Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…


Ein Kommentar

Wie funktioniert mein Nervensystem bei Histamin-Intoleranz?

Seit meinem Psychologie-Studium habe ich viel über das Nervensystem gelernt. Sympathikus, Parasympathikus und das Zusammenspiel mit dem Hormonsystem. Vor allem im Zusammenhang mit Psychosomatik und auch den ganzen Streß-Theorien ist das Wissen um das Nervensystem ganz zentral. Dabei gelten Schlafstörungen als ein erstes Alarmzeichen, das auf die Entwicklung von Psychosomatischen Erkrankungen hinweisen kann. Nur muss ich ganz nüchtern sagen: ganz praktisch hat mir das Wissen darum für das Management meiner eigenen Erkrankung nichts genützt. Zudem bin ich Psychotherapeutin, Hypnosetherapeutin und mit Streß-Management sehr vertraut. Für mich selbst war mein Wissen jedoch bis dahin nicht nützlich gewesen, Einfluß auf die Histamin-Intoleranz zu nehmen.

IMG_3929

Ein zündender Funke löst ein Lächeln aus…

Und plötzlich geht mir ein Licht auf…

Ich weiss nicht mehr, was genau der Anlass war, dass ich mich mit einer ganz neuen Theorie beschäftigt habe. Wahrscheinlich war mein Anliegen, mich fortzubilden um meine Patienten noch besser unterstützen zu können. Von einer Kollegin habe ich von einer neuen Theorie gehört, die sich mit dem Nervensystem beschäftigt – vor allem mit dem Vagus-Nerv. Beim Lesen ist mir ein Licht aufgegangen – wenn es stimmt, was er schreibt, dann bin ich jetzt meinen Migräne-Anfällen nie wieder hilflos ausgeliefert. Diese Erkenntnis kam mir um den Jahreswechsel – uns sie bewahrheitet sich bis heute. Zwar hatte ich seither ein oder zweimal Migräne – aber ich konnte nachvollziehen warum ich sie bekam. Mit der Zeit gelang es mir, die Anfälle zu vermeiden und seit Februar bin ich anfallsfrei. Für mich immer noch ein Wunder und zudem ein großer Segen.

Was hat das nun mit der Theorie zu tun?

Steven Porges ist Psychiater, er beschäftigte sich in der Vergangenheit vor allem mit dem Nervensystem von Kindern. Im Rahmen seiner Arbeit machte er sich eines Tages auf die Suche, um Ungereimtheiten aufzuklären und fand faszinierende Zusammenhänge. Seine Kollegen taten die Entdeckungen zunächst als „altes Zeugs“ ab und wollten nichts davon wissen. Bis er in Kontakt mit Traumatherapeuten kam – die waren begeistert, da er mit seiner Theorie genau das erklären konnte, was die Erfahrung der Therapeuten mit ihren Patienten im Alltag war.

Das Nervensystem kennt nur drei Zustände

„Wenn das auch für mich gilt, dann bin ich jetzt meinen Migräne-Anfällen nie wieder ausgeliefert.“ Porges beschreibt die drei Haupt-Zustände, in denen sich unser Nervensystem befinden kann: das Beziehungs-System, das Kampf-Flucht-System und ein Schock-System. Jedes der Systeme hat unterschiedliche Fähigkeiten, die dem Organismus helfen, auf Anforderungen von aussen angemessen zu reagieren. Ich war mir gar nicht bewusst gewesen, dass ich mich überwiegend im Kampf-Flucht Modus befand und meinen gesamten Organismus ständig an die Leistungs-Grenze brachte. Die Migräne hat einfach nur als Not-Schalter diesen Zustand beendet. Danach ging es mir jeweils wieder richtig gut – besser als je zuvor. Und noch eine Erkenntnis: Ich hatte immer danach gesucht, was mich vergiftete – jetzt bin ich mir sicher: das Gift saß im Kopf!

Eine neue Basis für meine Arbeit

Jetzt habe ich eine ganz neue Basis für meine Arbeit. Ich werde meine gesamte Internet-Präsenz darauf anpassen und ebenso meine gesamte Arbeit. Denn so wie es mir erging ergeht es ja noch viel mehr Menschen. Zentral dafür ist zum einen das Wissen um die drei Zustände, wie man erkennt in welchem man sich befindet uns wie man in den Zustand kommt, in dem man Zugriff hat auf sein volles Potenzial – ausserdem Zeit, Energie und Lebensfreude zur Verfügung hat. Und wer bitte will das nicht? Was so einfach klingt, ist in der Umsetzung ganz schön komplex – und genau das möchte ich gerne ab jetzt in die Welt bringen.

Bücher dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie den Artikel auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen.

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bild: Shivani Vogt, geb. Allgaier (cc)

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Histamin-Intoleranz und die Psyche

Mein gesundheitlicher Zustand wird immer stabiler. Lange habe ich die Ursache von meiner Nahrungsmittel-Intoleranz nicht verstanden. Deshalb hatte ich auch nicht wirklich einen Schalter, mit dem ich etwas kontinuierliches verändern konnte. Gerade lese ich ein Buch, bei dem es vor Aha-Effekten nur so wimmelt – ein Wimmelbuch.

Oder doch die Psyche?

