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Rückenschmerz ade – Streß aus dem Körper lösen

Kennst Du das – Du wachst morgens auf und Dein ganzer Körper ist träge? Der Rücken tut weh? Mir ging das die letzten Jahre so und ich hatte schon gar keine Hoffnung mehr, dass es sich lösen könnte. Jetzt wache ich morgens auf, fühle mich frisch, mein Rücken ist entspannt und ich habe Lust auf das was mich am Tag erwartet.

 

Füsse hoch

Wohlbefinden und Entspannung

Wie habe ich das erreicht?

 

Zum einen hat das mit den Behandlungen mit BodyTalkSystem zu tun. Das besteht aus Techniken, mit denen man Streß aus dem Körper löst – auch aus dem Nervensystem. Zum anderen habe ich aber auch Übungen entdeckt, mit denen ich das noch unterstützen kann: TRE. Dabei handelt es sich um „Trauma Realeasing Exercises“, also Übungen um Traumen aus dem Körper zu lösen. Als Diplompsychologin habe ich viel mit dem Thema Trauma zu tun und ich bin auch in verschiedenen Formen davon ausgebildet. Aber so eine einfache Methode, um den Streß aus dem Körper zu lösen kannte ich bisher noch nicht.

Wie kommt der Streß in den Körper?

Am besten ist es zu verstehen, wenn man im Tierreich nachsieht. Hier ist ein Video von einem Polarbären. Er wird betäubt, diese Betäubung läßt langsam nach, die im Körper durch den Schuss eingefrorene Energie entlädt sich durch Zittern, er nimmt ein paar tiefe Atemzüge, atmet dann normal weiter und kommt langsam wieder zu sich, so wie die Betäubung wirkungslos wird.

Grundsätzlich ist das also eine ganz normale Reaktion unseres Nervensystems – eine wichtige Fähigkeit. Der Körper konserviert die Energie, die in der Bewegung da war wenn diese plötzlich unterbrochen wird (wenn ein Tier gerissen oder gejagt wird), um diese dann wieder vollständig für die Flucht zur Verfügung zu haben, falls es nicht gefressen wird. Bevor die Energie wieder zur Verfügung steht schüttelt sich der Körper unwillkürlich. Ich beobachte das ganz oft bei den Patienten, die ich betreue wenn sie auf der Intensivstation lagen und womöglich sogar fixiert werden mussten. Es ist dann für Angehörige und Patienten gleichermaßen erleichternd zu hören, dass nach so einer Erfahrung das Zittern nicht bedeutet, dass der Patient einen Anfall erleidet – sondern dass sich das Nervensystem beruhigt.

Und wie gehen die Übungen?

Diese Mechanismen haben bereits einige Traumatherapeuten verstanden. So baut zum Beispiel die Somatic Experience (begründet von Dr. Peter Levine) genau darauf auf. Und jetzt habe ich eben TRE entdeckt. Sehen Sie was Heiner Steckel (TRE-Trainer) und der Begründer Dr. David Berceli dazu zu sagen haben:

Die Übungen, aus denen TRE besteht ist genau betrachtet nur eine einzige Übung – man legt sich auf den Rücken und läßt das Nervensystem zittern. Dadurch lösen sich alte Traumen. Man kann die Übungen in Begleitung eines Therapeuten machen – aber auch alleine zu Hause – genauso wie man sich selbst am sichersten fühlt. Im Zittern besteht nun aber die Schwierigkeit – wie bekomme ich den Körper dazu? In unserer Zivilisationsgesellschaft weiß kaum jemand darüber Bescheid, dass es diesen Mechanismus überhaupt gibt. Und über Reden ist es nicht möglich, die Schock-Energie loszuwerden. Aber wie bekommt man jetzt den Köper zum Zittern? Dazu braucht es mehrere Übungen, mit denen die Muskeln überlastet werden, um sie zum Zittern zu bringen. Das zeigt das folgende Video, das von einem Tantra-Lehrer stammt – denn der zugehörige Muskel spielt auch in der Sexualität eine große Rolle. Jetzt verstehe ich auch, warum ich bis dahin nach dem Sex oft große Rückenschmerzen hatte und für mich Slow-Sex die Alternative ohne Symptome war. Langsam kommt Licht in die Sache

Und wie kann ich mir die Lösung meiner Rückenschmerzen erklären?

Die beschriebene Fähigkeit besitzt unser Reptiliengehirn. Genau dort ist auch die Energie gebunden – und natürlich in den zugehörigen Muskeln, die ein „Davonlaufen“ nach dem „Einfrieren“ wieder möglich machen. Das ist die Schulterpartie und das Becken. Der Muskel im Becken ist der Psoas-Muskel. Dieser ist einerseits am unteren Rücken befestigt – andererseits an den Oberschenkeln. Und genau dieser muss die Hauptarbeit „herausschütteln“. Und plötzlich habe ich meine Rückenschmerzen verstanden – beziehungsweise dass sie verschwunden sind. Aber ich habe verstanden, womit sie zu tun hatten – es war eingefrorene „Schock-Energie“ aus der Vergangenheit. In diesem Zustand hat der Körper auch nicht seine volle Energie zur Verfügung – die Verdauungskraft ist vermindert. Jetzt bin ich neugierig wie sich das in einigen Wochen auswirkt… Da ich weiß, dass auch andere diese Rückenschmerzen im unteren Rücken kennen, schreibe ich darüber und bin gespannt auf Deine Rückmeldung dazu.

