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Ich fahre Karussell wegen der Hormone?

Seit Monaten geht es mir recht gut – diese Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen. Ich lag wach und kam lange nicht in den Schlaf. Heute ist es die Ausnahme, noch vor Monaten war das eher die Regel. Ich bin froh, dass ich mittlerweile einen erholten Nachtschlaf habe – das ist Gold wert. Ich kann mich nachts wieder richtig gut erholen und wache voller Tatendrang erholt und freudig auf.

Doch was war los heute Nacht?

Gestern war ich im Garten und habe meine ersten Radieschen geerntet. Sie sind noch nicht wirklich soweit, geerntet zu werden – ich habe sie herausgezogen, damit sie den Salat nicht beim Wachsen stören – der ist jetzt so groß geworden im Frühbeet, dass die Radieschen im Weg waren. Die roten Knöllchen habe ich in Scheibchen geschnitten und wollte sie zum Butterbrot essen – die ersten selbst gezogenen Radieschen – die schmecken sicher toll. Dann war mir das grüne Kraut zu schade zum kompostieren und habe kurzerhand mit etwas Bärlauch, Walnüssen, Mandeln, Olivenöl und Salz ein leckeres Pesto gezaubert. Und was ist man zu Pesto? Richtig: Brot. Genossen habe ich die Mahlzeit, es war lecker. Es ist zwar gutes Brot, das ich esse – weizenfrei – aber dennoch ist mein Körper immer noch in Alarmbereitschaft wenn er den Blutzuckerspiegel ausgleichen muss – Brot am Abend geht noch nicht, morgens oder tagsüber macht es nichts aus.

Warum fahren die Hormone Karussell?

Was ich bisher verstanden habe ist, dass meine Zellen resistent sind gegenüber Insulin. Ich habe auch verstanden, dass Cortisol dann auf den Plan kommt, um Energie zu mobilisieren. Dass dies aber nicht klappen kann, weil eben die Zellen resistent gegen Insulin sind ist der Grund, dass sich mein Körper so ausgelaugt fühlt. Momentan hilft mir dagegen, mich kohlenhydratarm zu ernähren – falls nicht möglich auf jeden Fall weizenfrei. Dass dies nicht immer so einfach ist zeigte mir diese Woche wieder das Essen bei einer Fortbildung – ganz in Gedanken verspeiste ich Spätzle – die natürlich aus Weizenmehl hergestellt waren. Solange weiß ich ja noch nicht davon – und es passiert mir immer noch, dass ich versehentlich Nahrung zu mir nehme, in der Weizen enthalten ist. Meine Kollegen habe zum Beispiel meine Bitte, dass sie mich davon abhalten sollen, falls sie mitbekommen, dass ich Weizen esse – so eine Butterbrezel ist ganz schnell weggeputzt – und das geschieht aus Gewohnheit immer mal wieder.

Und wie war das nun mit dem Karussell?

Dass nicht nur Cortisol und Insulin problematisch sind – sondern alle Hormone des weiblichen Hormonsystems, das habe ich in einem neuen, spannenden Buch gelernt. Sara Gottfried ist Gynäkologin und litt selber unter einem Hormonsystem, das aus dem Gleichgewicht gekommen war. Sie schaffte es, sich wieder ganz wohl zu fühlen – körperlich und auch psychisch. Ihre Erfahrungen hat sie mittlerweile weiterentwickelt und an hunderten ihrer Patientinnen erfolgreich angewendet. All das beschreibt sie in ihrem Buch. Sie verschreibt ihren Patientinnen erst dann naturidentische Hormone wenn ihr anderes Programm nicht wirkt. Zunächst gibt es Fragebögen, anhand derer Du angeben kannst, welche Symptome bei Dir zutreffen. Auf Blutwerte solltest Du Dich nach Sara Gottfried nicht verlassen – denn wenn die Rezeptoren von Pseudohormonen besetzt sind stimmen zwar die Werte – aber Du hast Symptome. Dann beschreibt sie die wissenschaftlichen Zusammenhänge und bietet zu jedem der Hormone (Cortisol, Östrogen, Progesteron, Schilddrüsenhormone, Androgene) einen Plan wie es wieder ins Gleichgewicht kommen kann. Sie geht davon aus, dass Cortisol oft als erstes aus dem Gleis gerät und alle anderen Hormone mit ins Ungleichgewicht reisst. Die genauen Zusammenhänge kann ich hier gar nicht darstellen, empfehle aber das Buch von ganzem Herzen. Es ist zudem gut zu lesen – obwohl es über 400 Seiten stark ist bleibt es kurzweilig.