Hatte ich vor 4 Jahren noch getitelt, dass die Symptome oft auf die Psyche geschoben werden, lerne ich gerade, dass eine Nahrungsmittel-Intoleranz doch sehr viel damit zu tun haben könnte. Streng genommen geht es gar nicht um die Psyche, sondern um den Körper. Noch strenger genommen geht es um das Nervensystem. Bei der Vorbereitung einer Fortbildung zum Thema Selbstfürsorge habe ich mich in ein Konzept des Nervensystems eingelesen, das mich einfach vom Hocker gehauen hat.

img_2458

Ein schöner Platz in der Natur beruhigt das Nervensystem

Und plötzlich kenne ich einen Schalter

Es hat nicht gleich beim ersten Lesen klick gemacht, ich habe die Texte zur Polyvagal-Theorie einige Male durchgelesen, bevor ich den Schlüssel in der Hand hatte, der für mich alles änderte. Mir ging es zwar nach wie vor gut und ich bin seit Wochen symptomfrei – aber schon eine kleine Übertretung der Regeln was ich esse wird mir einen Migräne-Anfall bescheren. Diese Unsicherheit sitzt mir im Nacken wie ein schwarzes Etwas, von dem ich nicht weiss, wann es wieder das nächste Mal zuschlagen wird. Dr. Steven Porges ist Psychiater und verheiratet mit einer Frau, die als Traumatherapeutin ausgebildet ist – in Somatic Experience nach Peter Levine.

Das Nervensystem in eine hierarchische Ordnung gebracht

Bisher ging ich davon aus, dass mein Nervensystem aus dem Parasympathikus und dem Sympathikus besteht. Da hat Porges auch keine anderen Neuigkeiten. Wo er neue Gedanken hineinbringt ist, dass es nicht willkürlich ist wann welcher Teil des Nervensystems anspringt, sondern dass es Sinn macht welcher Teil davon reagiert. Er geht davon aus, dass der Vagus-Anteil dreigliedrig aufgebaut ist – und das sogar entwicklungsgeschichtlich aufeinander aufbauend. Da ist der Teil, der unser soziales Zusammenleben regelt – dieser ist verantwortlich für die Fähigkeit von Empathie und Empfinden von Nähe, stellt also die Grundlage für unsere sozialen Fähigkeiten dar. Sobald uns Sicherheit verloren geht, schält unser Vagus auf eine entwicklungsgeschichtlich ältere Struktur um und geht entweder in Kampf- oder in Fluchthaltung. Wenn die Bedrohung noch stärker wird und wir uns in Lebensgefahr befinden, schält der Körper um in einen Schock-Modus und friert seine Energie ein. Diese Funktionen des Nervensystems ist die Grundlage von Somatic Experience und Steven Porges hat diese den Funktionen der Nervenleitungen zugeordnet.

Und was ist jetzt der Schalter?

Mir ist einfach klar geworden, dass mein Nervensystem nur diese drei Modi kennt – mehr gibt es nicht. Wenn ich im Kampf-Modus bin und mit meinem Partner streite, dann kann ich über eine klare Entscheidung da aussteigen und wieder in den Nähe-Modus gelangen. Wie? Dadurch, dass ich für Sicherheit sorge. In meiner Fortbildung ging es um Achtsamkeit. Darüber lässt sich das Nervensystem beruhigen – was übrigens auch durch soziale Interaktion möglich ist oder durch Spaziergänge in der Natur. Vielleicht war es anderen auch so klar – durch die Beruhigung des Nervensystems kann die Symptomlastk einer Nahrungsmittel-Intoleranz reduziert werden. Seit ich das verstanden habe, hatte ich nie wieder diese schwarze Wolke in meinem Nacken, von der ich nicht weiss wann sie das nächste Mal zuschlagen würde.

Was bringt aber mein Nervensystem in Aufruhr?

Die Polyvagal-Theorie war nur der Anfang – ich habe noch mehr entdeckt. Aufbauend auf dieser Theorie haben zwei andere Therapeuten ein Modell entwickelt, auf dem sie erklären können warum das Nervensystem von Menschen, die keine so einfache Kindheit hatten, anders reagiert als von Menschen, die mit einer gewissen Sicherheit in dieses Leben geplumpst sind. Sobald ein Säugling existenziellen Themen ausgesetzt ist und nicht durch das Umfeld beruhigt wird, findet Überforderung statt. Diese wiederum hat Konsequenzen für das Erleben. Und hier kommt dann wieder die Psyche ins Spiel. Das Buch liest sich für mich wie ein Krimi – und ich kann es Menschen, die an einer Nahrungsmittel-Intoleranz leiden wirklich sehr ans Herz legen. Ich empfehle es sogar jedem, der an einer chronischen Krankheit leidet. Das Buch enthält auch Lösungsstrategien, der Titel ist „Entwicklungstrauma heilen“.

Was hat sich für mich dadurch verändert?

Jahrelange Gewohnheiten lassen sich nicht so schnell verändern. Heute nacht hatte ich mal wieder Schlafstörungen, ich bin nach Wochen guten Schlafes mal wieder um halb drei aufgewacht und lag lange wach. Ich habe verstanden warum das so war – weil ich vor dem Einschlafen zu lange mental aktiv war – ich habe zu lange gelesen und mir vorgenommen, vor dem Schlafengehen wieder dafür zu sorgen, dass sich mein Körper beruhigen kann. Hilfreich ist für mich auch, dass mein Partner mit mir an einem Strang zieht – unsere Kämpfe haben aufgehört. „Wir kriegen das schon hin.“ hat sich verändert in „wir lieben das schon hin.“, er unterstützt mich anstatt mir unnötig Druck zu machen. Was mir weiter hilft ist, dass ich immer wieder nachspüre in welchem Modus ich gerade bin. Wenn ich mal wieder dissoziiert bin hilft mir Achtsamkeit wieder präsent zu sein. Gerate ich in den Kampf- oder Fluchtmodus, frage ich mich was mir Sicherheit gibt, damit ich wieder mit mir und meinen Bedürfnissen verbunden bin. Ich bin nicht mehr ausgeliefert, sondern kann mein Befinden steuern. Täglich besser – und das gibt enorm viel Selbstvertrauen und die Lebensfreude wird auch immer mehr.

