Energie und Kraft im Leben

Wissen über Nahrung und mehr…


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Das Geheimnis körperlicher Gesundheit – oder wie Du Herz und Hirn elastisch hälst.

Ich bekomme viele Newsletter, manche abonniere ich – bestelle sie wieder ab. Auf einen freue ich mich jedes Mal wenn er hereinschneit: den Newsletter vom Auditorium Verlag. Hier bloggt der Chef selbst. Bernd Ulrich schreibt authentisch und transparent. Er bloggt Erfreuliches genauso wie Unerfreuliches. Als durch eine Intrige die Existenz seiner Firma auf dem Spiel stand hat ihm seine Offenheit das Überleben seines Verlages gerettet. Er hat sich auf audio-visuelle Medien aus dem psychologisch-pädagogischen Bildungsbereich spezialisiert.

Dieses Wissen hilft mir maßgeblich, gesund zu werden und zu bleiben!

In meinem Praxisblog hatte ich bereits (in Absprache mit ihm) einen Newsletter von ihm veröffentlich, in dem es um Trauma ging. Den neuesten  möchte ich gerne hier zugänglich machen. Warum? Weil ich genau dieses Wissen mittlerweile nütze, um auch meine Klienten und Patienten zu unterstützen. Und es hilft mir täglich, immer gesünder zu werden – und es auch zu bleiben. Die folgenden Zeilen stammen erneut aus der Feder von Bernd Ulrich und sind seine Inspirationen zur Live-Demo vom Seminar Porges und Levine – Zähmen des Tieres, was als Aufnahme bestellt werden kann:

Die Polyvagal-Theorie in Kurzform

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Füße hoch und entspannen…

Im Zentrum der Polyvagal-Theorie steht der Nervus Vagus (VAGAL), der größte unserer zehn Hirnnerven, der vom Gehirn ausgehend in den Körper zieht und lebenswichtige Körperfunktionen regelt, wobei der NERVUS VAGUS den größten Einflussbereich hat und mit seinen zwei Zügeln links und rechts vom Gehirn aus in den Körper hineinstrahlt, besonders ins Herz.

 

Die Polyvagal-Theorie zeigt, welche Möglichkeiten MENSCHEN haben, auf ihr autonomes (VEGETATIVES) Nervensystem einzuwirken, um gesund zu werden oder Gesundheit aufrechtzuerhalten, und wie es an Krankheitsentstehung mitwirkt oder wie das autonome Nervensystem uns andererseits steuert. Es ist Wissen über die alten Gehirnteile, die uns steuerten, als wir noch „tierisch“ unterwegs waren.

Die bedeutenden sozialen Signale kommen von der Augenpartie

Shivani Allgaier

Was macht das Strahlen im Gesicht?

Als meine Kinder klein waren und mit Schnuller durch die Gegend liefen, war ich fasziniert, wie da oft eine Strahlkraft, ein Lachen, eine Freundlichkeit in ihren Augen und in der oberen Gesichtshälfte stand und das, obwohl kein Mund zu sehen war, weil der ja durch den Schnuller verdeckt war; ich dachte doch immer irgendwie, dass der Mund zum Lachen dazugehört. Wohl, weil das Lachen dann aus dem Mund tönte.

Lauschen wir dem Vortrag von Stephen Porges und beobachten die Live-Arbeit von Peter Levine in diesem Seminar, dann wird klar, dass es der Augenmuskel (MUSCULUS ORBICULARIS OCULI) und die obere Gesichtspartie sind, die bei allen Säugetieren Sicherheit, Verbundenheit und Verbindung signalisieren. Etwas, das wir im Leben unbedingt benötigen und von dem unser Leben (gesundes Leben) abhängt. Autisten lächeln zum Beispiel nicht mit dem Augenmuskel, sondern mit dem Kiefermuskel. Dieser steht allerdings entwicklungsbiologisch auch für Kampf, Angriff und Beißen.

Gekauft vom „Herzenssprecher“

Der Augenmuskel hat einen direkten Einfluss auf unsere Herzfrequenz, die Physiologie des Herzens, seine Biochemie, d. h. (so Porges) wir projizieren unser Gesicht in unser Herz und wiederum unser Herz in unser Gesicht und … in unsere Stimme … Ich traf mal in der Toskana einen Maler, der mir seine Bilder zeigte und auf eine Art und Weise mit mir sprach, die mich anrührte. Ich kaufte drei postkartengroße Aquarelle. Nicht nur der Bilder wegen, sondern um mich an die Begegnung zu erinnern, und hinten auf die Aquarelle schrieb ich: „Gekauft vom Herzsprecher“. Bei ihm hat sich oben Beschriebenes wohl sehr gut ausgebildet. Er konnte mit mir mühelos einen für beide Seiten wohlwollenden Kontakt herstellen (und ich bin eher der lonesome Cowboy und von Haus aus erst mal eher misstrauisch). Er liebte, was er tat, und das spürte mein Herz. Es ging nicht mehr nur um die Bilder… Es wurde gegenseitig ein Zustand der Ruhe und des Friedens hergestellt. Das war ein eindrückliches Erlebnis.

Und welche Rolle hat das Herz dabei?

