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Auf Reisen gehen bei Histamin-Intoleranz

Seit ich entdeckt habe was der Auslöser für meine Beschwerden ist, war ich bereits mehrmals auf Reisen. So eine Reise hat Vor- aber auch Nachteile. Zum einen scheint sie den Organismus durchaus zu schwächen – denn jeder Stressor sorgt dafür, dass potenziell mehr Histamin ausgeschüttet wird. Zum anderen stärkt eine Reise auch, weil man die persönlichen Ressourcen aufladen kann. Ich möchte gerne meine Reise-Erfahrungen hier teilen.

Im Grünen laden die Batterien von alleine auf

Im Grünen laden die Batterien von alleine auf

Kurze Ausflüge ohne Übernachtung

Wer nicht über Nacht wegbleibt hat einen sehr großen Vorteil: Eine Tagesration Essen kann man gut vorbereiten und mitnehmen. Du weißt sicher, dass es unterwegs schwierig sein kann, verträgliches Essen zu finden. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt eine Ration verträgliches Essen einfach mit. Ich esse zu dieser Gelegenheit gerne sehr einfache Mahlzeiten. Ein Butterbrot zusammen mit einem Apfel schmecken köstlich – die Butter kann auch durch Kokosöl ersetzt werden – dann ist das Vesper vegan. Wer kein Brot verträgt nimmt Reiswaffeln mit, wer Obst verträgt anderes verträgliches Obst oder auch Gemüserohkost. Aber auch eine Portion Reis mit gedünstetem Gemüse schmecken unterwegs lecker.

In der Handtasche immer mit dabei

Was auf keinen Fall fehlen darf kommt in die Handtasche. Bei mir gehört Pfefferminzöl dazu. Falls Übelkeit auftritt oder gar Kopfschmerz trage ich das unter die Nase, an den Schläfen und im Nacken auf. Wenn ich das frische Öl rieche verfliegt oft beides innerhalb von Minuten. Falls ich mal kein Pfefferminzöl zur Hand habe rieche ich an Zahnpasta – weil darin meistens Pfefferminzöl enthalten ist. Immer griffbereit habe ich auch Vitamin C Lutschtabletten. Am liebsten habe ich die von Dr. Grandel – die gibt es auch zusätzlich mit Zink. Außerdem befindet sich in meiner Handtasche ein kleines Döschen mit Bitterkräutern – die helfen schnell bei Völlegefühl oder auch bei Übelkeit. Ich bin keine Freundin von Daosin – wer es gerne verwendet dem empfehle ich, es auch in die Handtasche zu packen.

Was kommt in den Koffer?

Es ist günstig, Nahrungsmittel einzupacken, die Du an Deinem Reiseziel eher nicht kaufen kannst. Dazu zählen Reiswaffeln, Quinoa, gutes Salz oder auch sonst verträgliche Nahrungsmittel, die Du kennst und gut verträgst. Falls die Verdauung aus dem Ruder läuft bei der Reise darf auf keinen Fall Flohsamenschalen fehlen – das macht Durchfall oder Verstopfung weniger unangenehm. Falls es ganz schlimm wird und ein Kopfschmerzanfall ansteht oder ich beim Essen in der Fremde etwas erwischt habe, das ich nicht vertrage und mein Körper anfängt darauf zu reagieren packe ich in meinen Koffer einen Irrigator. Zur Not möchte ich im Urlaub einen Einlauf machen können. So dauert der Schmerz dann nicht drei Tage – sondern ist nach einem Tag vorbei. Schließlich will ich die Zeit ja genießen.

Reis mit Gemüse lässt sich leicht mitnehmen

Reis mit Gemüse lässt sich leicht mitnehmen

Vorbereitung von zu Hause aus

Einiges kannst Du schon von zu Hause aus regeln. Die Plätze, an die ich gereist bin kannte ich gut – auch die Küche und sogar den Koch bzw. die Köchin. Ich war mir jeweils sicher, dass so gekocht wird wie ich es vertrage – sonst wäre ich gar nicht dorthin gereist. Du kannst also entweder Dein Reiseziel so aussuchen, dass Du Dir ein Hotel aussuchst, das sich auf Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen einstellt. Oder Du rufst einfach im Hotel Deiner Wahl an und fragst nach. Frage ob frisch gekocht wird und ob der Koch es schafft, Gerichte ohne Geschmacksverstärker zuzubereiten. Vielen hilft auch, wenn Du der Küche den Link der SGIHI mit den Küchentipps weitergeben kannst.