Buch dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie den Artikel auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen.

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bild: Shivani Allgaier (cc)


2 Kommentare

So schmeckt das Leben nach Histamin-Intoleranz

Zu meinen schlimmsten Zeiten hätte ich mir nicht träumen lassen, was ich in den letzten drei Wochen erlebte. Ich war mal wieder im Urlaub. Neben schönen Erlebnissen gab es wieder jede Menge Erkenntnisse. Das erste was wirklich sehr erleichternd ist – mir geht es weiterhin immer besser.

Was ist anders?

Ganz konkret kann ich es gar nicht benennen – ich merke einfach, dass ich endlich richtig lebe. Ich habe aufgehört zu kämpfen. Mir scheint, ich habe bisher alles bekämpft – und das schlimme daran ist, dass es mir noch nichteinmal bewußt war. Ich merke es erst jetzt, da mein Erleben vollkommen anders ist. Heute früh wachte ich auf und hatte das Gefühl, dass ich bisher sogar gegen die Zeit kämpfte. Ich fühle mich jetzt so leicht, dass ich den Eindruck habe, mit der Zeit einfach mitzufließen.

Wie soll da ein Körper zur Ruhe kommen?

IMG_2582

Dolce Vita in der Toskana

Jetzt kann ich mir auch erklären, warum ich Probleme mit der Verdauung hatte. Wenn das gesamte Nervensystem sich im Kampfmodus befindet,  wie soll da der Körper zur Ruhe kommen? Wie soll da der Körper richtig verdauen können? Wie sollen die Organe da ihre Arbeit tun? Vor allem, weil ja das Verdauungssystem gerade in der Ruhephase arbeitet – also wenn das parasympathische Nervensystem aktiv ist.

Urlaubstest

Was ich im Urlaub alles gegessen oder getrunken habe, das hätte ich vor Monaten selber nicht geglaubt. Ich mag gar nicht alles aufzählen – zum Beispiel saß ich mit Freunden bei einem Aperol-Spritz in der Sonne. Dazu gab es: Chips, Essiggurken, Erdnüsse – ich habe von allem gegessen. Und wie war meine Reaktion? Bisschen Blähungen hatte ich schon – aber weder kam die Verdauung in Unordnung – noch hatte ich einen Schmerzanfall. Für mich ein Wunder.

Wie erkläre ich mir das?

Was mir wirklich nachhaltig hilft sind meine Sitzungen mit BodyTalkSystem. Ich kann es wirklich jedem nur empfehlen. Kein Kampf mehr, alte Programme, jetzt LEBEN

Produkte dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Du ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfiehlst.

… oder einen Kommentar hinterlässt

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnierst.

Bild: Shivani Allgaier (cc)

 


10 Kommentare

Werde ich jetzt wieder ganz gesund – das Ende von Histamin-Intoleranz?

Schon öfters seit meinem über 10 jährigen Leiden hatte ich gedacht: „Jetzt habe ich es gefunden – jetzt werde ich wieder ganz gesund!“ Doch die Zeit zeigt, dass der Körper die anfängliche symptomfreiheit doch nur eine zeitlang kompensieren konnte – spätestens nach 2 Wochen waren die Symptome zumindest zeitweise wieder da. Dieses Mal habe ich berechtigte Hoffnung, dass es jetzt anders ist – dass es dieses Mal anders sein könnte.

Die Ursache für meine Erkrankung?

Ich habe sie geliebt – schon als Jugendliche habe ich jede Hohlstunde in der Schule genützt, um mir eine Packung davon zu kaufen. Am liebsten genoß ich sie gemeinsam mit anderen, mit denen ich auf den Bus wartete, der uns nach der Schule nach Hause brachte. Auch später noch kaufte ich mir gerne eine Packung und aß sie meist ohne einen letzten Rest vollkommen auf. Die Rede ist von Chips. Seit ich an Histamin-Intoleranz erkrankt war musste ich darauf verzichten – ich habe bisher noch keine gefunden, in denen keine Geschmacksverstärker enthalten sind – und sei es als „grüngewaschenes“ Hefeextrakt getarnt. Mein Körper akzeptiert sie nicht mehr. Habe lange darunter gelitten – wie weise doch mein Körper ist. Heute weiß ich, dass „Salzhunger“ ein Zeichen sein kann für Streß-Erleben – denn es kann zeigen, dass die Nebennieren überlastet sind. Jedoch ist es nicht das Glutamat und auch nicht Salz was Probleme macht – es ist das Fett.

Wie kommt es zu dieser Erkenntnis?

Doch der Reihe nach. Die letzten Monate ernährte ich mich kohlenhydratarm – damit bin ich anfallsfrei. Die genauen Vorteile habe ich ja bereits in einigen Artikeln hier beschrieben. Jetzt habe ich festgestellt, dass mein gesamter Körper dennoch voll ist mit Entzündungsprozessen. Gelenke schmerzen, Muskeln schmerzen, körperliche Trägheit, ich reagiere auf Weizen (also auf Gluten) sehr extrem mit sofortigem Durchfall, die Region um den Blindarm schmerzt, es sticht manchmal in den Augen, vielleicht finde ich jetzt auch gar nicht alle Symptome. Und jetzt? Alles weg. Ja wirklich: alles weg. Das interessiert Dich sicher wie das geht, gelle?

Worin die Lösung liegt hätte ich niemals gedacht!