In dem sehr interessanten Buch des Schweizer Herzchirurgen René Prêtre fand ich auf einer Seite die Erklärung, warum das Herz so wichtig ist bei der Gefühlsregulation, bei Empfindung… Bis dato hatte ich Herzlichkeit, herzliche Menschen, jemand hat Herzenswärme, etc. wohl im Leben bei mir und bei anderen erlebt, aber es war mir rational noch nicht ganz klar, was die Rolle des Herzens denn nun eigentlich ist. René Prêtre schreibt, dass im Laufe der Evolution unser primitives Gehirn (Säugetierhirn) unsere Eingeweide mit einem Nervensystem infiltriert/umwickelt hat, dem sogenannten vegetativen Nervensystem. Auf unser Herz hat dieses System den größten Einfluss, da reaktionsschnell, permanent aktiv und sehr sensibel in seinen Empfindungen. Durch diesen alten Mechanismus ist unser Herz zum Resonanzkörper unserer Emotionen geworden. (Aus René Prêtre: „In der Mitte schlägt das Herz.“)

Das Wichtigste wiederhole ich:

Das Herz ist der Resonanzkörper unserer Emotionen, aber nicht nur der unseren, sondern auch jener, die aus der Peripherie auf uns zukommen (indem es sich synchronisiert; siehe der Herzsprecher), und es lässt uns spüren, was ist. Spüren, so Wolf Büntig in seinem Vortrag Spüren, Fühlen, Wahrnehmen , ist etwas anderes, als Gefühle haben. „Beim Fühlen geben wir mit den Sinnen Empfundenem persönliche Bedeutung. Dadurch nehmen wir wahr, was wir fühlen.“ Das war das fehlende Teil auf meiner Suche: der Resonanzkörper. Das Herz ist ein Resonanzkörper. Ich verstand sofort, was gemeint ist, denn … ich bin seit langen Jahren Trommler.

Bernd Ulrich trommeltUnd eine der wichtigsten Botschaften meines Trommellehrers Reinhard Flatischler war, dass ich das, was ich in die Trommel hineingebe, eins zu eins wieder zurückbekomme. Die Trommel ist „nur“ der Resonanzkörper dessen, wes Geistes Kind ich bin. Und ähnlich wie bei der Trommel haben wir beim Herzen die Möglichkeit, Einfluss auf unser Nervensystem zu nehmen, indem wir spüren, was sich da regt. Dieser Einfluss geschieht über Atmung.

Exkurs: „Die Atmung gehört zu den wenigen Vorgängen, die sowohl in unserem somatischen Nervensystem (das wir bewusst beeinflussen können) als auch in unserem autonomen Nervensystem (das wir nicht beeinflussen können und das u. a. den Herzschlag und andere Funktionen autonom regelt) verankert ist. Die Atmung bildet demnach eine Brücke zwischen den beiden Systemen. Indem man die Atmung bewusst verlangsamt, kann man z. B. primäre (Angst)Reaktionen eindämmen oder anderweitig beeinflussen, die sonst dominant sind.“ (Aus Amanda Ripley: „Survive: Katastrophen – wer sie überlebt und warum.“) Ende des Exkurses.

Wie kann ich mein Verhalten ändern?
Eine unserer Hörerinnen fragte mich neulich in einem Brief, wie man VERHALTENS-Muster unterbrechen kann. Begriffen hat sie alles, aber ES (unerwünschtes Verhalten) passiert ihr immer wieder. Ich übe seit 25 Jahren mehr oder weniger regelmäßig Atemmeditation. Es gibt da eine Übung, bei der man versucht, die Konzentration nur beim Atem zu halten. Man zählt die Atemzüge – von eins bis zehn und zurück von zehn bis eins, so lange, bis man merkt, dass man wieder in seinem inneren Kino ist und nicht mehr weiß, ob man bei vier ist oder bei neun war, oder, ja, wo hab‘ ich eigentlich aufgehört zu zählen und auf meinen Atem zu achten, ohne es zu merken? Und dann fange ich wieder bei eins an.

Die Auswirkung dabei ist, dass Reaktionen/Reflexe/Muster, wenn sie dann im täglichen Leben auftauchen, wie in Zeitlupe verlangsamt, in slow motion, auftreten (zumindest empfinde ich dann in der jeweiligen Alltagssituation so) und ich Zeit habe, sie zu stoppen, bevor sie raus sind.

Diese verflixten Muster sind ja immer so schnell…..

Mit fortlaufender Übung merkt die Reaktivitäten und Muster außer mir dann keiner mehr. Nicht, dass sie gänzlich verschwinden, denn, gelernt ist gelernt und man müsste schon, wie Gunther Schmidt zu sagen pflegt, sein Gehirn an der Garderobe abgeben, um sie loszuwerden, aber man hat ein Instrument entwickelt und ist nicht mehr schier hilflos ausgesetzt, wenn aus dem Unbewussten (autonomen Nervensystem) mal wieder etwas alt Eingeprägtes hochschnellt. Man ist zum Meister seiner selbst geworden. Das kann man schon mit Fug und Recht von sich sagen. Ein Meister, der übt. Ein schöner Zustand, kann ich Ihnen sagen. Ein sehr schöner… Also, der musculus orbicularis oculi … zentral in Porges‘ Ausführung und Levines Arbeit. Sie werden sehr viel darüber hören und sehr gute Bilder dazu sehen (Anmerkung: In dem Mitschnitt vom Schweizer Bildungsfestival 2017).

Was ist das heilsame an Beziehung?