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Wie mir BodyTalkSystem bei Histamin-Intoleranz hilft

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Ein Kommentar

Faszientraining – kostenlos und online – ganz sanft

Je besser es mir geht, desto mehr kann ich mich darum kümmern, dass mein Körper wieder stärker und kräftiger wird. Noch bin ich dabei, Schwermetalle auszuleiten. Es ist eine ganz sanfte Ausleitung und ich hatte ausser einer kleinen Hautreaktion bisher nur Verbesserungen – ich vertrage Kaffee, kann Kohlenhydrate essen, wache um halb sechs morgens auf und kann mein geliebtes Yoga wieder machen. Es hat sich also gelohnt. Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal. Heute geht es auch um den Körper – aber um ein ganz anderes Thema – es geht um meine Faszien.

Endlich mache ich Ballengang

Beim letzten Arzttermin, der im August war, habe ich den Satz gehört: „Ihre Füße sind durchgelaufen.“ Sonst war er mit meiner gesundheitlichen Entwicklung sehr zufrieden. Neue Füße kann ich mir ja nicht kaufen – deshalb habe ich mich entschlossen, mir Barfußschuhe zuzulegen und endlich damit zu beginnen, „Ballengang zu machen.“ Nach einem Tag an der Klinik taten mir die Füße weh – nicht so wie sonst – ich hatte Muskelkater – werden doch beim Ballengang ganz andere Muskeln aktiviert als beim Hackengang.

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Hier siehst Du den Unterschied, falls Dir das nichts sagt.

Weil ich dieses Mal wirklich dabei bleiben möchte habe ich mir eben die erwähnten Schuhe zugelegt – und mir fiel ein, dass Dirk Beckmann sich mal gemeldet hatte, um sein neues Online-Training anzukündigen. Ja, dann werde ich da mal reinschauen. Die erste Übung mache ich schon fleißig. Sie dienen dazu, verklebtes Bindegewebe wieder geschmeidig und beweglich zu machen und unterstützen eine solche Umstellung des Bewegungsmusters optimal. Denn, der Fachmann sagt, die Form folgt der Bewegung – das heißt, dass sich meine Füße durch ein anderes Bewegungsmuster verändern müssten. Ich werde dran bleiben und weiter darüber schreiben.

Warum kann sich bei HIT die Körperhaltung verändern?

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Auch Früchte haben Bindegewebe

Lange habe ich nicht verstanden, warum sich bei mir die Körperhaltung veränderte. Jetzt bin ich dem ganzen auf die Schliche gekommen. Hohlkreuz, Nackenprobleme, durchgelaufene Füße – selbst Termine beim Körpertherapeuten nützten nur für wenige Wochen, die Fehlhaltung stellte sich immer wieder von neuem ein. Jetzt habe ich festgestellt, dass meinem Körper einfach Silizium gefehlt hat – und zwar deswegen, weil ich mit Aluminium belastet war. Wenn der Körper zuviel Aluminium anlagert, dann leitet er dieses mit Hilfe von Silizium wieder aus – was ihm dann fürs Bindegewebe fehlt. Weil ich jetzt dabei bin, das auszuleiten habe ich große Hoffnung, dass sich die Fehlhaltung auf Dauer korrigieren läßt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass auch bei anderen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden, das Bindegewebe schwach ist bzw. schwach wurde. Ich gehe davon aus, dass auch bei Dir Silizium oder andere Mineralien fehlen, die dafür verantwortlich sein können? Hast Du das schonmal überprüfen lassen? Mein Arzt hat das nicht gemessen – aber ein neues Gerät mit Namen Oligoscan kann das.

Und was sind denn nun Faszien?

In meinem Praxisblog habe ich diese Woche schon einen Beitrag geschrieben über ein tolles Faszien-Training, das es online gibt – es ist sogar umsonst. Dort gibt es auch mehr Informationen rund um die Faszien. Und hier geht es direkt zum Training – das ich wirklich sehr empfehlen kann. Es kommt vom Fachmann.

Artikel dazu bei Amazon:

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Bild: Dirk Beckmann (C)


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Histamin-Intoleranz als Entwicklungskrise?

Hast Du schon einmal versucht, eine Leiter hinaufzuklettern, während gleichzeitig jemand an Deinem Hosenbein nach unten zieht? Es ist entweder kaum möglich oder Du stürzt ständig nach unten ab. Auf jeden Fall ist es anstrengend – oder anstrengender verglichen damit wenn keiner an Deinem Hosenbein zieht. Meine neueste Erkenntnis ist, dass es mir die letzten Jahre genauso ging. Aber der Reihe nach.

Manchmal wird Angst auch mit Alkohol gedämpft.

Manchmal wird Angst auch mit Alkohol gedämpft.