Seit einigen Wochen esse ich zum Frühstück Quark mit Leinöl und einigen Beerenfrüchten – das ist eine Abwechslung zum Rührei, das ich im Rahmen er kohlenhydratarmen Diät zu mir nehme. Manchmal gebe ich das Leinöl auch über den Salat oder das Gemüse, das ich mir zubereite. Jetzt habe ich festgestellt, dass es mir an Tagen, an denen ich über den Tag verteilt Leinöl zu mir nehme so gut geht wie ich es lange nicht mehr gefühlt habe: Der Körper fühlt sich leicht wie eine Feder, ich habe keinerlei Schmerzen in keinem einzigen Winkel meines Körpers, mein Köpfchen kann ganz klar denken, ich habe Energie ohne Ende, mein Körpergeruch ist ganz normal. „Das bin jetzt wieder ich.“, habe ich gestern zu meinem Partner gesagt und glücklich gestrahlt.

Ich liebe Blüten im Essen. Sie enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Ich liebe Blüten im Essen. Sie enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe.

So erkläre ich mir die Veränderung

Zwar wußte ich, dass Omega3-Fettsäuren sehr gesund sein sollen – ich wußte aber nicht um deren wirkliche Potenz. Aber der Reihe nach. Unsere Zellwände bestehen aus Fettsäuren. Davon gibt es gute (die einfach oder mehrfach ungesättigten) und weniger gute (die gesättigten). Wenn wir von den zweiteren zuviel essen, dann können die Zellwände undurchlässig werden – die Zelle nimmt nicht mehr alles auf was sie für eine normale Funktion bräuchte. Könnte das vielleicht die Ursache sein für KPU? Die Zellen werden dann auch immer resistenter, Insulin aufzunehmen. Das ist endlich die Lösung – ich hatte solange gesucht, die Ursache zu finden warum meine Zellen das Insulin nicht aufnehmen können, das ich durch eine kohlenhydratreiche Nahrung zur Verfügung stelle – letztendlich der Grund dafür, dass es mir hilft, ketogen zu essen. Aber der Reihe nach: durch die blockierten Zellwände entstehen auch Entzündugnsprozesse. Wie bitte? Da wundere ich mich, dass mein Körper in jeder Ecke eine Entzündung hat und hier kommt die Erklärung. Histamin spielt ja auch eine Rolle bei Entzündungsprozessen – oder nicht? Zusätzlich entsteht dann auch noch ein Problem mit den Nebennieren – denn die feuern mit Hormonen, damit der Körper irgendwie an Energie kommt – aber es ist ein erfolgloses Unterfangen. Die Nebennieren erschöpfen sich dabei – denn die Zellen sind ja insulinresistent. Aber es geht noch weiter. Der Körper behilft sich offenbar, mit den ganzen Verdauungs-Inhalten zurecht zu kommen (die ja sonst in der Zelle landen bzw. irgendwie im Körper verändern würden – wenn die Zellen offen dafür wären) indem Pilze und falsche Bakterien ihm bei der Verstoffwechslung helfen. Das ist der Hammer!

Darum bekam ich also den Darm nicht in Schwung!

Die Ursache für meine Blähungen (Pilze bzw. schlechte Darmbakterien) war also deswegen nicht zu bekämpfen, weil der Körper es dringend benötigte, seinen Stoffwechsel irgendwie aufrecht zu erhalten. Jetzt ist mir klar, dass es nicht gelang, die „guten“ Bakterien im Darm anzusiedeln und die „bösen“ los zu werden. Jetzt kommt noch ein Klopfer – ich habe diese Erkenntnisse aus dem Internet – sie stammen aber nicht von einem Arzt oder Heilpraktiker – sondern von einem Informatiker. Er vertreibt mittlerweile das beste Öl, mit dem man seine Zellen versorgen kann – das Leinöl und hat auf seiner tollen Internetseite für mich sehr hilfreiche Informationen gesammelt. Der nennt sie die Fett-Falle. Dort habe ich meine ganzen Körper-Symptome beschrieben gefunden und auch die Lösung. Außerdem habe ich eine geniale Lösung für die Versorgung mit ungesättigtem Öl für die Reise.

Werde ich jetzt wieder ganz gesund?

Noch reagiere ich auf Gluten – bei Verzehr gibt es immer noch Entzündungssymptome und einen Schmerzanfall. Seit ich die Zeilen der Fett-Falle gelesen habe verzichte ich soweit es mir möglich ist auf ungesättigte Fette und baue vor allem Leinöl über den Tag verteilt in meine Ernährung ein. Ich fühle mich wie neu geboren. Ich fühle mich von Tag zu Tag wohler. Ein wichtiger Punkt woran meine Therapeuten in den letzten Jahren immer wieder erfolglos mit mir gearbeitet haben ist ganz selbstverständlich stabil. Ich bin fest gegründet auf der Erde, schwebe nicht mehr halb an der „Decke“ (ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll). Im Qi Gong heißt es, man soll das Körpergewicht vor allem nach unten verlagern – so gehe ich jetzt durch den Tag, ohne mich dafür „anstrengen“ zu müssen oder darauf Aufmerksamkeit zu richten. Andere würden vielleicht sagen, ich sei gut „geerdet“. Was für mich am wichtigsten ist: Die letzten Tage war mein Guruji in einem Retreat. Früher habe ich diese tiefe, stille Präsenz auch zu Hause mitbekommen – die letzten Jahre war ich auf sonderbare Weise davon wie abgeschnitten. Jetzt kommt das Wunder: Die Liebe und Präsenz war während des gesamten Retreats sehr stark spürbar – das ist für mich das größte Geschenk, bin sehr dankbar. So darf es gerne weiter gehen. Das gibt noch ein Fest. Halleluja!