Paare, die sich wohlfühlen miteinander und Vertrauen haben zueinander, signalisieren das durch den ORBICULARIS Muskel. Eine weitere wichtige Funktion, um sich sicher fühlen zu können (und das ist essentiell für Heilung und Wachstum), ist, das wir reglos sein können in Gegenwart anderer und uns wohl fühlen ohne Angst. So stellt das autonome Nervensystem Heilung her. Orte und Begegnungen, in denen Regungslosigkeit (Immobilisation) herrscht ohne Angst, führen zu Heilung. Sie waren jedoch auch immer ein Risiko, da wir Fluchttiere waren und sind. Durch angstfreies stilles Verharren im Moment (das deutsche Wort STILLEN ist hier sehr aussagekräftig) stellt die Physiologie des autonomen Nervensystems Unterstützung, Gesundheit und Wiederherstellung/ Regeneration her. Ein ohne Angst ruhender Körper kann heilen, und zwar körperlich und seelisch. Es ist der Schlüssel zur Heilung. Körperfunktionen (genetische Veränderung, Schlaf, Verdauung, Zellwachstum, Atmung etc. werden durch diesen Zustand optimiert – siehe meine Beschreibung der Atemmeditation, die übrigens im stillen Sitzen stattfindet) und wir sind in diesem Zustand in der Lage,

  • Sicherheit, Liebe und Vertrauen in uns zu entwickeln.
  • Sicherheit, Liebe und Vertrauen anderen gegenüber zu entwickeln.
  • Sicherheit, Liebe und Vertrauen uns selber gegenüber entstehen zu lassen. Man kennt sich und traut sich selber und seinen Empfindungen.

Und damit, sehr geehrte Leser, höre ich auf.

Levine und Porges zeigen ihnen ein Meisterstück ihrer Arbeit, und es wird bei Ihnen zu einem Feuerwerk an neuen Ideen und Verknüpfungen ihres vorhandenen Wissens führen.

Ich kann Ihnen die Aufnahmen sehr empfehlen. Sie geben neue Einsichten in die menschliche Psyche und das menschliche Wachstum, bzw., wie es verhindert wird und zu Störungen kommen kann. Prädikat wertvoll! Das Seminar hält Herz und Hirn elastisch bzw., es macht (sehr wichtig) wieder elastisch. Geeignet für alle an menschlichem Wachstum interessierte Menschen.

Ein gutes Wochenende und viele Aha-Momente!

Ihr

Bernd Ulrich

Link zu den Medien des Verlages (klick auf Bild)

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sbf17-setv_levine_285x255 Aufnahme vom 11. Schweizer Bildungsfestival 2017

Links zu Büchern dazu bei Amazon

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Bilder:  Bernd Ulrich, Shivani Vogt (c)

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Buchtipp: Das Histaminbuch das Dein Leben leichter macht

Nicht dass es nicht schon viele davon gäbe – Bücher über und zu Histamin-Intoleranz. Ich möchte heute noch eines vorstellen: „Histaminintoleranz – der Wegweiser im Umgang mit Deiner Unverträglichkeit“.  Die Autorin lebt in Berlin, leidet selber unter Histamin-Intoleranz, ist mittlerweile als Gesundheitscoach tätig und hat im Mai ihr Buch dazu herausgebracht. Sie heisst Nora Hodeige. Es steckt voller Informationen zum Thema Histamin, Histamin-Intoleranz und wie das Leben damit leichter sein kann.

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Brotzeit beim Wandern

Die letzten Schmerzanfälle konnte ich abfangen

Mir geht es unterdessen immer besser. Die letzten drei, vier Schmerzanfälle konnte ich erfolgreich abfangen. Seit mehreren Wochen bin ich schmerzfrei. Und dabei kenne ich es noch so gut, dieses Gefühl – wenn der Schmerz von hinten den Kopf hochsteigt, die Übelkeit den unausweichlichen Schmerzanfall ankündigt, die Zeit die zu ertragen ist, durch nichts aufzuhalten, durch nichts zu mildern. Drei Tage meines Lebens wieder vom Schmerz geraubt.

Soll das jetzt vorbei sein? Kann ich dem trauen?

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Hefezopf mit Marmelade

Die letzten Anfälle habe ich kommen spüren. Dadurch, dass ich dem dahinter stehenden Mechanismus durchschaut habe, konnte ich aus dem bisherigen Geschehen aussteigen – mich förmlich gegen den Schmerz entscheiden. Wenn ich hier jetzt schreibe was ich die letzten Tage gegessen habe – Du wirst es nicht glauben: Spaghetti mit Tomatensoße, Unmengen an Brot (selbst gebacken und mit Bergkäse!!! belegt), weil ein jeder Wanderer braucht eine ordentliche Jause.  Hefezopf habe ich gegessen und jede Menge mehr an für mich die letzten Monate und Jahre verbotenen Lebensmittel. Was für eine Freiheit. Zudem war ich verreist-eine lange Zeit wäre das für mich aufgrund des Essens schlicht unmöglich gewesen, einige Tage in die Berge zu fahren. Jetzt habe ich gelernt: Das Gift sitzt eben auch im Kopf – aber darüber schreibe ich ein anderes Mal – zurück zum Buch von Nora.

Was haben wir gemeinsam?

Wie ich die Zeilen von Nora lese merke ich: wir haben einiges gemeinsam. Sie hatte auch eine Histamin-Intoleranz und sie ist sie beinahe losgeworden. Diese Nahrungsmittel-Intoleranz hat sie einiges gelehrt. Das kann ich von mir auch sagen – und wie. Um mein Wissen darum, wie es leichter wird schreibe ich ja diesen Blog. Eigentlich hatte ich vor, ein Buch zu schreiben – nun brauche ich diese Zeit gar nicht zu investieren – denn Nora hat das ja schon für mich übernommen. Toll!