Die Ebenen des Bewußtseins

Mein Astrologielehrer hatte eine begnadete Eigenschaft, er lehrte mit Begeisterung – was nicht jeder Lehrer tut. Diejenigen Lehrer, die ich mir aussuche konnte hatten alle diese Eigenschaft. Für mich ist das ein Ausschlußkriterium wenn sie bei einem Lehrer fehlt. Und so brachte er mir zusätzlich zur Astrologie bei, was aus der Feder von Ken Wilber floss – die „Eine Theorie von allem“ (One Theory of Everything). Sie fügt alle Entwicklungstheorien, die je formuliert wurden zu einer einzigen Theorie zusammen – sowohl die westliche Psychologie – als auch die östlichen Entwicklungslehren. Damit ist ihm gelungen, zusammenzufügen, was andere nicht für vereinbar halten – die einen betreiben den Aufbau der Persönlichkeit – die anderen demontieren diese wieder.

Und was hat das bitte mit Histamin-Intoleranz zu tun?

Ich komme gestern von einem Seminar zurück. Ich war Tanzen, beim Trancetanz. Dabei hatte ich Einsichten und erlebte eine Transformation wie ich es schon nicht mehr für möglich gehalten hätte. Ich habe eine Seite, die unnahbar ist. Selbst mein Guruji sagt, er komme oft nicht an mich ran. Zudem fühlte ich mich tatsächlich oft wie wenn ich in einem Glashaus eingeschlossen war. Ein Trancetanz ist ein rituelles Ereignis. Man kann diesen mit einem Wunsch oder einem Gebet eröffnen und bekommt dann eine Antwort auf diese Frage. Ich bat um Heilung, ich bat um Information.

Die Antwort war ganz einfach

Zuerst brachte ich die Eindrücke gar nicht mit meiner Frage in Zusammenhang. Alles brauchte eine Weile, bis es sich zu einem einzigen Bild formierte. Ich bekam während des Tanzens Eindrücke von hunderten Situationen, in denen ich aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen wurde – ich wurde rausgeschmissen, immer wieder. Ich weiß nicht woher diese Informationen kamen – es war nichts, das aus meinem jetzigen Leben kam. Ich muss davon aus gehen, dass diese Informationen entweder aus meiner Phantasie kommen – oder aus einem früheren Leben – oder weiß Gott woher. Oder sie waren einfach die Übersetzung eines Gefühls, das mit seit ich denken kann immer begleitete – die Angst ausgeschlossen zu werden.

Die Antwort meines Unterbewusstseins was sehr weise

Denn erst jetzt erkenne ich: diese Angst begleitet mich schon seit ich denken kann. Vielleicht ist diese auch pränatal entstanden – denn meine Eltern waren in den ersten Wochen meiner Existenz nicht so glücklich darüber, dass es mich gibt. Das hat wohl Spuren hinterlassen, das hat wohl eine geistige Haltung erzeugt, die sich auch im außen ständig reproduzierte – die klassische sich selbst erfüllende Prophezeiung. Als Kind hätte ich gerne bei den Mannschaftsspielen mitgespielt – ich fühlte mich ausgeschlossen und kam auch nicht rein. Und so ging es weiter. Gehörte ich dazu, gestaltete sich plötzlich alles so, dass ich wieder ausgeschlossen wurde. Jetzt ist es Vergangenheit.

Und wann kommt endlich die Verbindung zur Histamin-Intoleranz?

Was das alles mit meiner Gesundheit zu tun hat? Wer viel denkt verbraucht Energie, wer ständig viel denkt braucht sehr viel Energie. Wer Angst hat, verbraucht Unmengen an Energie. Was wäre, wenn es möglich ist, dass genau diese Energie für die Verdauungskraft fehlt? Wenn meine Vermutung stimmt, dann müsste ich jetzt langsam gesunden. Endlich. Wir werden sehen.

Trancetanz

Wann warst Du letztes Mal Tanzen? Musik hat eine interessante Eigenschaft. Sie schleicht an Deinem bewussten Verstand vorbei und kommt direkt in Deinem Gefühlszentrum an. Diese Eigenschaft kannst Du nutzen, um Deine Stimmung zu beeinflussen. Hier eine geeignete Musik, um sich in Trance zu tanzen:

Beim Tanzen haben wir Zugang zu unserem Unterbewusstsein.

Hier noch ein Titel, mit dem Du Deinen Körper so richtig in Wallung bringen kannst.

Und was ist jetzt eine Entwicklungskrise?

Wenn jemand ständig an Deinem Hosenbein zerrt während Du die Leiter hochsteigst, das ist eine Entwicklungskrise. Wenn die unteren Ebenen des Bewusstseins Dir sagen: „Da gibt es noch unerledigte Geschäfte.“ und Dich nicht hinaufsteigen lassen, das ist eine Entwicklungskrise. Mein Unterbewusstsein war ständig mit der Angst beschäftigt, nicht rausgeschmissen zu werden – wo auch immer ich war. Das hat mir sehr viel Kraft geraubt, das hat meine Verdauungskraft geschwächt. Meistens sind die von unten zerren aus Zeiten, zu denen wir mit dem bewussten Verstand keinen Zugang haben – deswegen ist es gut, einen Zugang zu wählen, der direkt ins Unterbewusste eintritt hat. Trance ist genauso ein Verfahren

Wer zerrt an Deinem Hosenbein?