Bücher dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-cx

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

 Bild: Shivani Allgaier (cc)


Hinterlasse einen Kommentar

Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde?

Ich bin sehr froh, dass ich endlich die Ursache meiner Beschwerden herausgefunden habe. Durch die kohlenhydratarme Diät ernährte ich mich für Wochen ohne Brot. Da ich mich gesundheitlich sehr stabil fühle testete ich mal hier und mal da wie mein Körper reagiert, wenn ich „sündige“. Dabei habe ich entdeckt, dass ich Brot essen kann – wenn dies jedoch aus Weizen (oder auch aus den modernen Dinkel-Sorten) gebacken ist produziert mein Körper sofort Symptome. Es sind genau die Symptome, mit denen meine Beschwerden vor Jahren begannen:

  • Halsschmerzen beim Schlucken
  • Bleierne Müdigkeit
  • Das Essen liegt wie ein Stein im Magen
  • Wenn ich eine Hand auf den Bauch mit den Händen fühlt sich die Magengegend sehr kalt an, andere Bereiche sind warm.
  • Übelkeit
  • Innere Unruhe bis zu Herzrasen (wenn ich nicht wüsste woher das kommt und dass es vorbei geht könnte ich denken, ich leide unter einer Angststörung)
  • Unreine Haut

Wenn ich danach wieder brotlos oder Brot ohne Weizen esse bleibt die unreine Haut noch eine Woche lang, die anderen Symptome sind nach 4-6 Stunden alle wieder verschwunden. Eine für mich sehr verblüffende Erfahrung. Offenbar betrifft es noch mehr Menschen in dieser Welt – dass sie keinen Weizen mehr vertragen. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen sind die Tests auf Glutensensitivität (Zöliakie) regelmäßig negativ – dennoch verursacht Weizen Symptome. Diese gleichen genau dem was auch bei

Anbau im Garten kann sehr viel Freude machen.

Anbau im Garten kann sehr viel Freude machen.

einer Histamin-Intoleranz auftritt:

  • Blähungen
  • Schmerzen
  • Durchfall
  • Kopfschmerz
  • Depression
  • Müdigkeit
  • Muskelschmerz
  • Hautausschlag

Eine Histamin-Intoleranz wurde bei mir nie über Labor-Werte diagnostiziert. Ich hatte einfach die Beobachtung gemacht, dass es mir besser geht wenn ich histaminarm esse – Selbstdiagnose über Auslaßdiät also.

Und was hat jetzt die Weizenunverträglichkeit mit der Histamin-Intoleranz zu tun?

Ich muss schon sagen, dass es mir komisch vorkommt, dass noch nie jemand vorher auf die Idee kam, nach irgendwelchen Entzündungen im Körper zu suchen – wo doch das Histamin an Entzündungs-Reaktionen beteiligt ist. Und es ist wohl in der Forschung nicht ganz unbekannt, dass WGAs eine größtmögliche Immunantwort stimulieren können. An anderen Stellen gibt man vor, die Ursache noch nicht so genau zu kennen – dennoch ist das Phänomen bekannt. Doch was hat das alles mit Weizen zu tun?

Auch Pflanzen können sich wehren!

Auch Pflanzen können sich wehren!

WGAs (wheat germ agglutinin) gehören zu den Lektinen – das sind Stoffe, die der Pflanze helfen, sich gegen Schädlinge zu wehren. Sie stellen einen wichtigen Schutz für die Pflanze dar. Genau dieser Schutz wurde in den letzen Jahrzehnten hochgezüchtet – offenbar ohne darauf zu achten, ob dies für den Menschen auch verträglich ist? Noch dazu sind sie hochaggressiv und außerdem hitzestabil – wohingegen Lektine im Gemüse bei Hitze zerfallen.

Wie reagiert unser Körper auf Lektine?

Was an den einen Stellen unbekannt scheint, an anderen lächerlich gemacht wird oder als übertrieben dargestellt wird, ist an wieder anderen Stellen recht gut als Information zugänglich – wie unser Körper auf die veränderten Weizenkörner reagiert. Es wird gesagt, diese Biester lassen die Zellen insulinresistent werden – dadurch erhöhen sich die Entzündungsreaktionen im Körper zusätzlich – ein Teufelskreis entsteht. Weizen führt zur Durchlässigkeit von Geweben – dem leaky gut Syndrom und führt dazu, dass im Darm Nährstoffe schlechter aufgenommen werden – auch das sehr wichtige Vitamin D. (Meine stille Vermutung ist, dass alles das auch die Ursache für die Stoffwechselstörung HPU / KPU darstellen könnte.) Es stört den Muskelaufbau, zerstört Gelenkstrukturen, lagert sich an wichtigen Organen an und fördert dort Entzündungsreaktionen – ein Teufelskreis von Autoimmunerkrankungen kann entstehen. In meinem Fall erklären die Wirkungen der Lektine meine ganzen Symptome. Meine Kollegen habe ich gebeten, mich davon abzuhalten, sollte ich auf Gewohnheit wieder zu einer Brezel oder einem Stück Kuchen greifen, das aus Weizenmehl gebacken ist. Und wenn ich mein Leben lang auf Brot, Kuchen und Nudeln verzichten muss – ich rühre das freiwillig nicht mehr an!

.

Wo soll das alles noch hinführen und wie kommen wir da wieder heraus?