Noch eine Gemeinsamkeit

Nicht nur die Krankheit scheint uns zu verbinden – sondern auch unsere Werte und was uns im Leben wichtig ist. Ich kann bei jeder Seite des Buches nur „Ja“ sagen. So auch bei dem, was Nora als unsere wahre Bestimmung ansieht: Glücklich, gesund und „ich selbst“ sein. Ja, ja, ja!

Was steht im Buch?

Du erfährst einiges zu Histamin an sich, über den Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, über die Geschichte von Histamin, über die Aufgaben im Körper, Ursachen, Symptome und Behandlung einer Histamin-Intoleranz, Du erfährst was Histamin mit Hormonen zu tun hat und mit Schwangerschaft, was die Unterschiede sind zur Mastzellaktivierungserkrankung, alles was in diesem Zusammenhang über Lebensmittel nützlich ist. Sie hat ein ganzes Kapitel zu Streß geschrieben – dass er sowohl Auslöser, aber auch Verstärker der Unverträglichkeit sein kann. Weil die Migräne so eine zentrale Rolle spielt bei HIT widmete sie ihr ein ganzes Kapitel im Buch. Du erfährst einiges über Anti-Histaminika, Nahrungsergänzungsmittel, Probiotika und natürlich vieles über Darmbakterien. Last but nur least beschreibt sie wie angekündigt natürlich noch ihre ganz eigene Geschichte.

Wie kommst Du an das Buch?

Zunächst noch meine Antwort auf die Frage: „Warum gerade dieses Buch?“ Weil aus der Erfahrung heraus geschrieben ist, aus persönlicher Erfahrung – und die Autorin das Herz am rechten Fleck hat. Und wo bekommst Du es? Gehe auf Nora’s Seite * – dort sind alle Versionen zugänglich. Zunächst war es als pdf erschienen, mittlerweile ist es auch als E-Publikation und auch in gedruckter Version erhältlich. Ich kann das Buch aus ganzen Herzen empfehlen – und bin neugierig über Deinen eigenen Weg, Deine eigene Geschichte zur Histamin-Intoleranz und wie Du sie überwunden hast. Vor allem möchte ich Hoffnung machen – es ist möglich. Nora und ich sind lebende Beweise dafür. Schreibe gerne hier einen Kommentar, ich freue mich drauf!

Anderes Buch von Nora bei Amazon:

 

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Bilder: Shivani Allgaier (cc)


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Stoffwechselstörung HPU / KPU und Histamin-Intoleranz

Schon lange habe ich ihn bei mir liegen – erst jetzt komme ich dazu, ihn mir auch wirklich anzuhören. Ein wenig bin ich traurig, dass ich nicht vorher schon die Zeit dazu gefunden habe.

Foto am 06.06.16 um 17.09

Dann höre ich eben meine CDs…

Jetzt habe ich Zeit, meine CDs zu hören

Ich bin umgezogen, mein Festnetzanschluss ist nach über 4 Wochen immer noch nicht installiert – und es kann noch dauern bis es wieder klappt. Sonst höre ich meine gebuchten Fortbildungen und Video-Seminare. Jetzt kann ich das leider nicht in Anspruch nehmen – also suche ich mir die CDs raus, die ich schon lange anhören wollte. Darunter finde ich auch eine, die ich schon wieder vergessen hatte: „Entgiftungsstörung HPU“.

Ich kann auch den Verlag empfehlen

Die Biologin und Heilpraktikerin Tina Maria Ritter spricht darin über die Entgiftungsstörung HPU – die auch als KPU bezeichnet wird. Den Vortrag gibt es hier beim Auditorium-Netzwerk. Ich empfehle ausserdem, sich dort in den Newsletter einzutragen. Der Inhaber Bernd Ulrich schreibt den Newsletter jeweils selber. Sein Schreibstil ist authentisch, sehr nahbar und auch unterhaltsam. Er wirbt mit seinen Zeilen nicht nur für die tollen Aufnahmen aus seinem Verlag – sondern er gibt in seinen Zeilen auch sein neu aufgesammeltes Wissen weiter. Vorteil ist: jeder Leser kann auch etwas bei ihm lernen. Außerdem gibt es von ihr auch noch einen Vortrag, in dem Sie auf den Zusammenhang von HPU und Schilddrüse eingeht.

Aber worüber spricht die Autorin denn nun?

Du erfährst im Vortrag etwas darüber was HPU mit den roten Blutkörperchen zu tun hat und warum der Körper zuwenig Mikronährstoffe hat und welche dem Körper fehlen. Sie spricht darüber wie es dazu kommt, dass das Entgiftungssystem des Körpers kippt und daraus chronische Krankheiten entstehen – auch darüber welche das sind. Sie spricht auch über die Therapie mit Mikronährstoffen und wie sie dabei vorgeht. Sie geht auch darauf ein, dass der Körper mit der Zeit ein Histamin-Problem bekommen kann.  Frau Dr. Ritter hat ihre Naturheilpraxis in Mannheim.

Dann steht bei mir wohl mal wieder ein Arztbesuch an

Mein Hausarzt hat bei den ersten Besuchen bei ihm damals einen HPU-Test gemacht, der positiv war. Heute geht es mir um Welten besser. Viele gehen ja davon aus, dass es sich bei HPU um ein chronisches Geschehen handelt. Ich mag das ehrlich gesagt mittlerweile bezweifeln. Dafür geht es mir wieder viel zu gut. Und meine BodyTalk Therapeutin (Darüber habe ich hier schon geschrieben) sagte in einer der Sitzungen: „Das Gift sitzt auch im Kopf.“ Sie scheint recht zu haben. Und man kann auch das „entgiften“. Darüber schreibe ich ein anderes Mal.