Freilich ist jede Histamin-Intoleranz individuell verschieden. Nicht jeder kann seine Nahrungsmittel-Intoleranz so lösen wie ich. Doch halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass es damit nicht nur mir so geht. Zumal ich auch schon eine Theorie habe, was den autoimmun-Aspekt daran anbelangt. Dazu gibt es bald einen weiteren Artikel. Wer sich für die Ebenen des Bewusstseins interessiert, dem empfehle ich den Kurs bei Veit Lindau. In ihm habe ich wieder einen Lehrer gefunden, der mit Begeisterung sein Wissen weitergibt. Aber Vorsicht – wenn Du Dich nicht verändern magst, dann ist der Kurs nichts für Dich. Er birgt nicht nur theoretisches Wissen über die Evolution – diese findet auch statt wenn Du daran teilnimmst!

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 Bild: Shivani Allgaier (cc)


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Histamin-Intoleranz und Depression

Heute weiß ich, dass ich in den schlimmsten Zeiten meiner Histamin-Intoleranz die Kriterien einer manifesten zumindest leichten Depression (ICD10 F32.) erfüllt habe. Obwohl ich selber zum behandelnden Fachpersonal gehöre hatte ich meine Scheuklappen so gut aufgesetzt, dass ich das in dieser Zeit nicht wahrhaben wollte. Immer wieder lese ich in den Gruppen bei facebook zu Histamin-Intoleranz, dass Antidepressiva verschrieben und meist auch genommen werden. Ich möchte gerne die Arbeit meines Kollegen Michael Yapko vorstellen, der die These vertritt, dass eine Depression am erfolgreichsten behandelt wird wenn die gesamte Familie behandelt wird – also nicht nur eine Person behandelt wird, sondern ein ganzes System. Er hat sehr viel Erfahrung und auch Erfolg auf diesem Gebiet, denn er beschäftigt sich seit über 30 Jahren damit.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Warum die Familie mit einbeziehen?

Wer die Arbeiten von Yapko kennt, dem ist bekannt, dass eine alleinige medikamentöse Therapie keine adäquate Therapie bei Depressionen ist. Um Familienmitglieder zu schützen bezieht er in die Therapie schon sehr früh Familienmitglieder mit ein. Die Grundlagen seiner Arbeit kannst Du auch in dem Buch nachlesen „Depression is contagious“ = Depression ist ansteckend! Seine Arbeitsthese ist, dass eine Depression zwischen Menschen existiere und dass nicht ein Mensch erkrankt sei, er nimmt an, dass die Depression Beziehungen beeinflusst. Er geht davon aus, dass jemand mit einem depressiven Elternteil mit 3-6 fach erhöhter Wahrscheinlichkeit auch eine Depression entwickeln werde. Die Ursachen dafür sind laut Yapko nicht biologisch – was eine medikamentöse Therapie rechtfertigen würde – sondern liegen eher in sozialen Faktoren.

Mögliche Ursachen einer Depression

Wer sich tendenziell nicht körperlich bewegt hat eine größere Wahrscheinlichkeit, an Depression zu erkranken als sportliebende Menschen. Natürlich spielt auch das biochemische Ungleichgewicht im Gehirn eine Rolle, ebenso entzündliche Prozesse oder auch die Genetik. Aber die Hauptursache sieht Yapko in der Qualität der Beziehungen.

Warum nicht nur Medikamente bei Depression?

Medikamente haben den Nachteil, dass sie die Fähigkeiten der Menschen in sozialen Kontexten nicht verbessern können. Patienten lernen durch die Medikamente keine adäquaten Bewältigungs-Strategien. Entweder wird ein bestehendes soziales Netzwerk durch nicht wertschätzende Kommunikation zugrunde gerichtet – oder es kann erst gar nicht entstehen. Obwohl es Expertenempfehlungen für sogenannte Kombinationsbehandlungen mit medikamentöser und psychotherapeutischer Therapie gibt, bekommen viele Menschen ausschließlich Medikamente. 80 Prozent der Verschreibungen erfolgen durch Mediziner, die keine Psychiater sind und nur 20 Prozent der Personen, die Antidepressiva einnehmen werden auch psychotherapeutisch behandelt. Als Hauptfaktor benennt er, dass eine alleinige medikamentöse Behandlung die Rolle des Patienten als „passiv definiere“. Ein Umstand, der iatrogen (durch die ärztliche Behandlung verursacht) die Depression verschlechtere.

Und wie geht Yapko dann in der Behandlung vor?

Sein therapeutische Ansatz ist, individuell herauszufinden welches der ganz eigene Weg seines Patienten in die Depression hinein war und das richtige Ziel, die Schlüsselfähigkeiten zu finden, die dem Patienten wahrscheinlich am meisten helfen aus seiner Depression auch wieder herauszukommen. Als einen der wichtigen Risikofaktoren nannte er Rigidität (kognitiv, emotional, bezüglich des Verhaltens, der Wahrnehmung, der Identität und in Beziehungen). Als wichtiges therapeutisches Mittel dagegen empfiehlt er, in Hypnose Flexibilität anzuregen.

