oder ob wir uns mit diesem auch verbunden fühlen, ob dieser unsere Bedürfnisse also sieht und wir das auch so empfinden. Diese Fähigkeit sei die Grundlage für eine heilsame Beziehung, für eine heilsame Partnerbeziehung, für eine heilsame Eltern-Kind-Beziehung, für jegliche soziale Beziehung. Diese Fähigkeit unseres Nervensystems teilen wir mit Säugetieren. Darauf geht er in diesem Teil eines Vortrages ein:

Komplette Vorträge gibt es entweder bei YouTube in englischer Sprache, der Verlag Auditorium Netzwerk hat einige der deutsch synchronisierten Vorträge auch mitgeschnitten, beim Shop des Verlages kann man diese beziehen und ich kann alle nur sehr empfehlen. Laien empfehle ich eher das Buch „Entwicklungstrauma heilen“, darin ist die Theorie sehr gut dargestellt. Fachleute können sich sein Buch anschaffen (Polyvagal-Theorie), in dem mehrere seiner Vorträge zusammengefasst sind. Er hat jedoch auch mehrere Papers veröffentlicht, die bei pubmed (Medizinisch-wissenschaftliche Datenbank) als open source zugänglich sind, zum Beispiel diesen Grundlagenartikel.

Wie halten wir eine Beziehung lebendig?

Was unterscheidet denn eine gute Beziehung von einer schlechten? Wie halten wir eine Beziehung am Blühen? Wie können wir beeinflussen, dass eine Beziehung reiche Früchte trägt? Wie können wir vermeiden, dass eine Beziehung uns schadet? Wie können wie unsere Beziehung nützen, dass es uns gut geht – dass es beiden gut geht? Hier ist noch ein Interview mit Prof Steven Porges – es stammt aus dem Podcast, der Paar-Coach Neil Sattin hat mit ihm gesprochen.

Steven Porges geht in seinen Vorträgen darauf ein, was uns von Reptilien unterscheidet und was unser Nervensystem mit diesen Spezies gemeinsam hat. Er erklärt, was uns dazu bringt, dass wir wie Reptilien reagieren. Er zeigt sogar auf, was uns mit einer Amöbe verbindet – die Fähigkeit uns bei Lebensgefahr zusammenzuziehen oder einzufrieren, in einen Schock-Zustand zu gehen. Das sind alles wichtige Fähigkeiten unseres Nervensystems. Jedoch sind wir nicht dazu erschaffen, ständig in diesem Modus zu leben – unser Potenzial ist größer. Der Mensch besitzt zusätzlich ein Beziehungssystem, er nennt es Social Engagement System (SES). Nur wenn wir wissen, wie wir dies nützen, arbeiten unsere Organe auf eine gesunde Art und Weise. Wenn es in einer Partnerschaft kriselt oder einer krank ist, dann könnte der Grund dafür sein, dass einer oder beide der Partner einfach damit zufrieden sind, nicht ihr volles menschliches Potenzial zu nützen. Wie sieht das mit Dir aus?

Bücher dazu bei Amazon:

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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Autor: Shivani Vogt

Psychologist and Hypnotherapist. Love to blog. Ich bin Diplompsychologin und um meine Arbeit in meiner Privatpraxis für Klinische Hypnose und Kurzzeittherapie transparent zu machen blogge ich. Das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem blogge ich über meine Erfahrungen mit Histamin-Intoleranz und hoffe, dass diese möglichst vielen Betroffenen helfen immer weniger Symptome zu haben. In einem privaten Blog schreibe ich dann und wann Erfahrungen aus meinem privaten Leben.

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