Bücher dazu bei Amazon:

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Bild: Shivani Allgaier (cc)


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Histamin-Intoleranz und BodyTalkSystem

Nachdem sich mein Befinden während der letzten Monate sukzessive verbesserte, brauchte ich eine Weile, bis ich diese Veränderung der richtigen Ursache zuschreiben konnte. Ich weiß, dass es anderen auch so geht – die Intervention ist so unscheinbar und sieht so einfach aus, dass es schier unmöglich scheint, es habe etwas mit einer frappierenden Veränderung zu tun. Viele, die BodyTalkSystem anwenden und auch solche, die damit balanciert wurden bestätigten mir das gleichermaßen – dass es ihnen genauso erging.

Körperliche Entlastung

Je mehr Stress sich aus meinem Körper löst, desto weniger Beschwerden habe ich im Rücken. Die Schmerzen im unteren Rücken spüre ich nur noch ganz, ganz selten. Wenn ich aufwache, fühlt sich der Bereich weich und geschmeidig an – früher musste ich mich oft erst langsam im Bett bewegen, um den Schmerz zu lösen und den Bereich beweglich zu machen. Der Schmerz in meiner linken Schulter ist mittlerweile sogar ganz verschwunden. Meine Organe sind weniger anfällig für „Störungen“ in Form von Funktionseinschränkung – sprich die Verdauung funktioniert viel, viel besser. Die Beweglichkeit in meinem Becken ist leicht und frei, die Blockade ist verschwunden.

Psychische Verwandlung

Zunächst war die Veränderung auf der Erlebens-Ebene sehr unangenehm. Vielfältige Gefühle gewitterten durch meinen Körper: Angst, Schuld, Scham, Wut und Ekel besuchten mich sowohl tagsüber, als auch nachts. Auch wenn es sehr unangenehm war merkte ich sehr bald, dass sich der Körper dadurch offenbar entspannte. Ich vertraute einfach dem was da geschah und lies es geschehen. Ich lies die Gefühle auftauchen – sie verschwanden auch wieder. Es gelang mir, ruhig zu bleiben und nicht zusätzlich noch einen Gefühls-Angst-Kreislauf aufzubauen. Die Entspannung, die sich daraus ergab zeigte mir erst, wieviel Stress in Form von unverarbeiteten Gefühlen in meinem System gefangen waren.

Und wie finde ich jemanden, der das anwendet?

Warum sich meine Beschwerden durch die BodyTalk-Sitzungen sehr stark verbessert hatten, war mir klar: Den ganzen Stress hatte mein Körper im sogenannten Reptiliengehirn festgehalten. Da ich auch in BodyTalkSystem ausgebildet bin, werde ich auch in Zukunft die Übungen in den Alltag einbauen können, damit sich das Streß-Erleben nicht wieder im Körper manifestieren kann. Auch Du kannst davon profitieren. Auf der Seite der IBA findest Du Praktitioner, die in Deiner Nähe tätig sind. Ich werde von Jutta Blumhagen in der Praxis Blumhagen begleitet. Ich kann sie wirklich sehr empfehlen. Der Vorteil einer BodyTalkSystem Balance liegt daran, dass diese auch über die Distanz stattfinden kann. Es lohnt sich also, Kontakt mit der Praxis Blumhagen aufzunehmen, auch wenn Du weiter weg wohnst. In einem Access-Kurs kannst Du die beschriebenen Übungen auch für Deinen Alltag erlernen..

Hier Bücher über BodyTalkSystem bei Amazon:

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Heilen mit Nahrungsmitteln?

Seit Jahren schon mache ich jetzt die Erfahrung, dass meine Nahrung auch mein Befinden beeinflusst. „Mit Ernährung läßt sich so viel erreichen. Aber nur wenige wissen das – und noch viel weniger nutzen diese Chance.“ Das ist ein Zitat eines der Ernährungsdocs. Das sind Ärzte, die montags beim NDR um 21 Uhr auf Sendung sind. Anzutreffen sind sie auf dem Boot – auf der „Hausboot-Praxis“.  Die „Docs“ Anne Fleck, Matthias Riedl und Jörn Klasen,  zeigen wie sie allein mit gezielten Ernährungsstrategien Symptome deutlich verbessern und Krankheiten sogar heilen.

Bei welchen Beschwerden gibt es Hilfe?

Die Liste ist vielfältig. Sie reicht nicht von A-Z, sondern von A-W

Die zugehörigen Rezepte kann jeder beim NDR nachlesen.  Außerdem im Blog „Happy Mahlzeit„. Hier findest Du eine Sammlung von allen – hoffentlich stimmt das – Kochsendungen im TV. Und zum Glück auch die Rezepte der Ernährungs-Docs. Hier ist die Liste von den Kategorien, in die diese eingeteilt sind:

Die Konsultation bei den drei Ärzten vom Boot gibt es entweder beim NDR montags um 21 Uhr. Die Videos sind auch jeweils in der Mediathek zugänglich – oder bei youtube. Neugierig wie so ein Arztbesuch aussieht?

Ich wäre ja neugierig, was die Ärzte mir raten würden – schade, dass sie so weit entfernt von mir sind. Mich haben die Ernährungsdocs aber inspiriert, einen Gastroenterologen aufzusuchen, der die Spur einer Fettleber verfolgt. Die Symptome deuten in die beschriebene Richtung: Leberdruck, Zuckerstoffwechsel gestört, besseres Befinden bei lowcarb-Ernährung. Da bleibe ich erstmal dran. Falls Du Dir eine Sendung der Docs ansehen möchtest, in der Mediathek kannst Du auswählen, welche Du Dir ansehen möchtest.