Erzeugen von Flexibilität braucht manchmal auch ungewöhnliches Vorgehen

Yapgo schildert die Fallgeschichte eines Patienten, der sich wünschte verheiratet zu sein, zwei Kinder, zwei Hunde und ein schönes Haus zu haben. Seinen Wunsch empfand er für sich als unerfüllbar, da er vor 12 Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik gewesen sei. Wenn er dies einer Frau erzählen würde, war er überzeugt, würde diese niemals ein Interesse an ihm haben. Dieser unglückliche Zustand machte ihn erneut depressiv. Michael antizipierte, dass es ziemlich sinnlos wäre, wenn er als Mann und Psychotherapeut seinem Patienten sagen würde, dass es bestimmt Frauen gäbe, die kein Problem mit dieser Vorgeschichte hätten. Wer müsste seinem Patienten diese Information geben? Am besten Frauen. Michael Yapko bat seinen Patienten sich 9 Fragen auszudenken, die er immer schon Frauen stellen wollte, er fügte dann noch eine 10 Frage (als Frage 7 eingefügt) hinzu: „Würden Sie einen Mann daten, der vor zwölf Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik war, würden Sie eine Beziehung mit so einem Mann eingehen und ihn womöglich sogar heiraten?“. Er schickte den Mann als Forscher in ein Einkaufszentrum. Er solle Frauen ansprechen, ob sie für eine unabhängige Studie bereit wären ihm ein paar Fragen zu beantworten.
Der Mann war erstaunt über die Antwort, die er auf Frage 7 bekam, deswegen fragte er immer mehr Frauen, am Ende über 100. Die häufigste Antwort wäre eine Gegenfrage gewesen: „Ist er reich?“. Michael Yapko konnte anschließend mit seinem Patienten an den Fähigkeiten arbeiten, die man braucht um eine Frau kennen zu lernen und eine Liebesbeziehung aufzubauen.

Wie denken Menschen, die depressiv sind?

Rigide fest verhakt in einer bestimmten Idee, globales Denken, das kennt man von depressiven Patienten. Wegen eines bestimmten Umstandes wie zum Beispiel schwere Misshandlung in der Kindheit die Überzeugung, dass dies unweigerlich zu einem depressiven, unglücklichen Leben führen muss. In solchen Fällen versucht M. Yapko Flexibilität, Weitung der Perspektive, den Zugang zu Kompetenzen anzuregen. Das durcharbeiten der Vergangenheit hält er bei Depressionen nicht für zielführend, denn das sei ja das was die Patienten schon von selbst dauernd täten, mehr in der Vergangenheit zu leben.

Wie arbeitet M. Yapko denn nun konkret?

Es gibt Lebensereignisse bei denen man von „gesellschaftlichem globalen Denken“ sprechen könnte. Eines dieser Ereignisse ist der tragische Verlust des eigenen Kindes. Wenn man Leute fragt, darf man einem Elternteil, das sein Kind verloren hat sagen: „Das Leben geht weiter, genieße es, dein Kind möchte bestimmt nicht, dass es dir schlecht geht? Dann ist die Antwort in nahezu 100 Prozent der Fälle: „Nein, auf keinen Fall“. Die meisten Menschen können sich empathisch in die Situation versetzten und äußern die Meinung; “ Das Leben ist dann vorbei, man kann dann niemals wieder glücklich sein“.
Wer müsste, damit es auch angenommen werden kann, sagen : „Ich möchte, dass Du Freude im Leben hast?“ Am besten das verlorene Kind im inneren. In Hypnose ist dies möglich – deshalb empfehle ich als Behandlungsverfahren immer jemanden, der in Klinischer Hypnose ausgebildet ist.

Hier Michael Yapko in seinem Blog über das Thema Depression. Der Beitrag ist in englischer Sprache.

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Hier sein Beitrag zum Thema „Die Vorzüge des Spielens“. Es wird gesagt, er selbst sei ein großer „Spieler“ und seine Vorträge und Workshops seien sehr kurzweilig. Wenn Du also Gelegenheit hast, teilzunehmen empfehle ich Dir das sehr warm.

Mit ist wichtig zu sagen, dass sicher eine Psychotherapie nicht allen Betroffenen einer HI helfen kann – aber viele können sicher profitieren wenn sie den richtigen Therapeuten finden, der emphatisch begleitet.

Was sind Deine Erfahrungen zum Thema Depression?

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Histamin-Intoleranz und Sport

Sport und Bewegung helfen mir sehr, um mich wohl zu fühlen. Den Körper zu bewegen scheint auch bei einer Histamin-Intoleranz sehr wichtig zu sein. Mir bringt es das Gefühl von Ausgeglichenheit und Leichtigkeit. Es ist angenehm wahrzunehmen wie der Körper ausgepowert ist.

Die richtige Sportart finden

Lange habe ich nach der richtigen Sportart gesucht. Am liebsten hätte ich meinen Lieblingssport weiter ausgeführt: Tanzen – und zwar Rock’n’Roll. Das ist zum einen tänzerischer Ausdruck – aber auch Ausdauersport. Der Nachteil ist, dass es feste Trainingszeiten einzuhalten gilt und dass es einen Tanzpartner braucht. Schon während dem Studium habe ich das nicht mehr unter einen Hut bekommen. Die Termine waren einfach zu viel und auch zu unregelmäßig als dass ich das hätte einhalten können so daß es alles auch noch Spaß gebracht hätte. Damals begann ich zu Laufen. Jedoch saß ich dann sehr im Trockenen sobald es regnete.