Und wie geht s bei mir weiter?

Ich bin mir nach wie vor unsicher, ob sich mein Hormonsystem einfach nur durch Streß aus dem Gleichgewicht habe bringen können – oder ob noch mehr dahinter steckt. Es gibt ja schließlich auch noch Pseudohormone, die sich an den Rezeptoren andocken – mit vielfältigen Konsequenzen fürs Hormonsystem. Zwar esse ich kein Fleisch (in dem oft Östrogene enthalten sind), aber diese Stoffe können auch im Trinkwasser enthalten sein, Kunststoffflaschen können Pseudohormone enthalten und vielleicht werde ich noch weiteres entdecken.  Ich wende weiter an, was mir gut tut, mache mich auf sie Suche nach dem, was meinen Körper weiter stärkt und ich berichte weiter darüber.

Das Buch dazu bei Amazon:

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Hilfreiche Links zu Histamin-Intoleranz

Mir haben verschiedene Seiten mit unterschiedlichen Informationen sehr weitergeholfen. Hier stelle ich die Links zu diesen Seiten zusammen.

Hilfreiche Informationen

Zunächst ist da die Seite der Schweizerischen Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI). Dort gibt es Informationen über die Histaminose, die Symptome, Diagnosemöglichkeiten und alle Möglichen wichtigen Informationen und Links zu hilfreichen Seiten.

Auch bei Wikipedia gibt es einen Beitrag über Histamin-Intoleranz.  In meinem Praxisblog habe ich einen Artikel geschrieben darüber, dass die Symptome oft auf die Psyche geschoben werden und von Ärzten lange Zeit gar nicht ernst genommen werden: Histaminintoleranz – die Symptome werden oft auf die Psyche geschoben.

Seiten von Betroffenen

Zitronenverbene – Kräuterwissen ist wichtig!

Im Blog der Dinkelhexe gibt es Erfahrungen zu Nahrungsmittel-Intoleranzen und auch gute Rezepte. Chakrefe lebt in Luxemburg und veröffentlicht in ihrem Blog leckere Rezepte und sie hat auch eine Seite bei facebook. Im Yogamagazin Yogacolors gibt es ein schönes Interview mit einer Betroffenen, die ein Kochbuch veröffentlicht hat.

Portale

Alle Möglichen Rezepte und auch andere Tipps gibt es in den Portalen kochen-ohne.de und mitohnekochen.com.  Umfangreiche Informationen zu sehr vielen Nahrungsmittel-Intoleranzen gibt es bei der Nahrungsmittel-Intoleranz Comunity NMI. Bei Monsterdoc ist eine kontroverse Diskussion zu einem Artikel, der in der Ärzte-Zeitung erschienen ist. Libase wollte ursprünglich über Laktose-Intoleranz informieren. Dort finden sich heute jedoch auch Informationen zu allen anderen NMI. Auch das Schweizerische Forum Symptome.ch hat einen Bereich für die Histamin-Intoleranz, wo Sie sich mit Betroffenen austauschen können.

Therapeuten

Der Experte in Sachen Histamin ist in Europa Prof. Dr. Reinhart Jarisch vom Florisdorfer Allergiezentrum in der Nähe von Wien. Ein anderer Experte, der sich eher auf die Ernährung spezialisiert hat ist der Heilpraktiker Henning Müller-Burzler. Ich bin zwar nicht in allem mit ihm einig – aber über die Ernährung ist grundsätzlich die größte Symptomreduktion zu erreichen und er leistet einen großen Beitrag dazu.

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Bild: Shivani Allgaier