Warst Du schonmal bei einem Ernährungsdoc?

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Histamin-Intoleranz und die Leber

Jetzt komme ich mir langsam vor wie eine Detektivin. Die Fakten reihen sich wie Perlen an einer Kette und geben eine schöne harmonische Ausstrahlung – alles ergibt endlich Sinn. Schon seit ich diese Symptome habe bin ich überzeugt – auch wenn mein Arzt mich in meinem Optimismus nicht unterstützt  – dass ich die Lösung dafür finde. Schon oft dachte, ich „jetzt hab ich’s!“ und dann hat es sich doch nur wieder als eine Wochen oder zwei-Wochen Erleichterung herausgestellt.

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Alkohol wird schlecht vertragen bei HI – ein Zeichen, dass die Leber an ihrer Grenze ist?

Aber jetzt hab‘ ich’s!

Oder doch nicht? Wir werden sehen. Was ich gefunden habe? Dieses Mal bin ich der Leber auf der Spur. Ausgelöst wurde meine neue Spurensuche durch einen Post in der Facebook-Gruppe Nebennierenschwäche Deutschland. Dort berichtete ein Mitglied, dass ein Heilpraktiker eine Methode anwendet, bei der die Spätfolgen von EBV behandelt werden. Die Kommentare sprachen in der Übersetzung alle von „Elektro-Akupunktur nach Voll“. EBV = EAV? Da stimmt doch etwas nicht! Ich fing also an zu googeln – und wo landete ich? Auf der Seite von Henning Müller-Burzler. In einer aktualisierten Fassung von Ende November 2015 (also hochaktuell) beschreibt er die Therapie und Selbstbehandlung einer chronischen Virus-, Bakterien- und Parasitenbehandlung. Natürlich meint EBV den Ebstein-Barr-Virus und nicht die EAV.

Ist das die Lösung?

Ich vertiefte mich in die Lektüre und stelle fest, dass es exakt auf mich zutrifft. In der Pubertät hatte ich chronisch rezidivierende Mandelentzündungen, die vom Hausarzt durch ständige Antibiotikatherapie behandelt wurde. Das wahr wohl eine nicht erkannte Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, mein Hausarzt hat mich also falsch behandelt. Meine Lymphknoten waren ständig angeschwollen – das spricht ebenfalls dafür – an mehr Symptome kann ich mich von damals jedoch nicht erinnern. Irgendwann hatte ich dann Ruhe damit – allerdings fing dann meine Haut an, zu jucken. Ständig litt ich an Ekzemen, Röschenflechten und schuppender Kopfhaut. Schuppenschampoo war machtlos dagegen. Ich gab auf. Bei einer Gesundheitsmesse lies ich mit ca. 20 Jahren eine Irisdiagnose machen – ich bekam den Rat, meine Leberwerte überprüfen zu lassen, da diese gar nicht gut ausschaue. Gleich beim übernächsten Stand gab es die Gelegenheit dazu – doch die Untersuchung ergab keinen auffälligen Befund. Damit hatte ich die Irisdiagnose als Fehldiagnose abgetan.

Es sollte lange dauern, bis neue Symptome dazukamen

Ich vertrug nach der Rückkehr von einer Reise nach Indien plötzlich kein Fleisch mehr – eine Histamin-Intoleranz wie ich herausfand. Die Symptome: Kopfschmerz, Hautunreinheiten, Verdauungsbeschwerden, Verspannungen, Muskel- und Gelenkschmerz, Schlafstörungen, totale Erschöpfung, Schwierigkeiten mir Sachverhalte zu merken und meine Konzentration war miserabel, ich reagierte auf verschiedenste Substanzen hypersensibel – auch bei solchen Sachen wie Lippenstift oder die Farb-Tönung meiner Haare. Mittlerweile sind nach über zehn Jahren die schlimmsten Zeiten vorbei, die starken Symptome habe ich durch eine kohlenhydratarme Kost und die Entgiftung von Aluminium recht gut im Griff – aber ich kann mich immer noch nicht normal ernähren – bin immer noch abhängig von der richtigen Nahrung.

Das nächste Experiment

Schon oft probierte ich alle möglichen Mittelchen aus und hatte oft Erfolg – ich habe jeweils einen Artikel hier geschrieben. Nach dem Durchstöbern der Seiten, die Henning Müller-Burzler für die Selbstanwendung frei veröffentlicht entschied ich, ein weiteres Mittelchen auszutesten – eine Kombination aus 7 verschiedenen Nährstoffen: Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10, Beta-Carotin, Zink, Kupfer und Selen. Es gibt natürlich noch vieles weiteres zu beachten – das beschreibt er alles auf seiner Homepage.

Am Sonntag bestellt – am Dienstag geliefert

Heute nehme ich die dritte Dosis. Was Müller-Burzler schreibt stimmt – es gibt zu Beginn Entgiftungsreaktionen: Kopfschmerz und Übelkeit in meinem Fall. Außerdem waren am ersten Tag meine Mandeln angeschwollen und schmerzten leicht – nach ca. 6 Stunden war das aber wieder vorüber. Außerdem spüre ich öfters Schmerzen in den Eierstöcken – das hatte ich schon wieder vergessen, auch die letzten Jahre litt ich oft darunter. Deswegen ist es wichtig, die Kombination langsam aufzudosieren. Aber was soll ich sagen? Außer diesen unangenehmen Nebenwirkungen – oder soll ich sagen: Wirkungsbeweisen – merke ich auch schon die ersten Verbesserungen. Ich wache energiegeladen und mit diesem wertvollen „das Leben ist geil“ Gefühl um 5 Uhr morgens auf – vor dem Wecker. So kann es weiter gehen.