Welche Sportart kann ich auch bei Regen ausführen?

Als ich schließlich unter der Histamin-Intoleranz litt beschloss ich, dass ich eine Sportart brauche, bei der ich nicht auf einen Partner angewiesen bin – und die ich bei jedem Wetter ausführen kann. Nun sind Fitneß-Studios nicht so mein Ding. Da hätte ich auch noch hinfahren müssen. Mir war es wichtig, dass ich zu Hause trainieren kann. Yoga fiel mir ein – jedoch wollte ich eine Ausdauersportart finden. Ich war lange ratlos.

Hüpfen hebt auch die Stimmung

Hüpfen hebt auch die Stimmung

Wie wäre es mit hüpfen?

Wo ich davon erfahren habe weiß ich nicht mehr. Plötzlich war ich Besitzer eines Trampolins, Verzeihung eines bellicons. Das bellicon ist ein Trampolin, bei dem die Matte, auf der man hüpft nicht mit Federn am Rahmen befestigt ist – sondern mit Gummiseilen. Ich habe das ungewöhnliche Sportgerät gesehen und war sofort überzeugt. Das mußte her. Seither steht es mitten in meinem Wohnzimmer. Manchmal steige ich einfach im Vorbeigehen drauf und schwinge in paar Runden – mehrmals in der Woche nehme ich mir jedoch Zeit für ein ausgiebiges ca. 1 Stündiges Training. Dabei bin ich auch gar nicht auf mich selber gestellt – sondern Gast im ersten Life-Fitness-Studio der Welt – bei pur-life. Dabei mache ich entweder bei den Life-Kursen mit oder spiele eines der vielen Trainingsvideos ab, die vom Schwierigkeitsgrad und von der zeitlichen Länge variieren. Es gibt auch unterschiedliche Trainer. Wer nicht das Geld für ein Trampolin ausgeben möchte, der kann sich sicherlich auch ein Hüpfseil anschaffen. Aber ich mag auf mein bellicon nicht mehr verzichten. Welche Vorteile das Hüfen noch hat schreibe ich in einem späteren Artikel.

Mein liebstes Fortbewegungsmittel

Mein liebstes Fortbewegungsmittel

Welche Sportarten gibt es noch?

Im Sommer gehe ich gerne Schwimmen. Ich liebe es, im Natursee meine Runden zu ziehen. Dabei wechsle ich immer wieder ab zwischen Brust- und Rückenschwimmen. Ich fühle mich dadurch entlastet – der Nacken fühlt sich besser an. Bei facebook habe ich erfahren, dass manche gar nicht Brustschwimmen können – weil der Nacken recht instabil ist und das sofort Beschwerden auslöst. Schwimmen ist aber nicht nur aus diesem Grund nicht die richtige Sportart für Betroffene einer Histamin-Intoleranz. Falls jemand nicht wie ich nur im See schwimmen geht, sondern auch im Schwimmbad spielt die Chlorbelastung des Wassers eine Rolle. So wie viele Chemikalien eine Belastung für einen histaminsensiblen Körper darstellen können scheint es auch mit dem Chlor zu sein. Kein Wunder, dass ich schon seit einigen Jahren „keine Lust“ mehr habe, ein öffentliches Schwimmbad mehr aufzusuchen.
Was ich auch liebe ist mit meinem Fahrrad zu fahren. Mittlerweile fahre ich den ca. 20 km weiten Weg zur Arbeit auch bei leichtem Niesel-Wetter mit dem Fahrrad. Mit der richtigen Ausrüstung geht das alles ganz leicht. Ich fühle mich einfach anders wenn ich mich vor oder nach der Arbeit körperlich anstrenge. Fahrradfahren tut mir richtig gut. Ich liebe es. Früher legte ich auch kleine Strecken mit dem Auto zurück – die Zeiten sind vorbei.

Was gilt es noch zu beachten?

Immer wieder lese ich darüber, dass es bei einer Histamin-Intoleranz wichtig ist, sich zu bewegen. Ich lese jedoch auch, dass es wichtig ist, sich nicht zu verausgaben. Das richtige Maß ist wichtig. Für den einen kann das sein, im Bett Übungen mit Armen und Beinen zu machen, um aus der Bettlägerigkeit herauszukommen – für den anderen kann das ein Training auf dem bellicon sein und wieder ein anderer trainiert alle zwei oder drei Tage. Wichtig ist, dass jeder seine persönliche Leistungsgrenze nicht überschreitet. Wichtig ist auch, dass das Training regelmäßig stattfindet und dies bis zu einem bestimmten Ziel hin steigert.

Welche Sportart ist Dir ans Herz gewachsen?

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Histamin-Intoleranz und Symptome nach dem Sex?

Jetzt wage ich mich an einen Artikel, um den ich lange herumgeschlichen habe. Jeder interessiert sich zwar für Sex – aber nur solange bis es um die eigene Sexualität geht – dann ist es plötzlich ein Tabu. Und das ist auch ganz verständlich – geht es doch dabei um unsere verletzlichste Seite. Die Werbung verwendet – oft schamlos – die Tatsache, dass der Mensch sich dem Instinkt kaum entziehen kann, auf sexuelle Reize zu reagieren.