Habe ich recht mit meinen Vermutungen – oder nicht? Ich weiß es noch nicht. Ich vermute fast, dass meine Symptome nicht nur mein eigenes Problem darstellen – sondern eines von ganz vielen. Das heißt, dass es nicht nur an mir ist, das zu lösen – sondern an mehreren oder gar vielen – womöglich auch an denen die heute (noch) gar nicht davon betroffen sind. Wie die Lösung konkret aussieht, davon habe ich noch keine Ahnung. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, Obst und Gemüse im eigenen Garten anzubauen. Ob es hilft kann ich noch nicht sagen. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen. An dieser Stelle lasse ich jetzt Häuptling Seattle zu Wort kommen: „Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig (…), denn die Erde ist des roten Mannes Mutter. (…) Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als Wüste. (…) Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. (…) Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden. (…) Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten. (…) Vielleicht sind wir doch – Brüder. Wir werden sehen.“

Aus: Rede des Häuptlings Seattle an den Präsidenten der USA im Jahre 1855.

Artikel dazu bei Amazon:

 

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-cb

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

 Bild: Shivani Allgaier (cc)


Hinterlasse einen Kommentar

Histamin-Intoleranz und Depression

Heute weiß ich, dass ich in den schlimmsten Zeiten meiner Histamin-Intoleranz die Kriterien einer manifesten zumindest leichten Depression (ICD10 F32.) erfüllt habe. Obwohl ich selber zum behandelnden Fachpersonal gehöre hatte ich meine Scheuklappen so gut aufgesetzt, dass ich das in dieser Zeit nicht wahrhaben wollte. Immer wieder lese ich in den Gruppen bei facebook zu Histamin-Intoleranz, dass Antidepressiva verschrieben und meist auch genommen werden. Ich möchte gerne die Arbeit meines Kollegen Michael Yapko vorstellen, der die These vertritt, dass eine Depression am erfolgreichsten behandelt wird wenn die gesamte Familie behandelt wird – also nicht nur eine Person behandelt wird, sondern ein ganzes System. Er hat sehr viel Erfahrung und auch Erfolg auf diesem Gebiet, denn er beschäftigt sich seit über 30 Jahren damit.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Warum die Familie mit einbeziehen?

Wer die Arbeiten von Yapko kennt, dem ist bekannt, dass eine alleinige medikamentöse Therapie keine adäquate Therapie bei Depressionen ist. Um Familienmitglieder zu schützen bezieht er in die Therapie schon sehr früh Familienmitglieder mit ein. Die Grundlagen seiner Arbeit kannst Du auch in dem Buch nachlesen „Depression is contagious“ = Depression ist ansteckend! Seine Arbeitsthese ist, dass eine Depression zwischen Menschen existiere und dass nicht ein Mensch erkrankt sei, er nimmt an, dass die Depression Beziehungen beeinflusst. Er geht davon aus, dass jemand mit einem depressiven Elternteil mit 3-6 fach erhöhter Wahrscheinlichkeit auch eine Depression entwickeln werde. Die Ursachen dafür sind laut Yapko nicht biologisch – was eine medikamentöse Therapie rechtfertigen würde – sondern liegen eher in sozialen Faktoren.

Mögliche Ursachen einer Depression

Wer sich tendenziell nicht körperlich bewegt hat eine größere Wahrscheinlichkeit, an Depression zu erkranken als sportliebende Menschen. Natürlich spielt auch das biochemische Ungleichgewicht im Gehirn eine Rolle, ebenso entzündliche Prozesse oder auch die Genetik. Aber die Hauptursache sieht Yapko in der Qualität der Beziehungen.

Warum nicht nur Medikamente bei Depression?

Medikamente haben den Nachteil, dass sie die Fähigkeiten der Menschen in sozialen Kontexten nicht verbessern können. Patienten lernen durch die Medikamente keine adäquaten Bewältigungs-Strategien. Entweder wird ein bestehendes soziales Netzwerk durch nicht wertschätzende Kommunikation zugrunde gerichtet – oder es kann erst gar nicht entstehen. Obwohl es Expertenempfehlungen für sogenannte Kombinationsbehandlungen mit medikamentöser und psychotherapeutischer Therapie gibt, bekommen viele Menschen ausschließlich Medikamente. 80 Prozent der Verschreibungen erfolgen durch Mediziner, die keine Psychiater sind und nur 20 Prozent der Personen, die Antidepressiva einnehmen werden auch psychotherapeutisch behandelt. Als Hauptfaktor benennt er, dass eine alleinige medikamentöse Behandlung die Rolle des Patienten als „passiv definiere“. Ein Umstand, der iatrogen (durch die ärztliche Behandlung verursacht) die Depression verschlechtere.

Und wie geht Yapko dann in der Behandlung vor?

Sein therapeutische Ansatz ist, individuell herauszufinden welches der ganz eigene Weg seines Patienten in die Depression hinein war und das richtige Ziel, die Schlüsselfähigkeiten zu finden, die dem Patienten wahrscheinlich am meisten helfen aus seiner Depression auch wieder herauszukommen. Als einen der wichtigen Risikofaktoren nannte er Rigidität (kognitiv, emotional, bezüglich des Verhaltens, der Wahrnehmung, der Identität und in Beziehungen). Als wichtiges therapeutisches Mittel dagegen empfiehlt er, in Hypnose Flexibilität anzuregen.