Wie wirkt die denkbar einfache Therapie?

Müller-Burzler geht davon aus, dass eine Infektion mit EBV oder anderen Viren, Bakterien, Parasiten nicht nur akut – sondern auch chronisch verlaufen kann. Vor allem die Leber ist dann überfordert und das Immunsystem kann sich nicht adäquat dagegen wehren. Wenn diese jedoch mit den  beschriebenen Vitalstoffen unterstützt wird, ist das Immunsystem unter bestimmten Bedingungen (die er alle auf seiner Homepage beschreibt) fähig, sich gegen die Eindringlinge zu wehren. Unter optimalen Bedingungen hat sich der Körper nach 5 Wochen wieder regeneriert und nach weiteren Wochen sind die Vitalstoff-Depots in der Leber wieder aufgefüllt – sodass diese wieder gewappnet ist für neue Aufgaben.

Für heute schließt sich der Kreis

Heute lese ich nun in eben dieser Facebook-Gruppe, dass jemand auf der Spur ist, dass die Leber eine ganz große Bedeutung habe was das Hormonsystem anbelangt. Die ganzen Allergie- und Autoimmunerkrankungen stehen ja im Zusammenhang mit einem nicht funktionierendem Hormonsystem. Die Spur mit der Leber könnte also stimmen – schließlich sind auch bei mir die Hormondrüsen ausser Rand und Band wenn ich mich falsch ernähre: Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und die Eierstöcke sind ziemlich dysreguliert. Ich schreibe weiter was ich erlebe und herausfinde. Und Henning Müller-Burzler macht das auch – er hat offenbar schon ein neues Buch geplant. Darauf bin ich sehr gespannt – ebenso wie darauf was Du damit für Erfahrungen machst! Schreibe mir gerne einen Kommentar.

Bücher von Müller-Burzler bei Amazon:

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Bild: Shivani Allgaier (cc)


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Histamin-Intoleranz und Depression

Heute weiß ich, dass ich in den schlimmsten Zeiten meiner Histamin-Intoleranz die Kriterien einer manifesten zumindest leichten Depression (ICD10 F32.) erfüllt habe. Obwohl ich selber zum behandelnden Fachpersonal gehöre hatte ich meine Scheuklappen so gut aufgesetzt, dass ich das in dieser Zeit nicht wahrhaben wollte. Immer wieder lese ich in den Gruppen bei facebook zu Histamin-Intoleranz, dass Antidepressiva verschrieben und meist auch genommen werden. Ich möchte gerne die Arbeit meines Kollegen Michael Yapko vorstellen, der die These vertritt, dass eine Depression am erfolgreichsten behandelt wird wenn die gesamte Familie behandelt wird – also nicht nur eine Person behandelt wird, sondern ein ganzes System. Er hat sehr viel Erfahrung und auch Erfolg auf diesem Gebiet, denn er beschäftigt sich seit über 30 Jahren damit.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Der Schritt zum Therapeuten zu gehen ist oft schwer.

Warum die Familie mit einbeziehen?

Wer die Arbeiten von Yapko kennt, dem ist bekannt, dass eine alleinige medikamentöse Therapie keine adäquate Therapie bei Depressionen ist. Um Familienmitglieder zu schützen bezieht er in die Therapie schon sehr früh Familienmitglieder mit ein. Die Grundlagen seiner Arbeit kannst Du auch in dem Buch nachlesen „Depression is contagious“ = Depression ist ansteckend! Seine Arbeitsthese ist, dass eine Depression zwischen Menschen existiere und dass nicht ein Mensch erkrankt sei, er nimmt an, dass die Depression Beziehungen beeinflusst. Er geht davon aus, dass jemand mit einem depressiven Elternteil mit 3-6 fach erhöhter Wahrscheinlichkeit auch eine Depression entwickeln werde. Die Ursachen dafür sind laut Yapko nicht biologisch – was eine medikamentöse Therapie rechtfertigen würde – sondern liegen eher in sozialen Faktoren.

Mögliche Ursachen einer Depression

Wer sich tendenziell nicht körperlich bewegt hat eine größere Wahrscheinlichkeit, an Depression zu erkranken als sportliebende Menschen. Natürlich spielt auch das biochemische Ungleichgewicht im Gehirn eine Rolle, ebenso entzündliche Prozesse oder auch die Genetik. Aber die Hauptursache sieht Yapko in der Qualität der Beziehungen.

Warum nicht nur Medikamente bei Depression?

Medikamente haben den Nachteil, dass sie die Fähigkeiten der Menschen in sozialen Kontexten nicht verbessern können. Patienten lernen durch die Medikamente keine adäquaten Bewältigungs-Strategien. Entweder wird ein bestehendes soziales Netzwerk durch nicht wertschätzende Kommunikation zugrunde gerichtet – oder es kann erst gar nicht entstehen. Obwohl es Expertenempfehlungen für sogenannte Kombinationsbehandlungen mit medikamentöser und psychotherapeutischer Therapie gibt, bekommen viele Menschen ausschließlich Medikamente. 80 Prozent der Verschreibungen erfolgen durch Mediziner, die keine Psychiater sind und nur 20 Prozent der Personen, die Antidepressiva einnehmen werden auch psychotherapeutisch behandelt. Als Hauptfaktor benennt er, dass eine alleinige medikamentöse Behandlung die Rolle des Patienten als „passiv definiere“. Ein Umstand, der iatrogen (durch die ärztliche Behandlung verursacht) die Depression verschlechtere.