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe...

SEX: Jetzt, wo ich eh schon Ihre Aufmerksamkeit habe…

Im Internet entdeckte ich einmal eine Fotographie von einem Schaufenster. Es klebte ein Schild dran, auf dem in sehr großen Buchstaben „SEX“ zu lesen war. Etwas kleiner darunter stand dann: „Now, that I have your attention: No bicycle in front of the window.“ (Sex – jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe: Keine Fahrräder vor dem Schaufenster). Und dieses Plakat existiert in allen möglichen Variationen. Sobald es um sexuelle Reize geht ist die Aufmerksamkeit des Lesers gewiss.

Interesse ist sehr groß

Als ich meinen Artikel über Slox-Sex in der Histaminintoleranz-Gruppe bei facebook veröffentlichte rechnete ich nicht mit diesem „Ansturm“. Als erstes wurde ich gefragt, worin denn der Zusammenhang zwischen Sex und Histamin-Intoleranz läge. Ich hatte darüber nicht geschrieben, was ich jetzt mit diesem Artikel nachholen möchte. In den Kommentaren erwähnte ich dann, dass ich von konventionellem Sex seit längerem Symptome hatte – von Slow Sex jedoch nicht und dass ich aus diesem Grund wagte, ihn in der Gruppe zu veröffentlichen. Mit der großen Resonanz hatte ich nicht gerechnet – weil es immer ein großes Tabu ist, über die eigene Sexualität zu sprechen.

Symptome nach dem Sex

Einige steuerten tatsächlich ihre eigenen Erfahrungen bei. Offenbar geht es anderen Betroffenen so wie mir. Die Kommentare lauteten von „kann danach nicht mehr schlafen“, „an diesen komischen Symptomen habe ich als erstes festgestellt, dass etwas nicht stimmt“, „mir ist danach immer übel und ich bin platt“, „ich bin danach auch immer total platt und habe Augenränder – dachte, dass das normal sei“, „ich bekomme immer das Gefühl von Ohnmacht und habe Angst einen Hirnschlag zu bekommen. Jetzt weiß ich ja woher“, „ich reagiere beim/nach dem Sex wenn mein Partner für mich unverträgliche Lebensmittel zu sich genommen hat (Bier, Alkohol, Getreide ist ganz schlimm)“, „ich kann auch nachts danach nicht schlafen und muss den Sex deswegen auf andere Tageszeiten verlegen“.

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

Wieder andere wehrten sich vehement und meinten sie möchten ihre Sexualität gerne so weiter leben wie sie es gewohnt seien. Ich bin ja keine Missionarin – kann jeder halten wie er will. Ich teile einfach nur meine Erfahrungen. Vielleicht profitiert ja jemand davon? Es muss sich ja keiner ändern nur weil ich einen Artikel schreibe… die Reaktionen haben mich echt gewundert.

Was könnte die Erklärung dafür sein?

Zwei Erklärungen gibt es für die Symptome nach dem Sex. Die erste bezieht sich – wie so oft – auf Streß. Einer der Auslöser für die Ausschüttung von körpereigenem Histamin ist Streß. Und dazu zählt nicht nur Dis-Streß (unangenehmer Stress), sondern auch Eu-Streß (angenehmer Streß). Wenn das Blut in Wallung kommt und das Liebesspiel leidenschaftlich wird, geben die Mastzellen Histamin frei. Ab einer bestimmten Schwelle kann der Körper das vorhandene Histamin nicht mehr angemessen abbauen und es kommt zu den bekannten Symptomen.
Die zweite Erklärung stammt von Diana Richardson. Sie schreibt in ihren Büchern, dass durch das Praktizieren von konventionellem Sex Energie verloren ginge (beim Orgasmus). Sie schreibt, dass dies beim Slow-Sex nicht der Fall sei. Meine eigene Erfahrung stützt diese Theorie. Lebe ich konventionellen Sex fühle ich mich traurig, habe Rückenschmerzen, Nierenschmerzen und leide stundenlang unter Übelkeit. Lebe ich Slow-Sex fühle ich mich wohl, energetisiert, verbunden mit meinem Partner. Welche der Theorien stimmt, kann ich nicht sagen – aber ich kann sagen, dass ich mich damit sehr, sehr wohl fühle Slow-Sex zu leben und dass ich dann nach dem Sex wirklich symptomfrei bin.

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2 Kommentare

Schwache Nebennieren bei Histamin-Intoleranz?