Erzeugen von Flexibilität braucht manchmal auch ungewöhnliches Vorgehen

Yapgo schildert die Fallgeschichte eines Patienten, der sich wünschte verheiratet zu sein, zwei Kinder, zwei Hunde und ein schönes Haus zu haben. Seinen Wunsch empfand er für sich als unerfüllbar, da er vor 12 Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik gewesen sei. Wenn er dies einer Frau erzählen würde, war er überzeugt, würde diese niemals ein Interesse an ihm haben. Dieser unglückliche Zustand machte ihn erneut depressiv. Michael antizipierte, dass es ziemlich sinnlos wäre, wenn er als Mann und Psychotherapeut seinem Patienten sagen würde, dass es bestimmt Frauen gäbe, die kein Problem mit dieser Vorgeschichte hätten. Wer müsste seinem Patienten diese Information geben? Am besten Frauen. Michael Yapko bat seinen Patienten sich 9 Fragen auszudenken, die er immer schon Frauen stellen wollte, er fügte dann noch eine 10 Frage (als Frage 7 eingefügt) hinzu: „Würden Sie einen Mann daten, der vor zwölf Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik war, würden Sie eine Beziehung mit so einem Mann eingehen und ihn womöglich sogar heiraten?“. Er schickte den Mann als Forscher in ein Einkaufszentrum. Er solle Frauen ansprechen, ob sie für eine unabhängige Studie bereit wären ihm ein paar Fragen zu beantworten.
Der Mann war erstaunt über die Antwort, die er auf Frage 7 bekam, deswegen fragte er immer mehr Frauen, am Ende über 100. Die häufigste Antwort wäre eine Gegenfrage gewesen: „Ist er reich?“. Michael Yapko konnte anschließend mit seinem Patienten an den Fähigkeiten arbeiten, die man braucht um eine Frau kennen zu lernen und eine Liebesbeziehung aufzubauen.

Wie denken Menschen, die depressiv sind?

Rigide fest verhakt in einer bestimmten Idee, globales Denken, das kennt man von depressiven Patienten. Wegen eines bestimmten Umstandes wie zum Beispiel schwere Misshandlung in der Kindheit die Überzeugung, dass dies unweigerlich zu einem depressiven, unglücklichen Leben führen muss. In solchen Fällen versucht M. Yapko Flexibilität, Weitung der Perspektive, den Zugang zu Kompetenzen anzuregen. Das durcharbeiten der Vergangenheit hält er bei Depressionen nicht für zielführend, denn das sei ja das was die Patienten schon von selbst dauernd täten, mehr in der Vergangenheit zu leben.

Wie arbeitet M. Yapko denn nun konkret?

Es gibt Lebensereignisse bei denen man von „gesellschaftlichem globalen Denken“ sprechen könnte. Eines dieser Ereignisse ist der tragische Verlust des eigenen Kindes. Wenn man Leute fragt, darf man einem Elternteil, das sein Kind verloren hat sagen: „Das Leben geht weiter, genieße es, dein Kind möchte bestimmt nicht, dass es dir schlecht geht? Dann ist die Antwort in nahezu 100 Prozent der Fälle: „Nein, auf keinen Fall“. Die meisten Menschen können sich empathisch in die Situation versetzten und äußern die Meinung; “ Das Leben ist dann vorbei, man kann dann niemals wieder glücklich sein“.
Wer müsste, damit es auch angenommen werden kann, sagen : „Ich möchte, dass Du Freude im Leben hast?“ Am besten das verlorene Kind im inneren. In Hypnose ist dies möglich – deshalb empfehle ich als Behandlungsverfahren immer jemanden, der in Klinischer Hypnose ausgebildet ist.

Hier Michael Yapko in seinem Blog über das Thema Depression. Der Beitrag ist in englischer Sprache.

.

Hier sein Beitrag zum Thema „Die Vorzüge des Spielens“. Es wird gesagt, er selbst sei ein großer „Spieler“ und seine Vorträge und Workshops seien sehr kurzweilig. Wenn Du also Gelegenheit hast, teilzunehmen empfehle ich Dir das sehr warm.

Mit ist wichtig zu sagen, dass sicher eine Psychotherapie nicht allen Betroffenen einer HI helfen kann – aber viele können sicher profitieren wenn sie den richtigen Therapeuten finden, der emphatisch begleitet.

Was sind Deine Erfahrungen zum Thema Depression?

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

Magnesiummangel – Symptome und Behandlung

Wie mir BodyTalkSystem bei HI hilft

Endlich schmerzfrei und gute Stimmung bei HI

Bücher dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-b5

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

 Bild: Shivani Allgaier (cc)


4 Kommentare

Das verbirgt sich hinter meiner Histamin-Intoleranz…

Endlich Urlaub! Nachdem ich den Flug dieses Jahr ohne Schmerzanfall geschafft habe und im Bett von unserer schönen Unterkunft liege ist die Vorfreude groß. Ich freue mich darauf, Kraft zu tanken beim Yoga der Stille, beim Schwimmen im Meer, beim Licht tanken in der Sonne und vor allem auf das indische Essen.

Symptome von den Kohlenhydraten

Kohlenhydratreiches Frühstück

Kohlenhydratreiches Frühstück

Das Frühstück ist reichhaltig und täglich abwechslungsreich. Ich genieße und beschließe in dieser entspannten Atmosphäre auf nichts zu verzichten – ich schmeiße die kohlenhydratreduzierte Diät und esse wonach ich Lust habe. Bereits am dritten Tag merke ich, dass dies keine gute Idee war – die Symptome verderben mir den Tag:

  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Zahnschmerz
  • Kopfschmerz (die übliche Migräne)
  • gereizte Stimmung
  • unruhige Beine
  • Histaminbeulen (gar kein schönes Hautbild)
  • Müdigkeit
  • Schlafstörung
  • Heißhunger
  • innere Unruhe
  • Schulterschmerz links
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Ohrenschmerz
  • Entzündetes Zahnfleisch

Oder habe ich noch etwas vergessen? Ich denke nicht. Das reicht auch. Dann verzichte ich eben doch auf die Kohlenhydrate. In Indien ist das ja möglich. Bereits einen Tag nachdem ich wieder strikt auf Zucker und andere Kohlenhydrate verzichte (schade um das schöne indische Brot), verfliegen die Symptome wieder wie sie gekommen waren. Einzig die Histaminbeulen brauchen eine ganze Woche bis sie abgeheilt sind.