Und wie geht Yapko dann in der Behandlung vor?

Sein therapeutische Ansatz ist, individuell herauszufinden welches der ganz eigene Weg seines Patienten in die Depression hinein war und das richtige Ziel, die Schlüsselfähigkeiten zu finden, die dem Patienten wahrscheinlich am meisten helfen aus seiner Depression auch wieder herauszukommen. Als einen der wichtigen Risikofaktoren nannte er Rigidität (kognitiv, emotional, bezüglich des Verhaltens, der Wahrnehmung, der Identität und in Beziehungen). Als wichtiges therapeutisches Mittel dagegen empfiehlt er, in Hypnose Flexibilität anzuregen.

Erzeugen von Flexibilität braucht manchmal auch ungewöhnliches Vorgehen

Yapgo schildert die Fallgeschichte eines Patienten, der sich wünschte verheiratet zu sein, zwei Kinder, zwei Hunde und ein schönes Haus zu haben. Seinen Wunsch empfand er für sich als unerfüllbar, da er vor 12 Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik gewesen sei. Wenn er dies einer Frau erzählen würde, war er überzeugt, würde diese niemals ein Interesse an ihm haben. Dieser unglückliche Zustand machte ihn erneut depressiv. Michael antizipierte, dass es ziemlich sinnlos wäre, wenn er als Mann und Psychotherapeut seinem Patienten sagen würde, dass es bestimmt Frauen gäbe, die kein Problem mit dieser Vorgeschichte hätten. Wer müsste seinem Patienten diese Information geben? Am besten Frauen. Michael Yapko bat seinen Patienten sich 9 Fragen auszudenken, die er immer schon Frauen stellen wollte, er fügte dann noch eine 10 Frage (als Frage 7 eingefügt) hinzu: „Würden Sie einen Mann daten, der vor zwölf Jahren für zwei Wochen Patient in einer psychiatrischen Klinik war, würden Sie eine Beziehung mit so einem Mann eingehen und ihn womöglich sogar heiraten?“. Er schickte den Mann als Forscher in ein Einkaufszentrum. Er solle Frauen ansprechen, ob sie für eine unabhängige Studie bereit wären ihm ein paar Fragen zu beantworten.
Der Mann war erstaunt über die Antwort, die er auf Frage 7 bekam, deswegen fragte er immer mehr Frauen, am Ende über 100. Die häufigste Antwort wäre eine Gegenfrage gewesen: „Ist er reich?“. Michael Yapko konnte anschließend mit seinem Patienten an den Fähigkeiten arbeiten, die man braucht um eine Frau kennen zu lernen und eine Liebesbeziehung aufzubauen.

Wie denken Menschen, die depressiv sind?

Rigide fest verhakt in einer bestimmten Idee, globales Denken, das kennt man von depressiven Patienten. Wegen eines bestimmten Umstandes wie zum Beispiel schwere Misshandlung in der Kindheit die Überzeugung, dass dies unweigerlich zu einem depressiven, unglücklichen Leben führen muss. In solchen Fällen versucht M. Yapko Flexibilität, Weitung der Perspektive, den Zugang zu Kompetenzen anzuregen. Das durcharbeiten der Vergangenheit hält er bei Depressionen nicht für zielführend, denn das sei ja das was die Patienten schon von selbst dauernd täten, mehr in der Vergangenheit zu leben.

Wie arbeitet M. Yapko denn nun konkret?

Es gibt Lebensereignisse bei denen man von „gesellschaftlichem globalen Denken“ sprechen könnte. Eines dieser Ereignisse ist der tragische Verlust des eigenen Kindes. Wenn man Leute fragt, darf man einem Elternteil, das sein Kind verloren hat sagen: „Das Leben geht weiter, genieße es, dein Kind möchte bestimmt nicht, dass es dir schlecht geht? Dann ist die Antwort in nahezu 100 Prozent der Fälle: „Nein, auf keinen Fall“. Die meisten Menschen können sich empathisch in die Situation versetzten und äußern die Meinung; “ Das Leben ist dann vorbei, man kann dann niemals wieder glücklich sein“.
Wer müsste, damit es auch angenommen werden kann, sagen : „Ich möchte, dass Du Freude im Leben hast?“ Am besten das verlorene Kind im inneren. In Hypnose ist dies möglich – deshalb empfehle ich als Behandlungsverfahren immer jemanden, der in Klinischer Hypnose ausgebildet ist.

Hier Michael Yapko in seinem Blog über das Thema Depression. Der Beitrag ist in englischer Sprache.

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Hier sein Beitrag zum Thema „Die Vorzüge des Spielens“. Es wird gesagt, er selbst sei ein großer „Spieler“ und seine Vorträge und Workshops seien sehr kurzweilig. Wenn Du also Gelegenheit hast, teilzunehmen empfehle ich Dir das sehr warm.

Mit ist wichtig zu sagen, dass sicher eine Psychotherapie nicht allen Betroffenen einer HI helfen kann – aber viele können sicher profitieren wenn sie den richtigen Therapeuten finden, der emphatisch begleitet.

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 Bild: Shivani Allgaier (cc)