Verträgst Du Kaffee? Wenn Du unter einer Histamin-Intoleranz leidest, dann wirst Du jetzt vielleicht sagen: Ja. Denn Du bekommst davon weder Durchfall, noch Kopfschmerz, Hautausschläge, Übelkeit oder sonst eines der typischen Symptome. Es könnte jedoch sein, dass Du Kaffee doch nicht verträgst. Die Symptome einer Nebennieren-Insuffizienz überschneiden sich zum Teil mit der einer Histamin-Intoleranz – zum Teil ist auch die Behandlung dieselbe. Das Hauptsymptom ist eine bleierne Müdigkeit. Und die entsteht auch beim Genuss von Kaffee – oder sollte ich lieber sagen nach dem Genuss von Kaffee? Das trügerische daran ist, dass diese Müdigkeit nicht im engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Trinken der schwarzen Brühe aufritt – sondern mehrere Stunden danach erst. Und für die Nebennieren ist Kaffee purer Stress…

Auf der Spur der Nebenniereninsuffizienz

Ein Heiler hat mich auf die Fährte der NNI gelockt – darüber hatte ich schon geschrieben (Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?). Was ich dazu fand fesselte meine Aufmerksamkeit: Ein Buch mit 480 inhaltsschweren Seiten, das so spannend geschrieben ist, dass ich es wirklich um Nu durchgelesen hatte. „Grundlos erschöpft? Nebennieren-Insuffizienz  –  das Streß-Syndrom des 21. Jahrhunderts“, das Buch von Dr. James Wilson. Die Erkenntnisse aus diesem Buch haben mir geholfen, wieder mehr Energie zu haben und vor allem wieder richtig durchschlafen zu können. Die Nebennieren erschöpfen sich durch chronischen Streß – im schlimmsten Fall entwickelt sich die Addison-Krankheit bei der die Nebennieren verschlissen sind. Dies ist lebensgefährlich und gehört in die Hände eines Fachmannes.

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Genügend Salz ist wichtig bei NNI

NNI – eines der Stiefkinder der Medizin

Jeder Hausarzt kann den Test durchführen – es werden im Labor die Cortisol-Werte in Speichel, Blut oder Urin bestimmt. Werte über einem Referenzwert sind zu hoch – der Betreffende leidet unter dem sogenannten Cushing-Syndrom (zuviel Cortisol). Werte unter dem Referenzwert sind zu niedrig – der Betreffende leidet unter Morbus Addison. Dr. Wilson beschreibt eindringlich, dass viele Betroffene trotz erfolgter Diagnostik nicht erkannt werden – und zwar diejenigen, deren Cortisol-Wert sich  im unteren Referenzbereich befindet, jedoch noch nicht die Schwelle zu Morbus Addison überschreitet.  Diese Menschen leiden unter einer Insuffizienz der Nebennierenrinde. Wenn Du also den Verdacht hast, unter einer NNI zu leiden, dann vertraue nicht Deinem Hausarzt, sondern vergleiche Deine Werte zusätzlich mit den Referenzwerten oder finde einen Arzt, der sich mit NNI auskennt. Falls Du betroffen bist, die Gute Nachricht ist: Deine Nebennieren können sich auch wieder erholen!

Was kann ich tun, um der NNI entgegen zu steuern?

Was Du wissen solltest: es wird nicht schnell gehen – sondern langsam. Aber das bist Du ja gewohnt wenn Du unter einer HI leidest. Deine Nebennieren brauchen Zeit, sich von dem ständigen Streß zu erholen und Du musst sie entstressen. Ich habe hier die Tipps zusammengestellt, die mir selber am meisten geholfen haben. Die Zusammenhänge erkläre ich in zukünftigen Beiträgen – oder Du liest sie einfach bei Dr. Wilson nach.

  • Esse genügend Salz. Wahrscheinlich hast Du sowieso einen großen Salzhunger. Gib dem ruhig nach.
  • Achte auf eine ausgewogene Balance von Fett, Kohlehydraten und Eiweiß in Deiner Nahrung.
  • Verzehre keine ranzigen Öle. Verwende im Zweifelsfall Kokosfett. Versorge den Körper mit essentiellen Fettsäuren, zur Not mit Hilfe von  Nahrungsergänzungsmitteln
  • Verzichte auf Alkohol und Kaffee
  • Verzichte auf Transfette und raffinierten Zucker
  • Verzichte auf Obst, das hohe Kaliumanteile hat (Bananen, Rosinen, Datteln, Feigen, Orangen, Grapefruit) und iß stattdessen lieber Papaya, Mango, Pflaumen, Birnen, Äpfel, Trauben oder Kirschen
  • Verwende Nahrungsergänzungsmittel (Vitamin C, Vitamin E, Magnesium, Betain HCL)

Befinden sich Deine Werte nicht weit entfernt von denen von Morbus Addison, wird Dein Arzt womöglich sagen, Du seist gesund. Teste, ob Dir diese Regeln helfen. Das sind die Dinge, die Du selbst erstmal tun kannst. Ganz wichtig: Wer jedoch von Morbus Addison betroffen ist gehört in die Hände eines Fachmannes – damit ist nicht zu spaßen.

Der Schlaf ist enorm wichtig bei der Regeneration 

Wenn sich die Nebennierenrinde wieder erholt kannst Du wieder besser schlafen. Mir ging es so. Jedoch ist es nicht nur eine Konsequenz aus der Regeneration – der Schlaf ist auch eine wichtige Bedingung für die Regeneration der Nebennierenrinde. Dr. Wilson empfiehlt vor 22 Uhr zu schlafen und möglichst nicht vor 8 oder 9 Uhr morgens aufzustehen. Wer später schläft oder früher aufsteht, dessen Körper gerät unter großen Streß und es kostet vor allem die Nebennieren viel Kraft, die Energie dafür bereit zu stellen.

Wie geht es Deinen Nebennieren?

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Bild: Shivani Allgaier