Zum Frühstück gibt es fortan Rührei (ich wollte doch umstellen auf vegan – dann muss das halt warten), mittags und abends Gemüse mit viel Kokosfett und auch ein paar Löffeln Reis. Ich habe endlich eine Erklärung dafür wodurch meine Symptome auch vor meiner Diät verursacht wurden – von den Kohlenhydraten! Nur wenig später werde ich erfahren, dass es nicht alle Kohlenhydrate betrifft.

Eine ganz überraschende Information

Wo ich den Hinweis auf eine ganz neue Spur erhalten habe kann ich gar nicht mehr sagen. Eine pdf-Datei, verfasst von dem Arzt Dr. med. Dr. Dr. Karl Probst mit dem Titel „Leben ohne Brot“. Er beschreibt darin, dass Getreideprodukte – allen voran der Weizen durch Züchtung so verändert wurde, dass die Bestandteile des Korns entzündungsfördernde und damit gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann. Ich beginne darüber nachzudenken. Was, wenn meine ganze Symptomgeschichte auf die Unverträglichkeit von Weizen zurückzuführen wäre? Eine Gluten-Intoleranz könne oft noch diagnostisch nachgewiesen werden – eine Weizenunverträglichkeit jedoch nicht, schreibt Herr Probst. Deshalb wurde nichts gefunden? Sogar Insulinresistenz und Heißhungerattacken seien auf die Unverträglichkeit von Weizen zurückzuführen. Das habe ich sonst noch nirgends gelesen.

Die Histaminbeulen kann man noch sehen.

Die Haut am Kinn ist deutlich unrein.

Endlich des Rätsels Lösung gefunden?

Histamin ist ein Botenstoff, der an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Während meiner ganzen Leidenszeit habe ich immer auch Brot und andere Weizenprodukte gegessen – mal mehr, mal weniger. Während meiner ganzen Leidenszeit habe ich mich körperlich nie wirklich wohl gefühlt. Was, wenn mein Körper nur deshalb auf Tomaten, Rotwein & Co reagierte, weil sowieso schon zuviel Histamin im Körper war aufgrund der durch den Weizen verursachten Entzündungen? Was wenn das Histamin aus der Nahrung nur noch das Faß zum Überlaufen brachte? Und während der Zeit, in der ich die ganz streng histaminarme Diät halten musste durch den Nährstoffmangel der Stoffwechsel zusätzlich entgleisen konnte? Seit ich begonnen habe, mich kohlenhydratarm zu ernähren fühle ich mich wieder wie ein richtiger Mensch – also ich meine, ich fühle mich wieder „normal“. Ich habe dabei eben auch auf Weizen verzichtet. Nicht ganz – denn das Eiweißbrot enthält ja eine ganze Menge davon – reichlich Gluten, das ja aus Weizen gewonnen wird.

Das Experiment

Während der Fortbildung letzte Woche aß ich zum Frühstück ganz normales Brot. Ich schmierte eben dick Butter drauf – mit genügend Fett wird mein Körper schon nicht aus der Ketose fallen. Hat funktioniert – ich bekam nur schon wieder Zahnfleischentzündung. Ich begann zu kombinieren. „Wenn meine Überlegungen stimmen, dann muß es möglich sein ein Experiment zu machen.“ Schließlich bin ich Wissenschaftlerin. Ich kaufe mir beim Bäcker ein süßes Teilchen, das aus Dinkelmehl gebacken ist. Wenn meine Theorie stimmt, dürfte es keine Symptome geben. Bingo. Körper fühlt sich wohl – auch während der Nacht und auch noch am nächsten Morgen. Ich kaufe am nächsten Tag beim Bäcker ein süßes Teilchen, das aus Weizenmehl gebacken ist. Ich liebe flammende Herzen. Wenn meine Theorie stimmt, müßte ich Symptome bekommen. Bingo: Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Müdigkeit, Heißhunger, Schlafstörungen, Zahnfleischentzündung – und was am schlimmsten ist: beim Aufstehen am nächsten Morgen habe ich das Gefühl jemand hat mir während der Nacht einen Bleianzug übergestreift. Das kann natürlich auch alles ein Placebo-Effekt sein. Aber Placebo über Jahre hinweg? Es sind einige genau der Symptome, unter denen ich jetzt jahrelang gelitten habe.

Und wie geht es jetzt weiter?

Was das genau für mich bedeutet kann ich noch nicht sagen – ich werde weiter darüber schreiben. Das Eiweißbrot ist ab sofort abgesetzt. Seitan auch. Jetzt weiß ich auch woher diese dunkeln Flecken auf den Zähnen kamen. Gluten klebt ziemlich stark. Die Zähne sind wieder weiß. So oft dachte ich schon: „Jetzt habe ich die Lösung gefunden!“ Ich bin wirklich neugierig, ob es jetzt endlich stimmt – mein Gefühl sagt mir: ja!

Diese Artikel könnten Dir auch gefallen:

Verträgliche Gesichtspflege bei Histamin-Intoleranz

Entspannung leicht gemacht

Kohlenhydrate reduzieren bei Histamin-Intoleranz

Frühstück mit reduzierten Kohlenhydraten

Produkte bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie ihn auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen. Hier die Kurz-URL zum Kopieren: http://wp.me/p2Lqxt-c3

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bild: Shivani Allgaier (cc)