Gut gerüstet für den Flug

Die letzten 2 Jahre verreiste ich jeweils mit dem Auto und muß nachträglich feststellen, dass ich das besser vertrage als einen Flug. Ich habe weder bei der Hin- noch bei der Rückreise mit den Auto wahrgenommen, dass mein Körper sensibler reagiert. Nachdem ich dieses Jahr einen etwas mehr als einstündigen Flug von Stuttgart nach Rom (und drei Stunden Autofahrt mit dem Mietwagen) gemacht habe kann ich beides vergleichen. Sowohl nach der Hin- als auch nach der Rückreise erlitt ich einen Schmerzanfall. Das Ausmaß war erträglich – aber es wäre aus meiner Sicht vermeidbar gewesen. Ich führe das darauf zurück, dass ich mich ganz „normal“ ernährte – so wie ich es die letzten Wochen und Monate zu Hause auch gemacht hatte – also nicht streng histaminarm. Ich mußte nicht mehr akribisch verschiedene Auslöser meiden und habe das auch nicht nach der Reise getan. Offenbar stellt der Flug für den Körper eine enorme Anstrengung dar. Ich habe es noch nicht selber ausprobiert. Aber ich würde Dir empfehlen – so Du einen Flug planst – sämtliche Vorbeugemaßnahmen anzuwenden und alle Dir bekannten Auslöser  am Tag des Fluges und auch die zwei Tage danach zu meiden.

Wer stressfrei verreisen kann, dem empfehle ich die Reise sehr. Was sind Deine Erfahrungen bei Reisen?

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 Bilder: Shivani Allgaier

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Ein Kommentar

Endlich schmerzfrei und gute Stimmung bei Histamin-Intoleranz

Immer öfter unter Kopfschmerz zu leiden und unter schlechter Stimmung kann sehr zermürbend sein. Nach zwei Jahren Leidenszeit und einem Arzt, der meinte, dass meine Symptome wieder von alleine besser werden beschloß ich, die Sache selber in die Hand zu nehmen.

In Foren gibt es einen ganzen Dschungel an Tipps und Erfahrungen

Reinigungskraft des Wassers

Im Internet fand ich viele Ratschläge und Erfolgsrezepte von Betroffenen. Ich wußte gar nicht womit ich als erstes anfangen sollte. Ich entschied mich für die Colon-Hydro-Therapie. Zwar wurde das im Internet kontrovers diskutiert, aber mein Gefühl sagte mir, dass ich damit weiterkommen würde. Meine Erwartung war, dass ich durchgespült werde und danach alles gut sein soll. Nach einiger Zeit hat sich diese Entscheidung zwar als sehr gut herausgestellt – aber die Wirkung kam anders als erwartet.

Zum ersten Mal seit langem schmerzfrei und guter Stimmung

Die Heilpraktikerin klärte mich dann auf, dass es nicht um die Reinigung des Darmes im eigentlichen Sinn ginge. Sie sagte, dass auch der Darm verspannt sein könne und durch die vielen Durchfälle regelrecht verkrampft sei. Eine Aufgabe der Darmspülung sei es neben der Reinigung, den Darm zu entspannen und wieder zu Eigenbewegungen anzuregen. Wie richtig das ist kann ich nicht nachprüfen. Aber die Wirkung hat mich überzeugt. Heute weiß ich: Die Colon-Hydro-Therapie war der entscheidende Wendepunkt zu meinem Wohlbefinden. Nach der ersten Spülung war ich für zwei Tage schmerzfrei und hatte gute Stimmung. Was für eine Erleichterung. Schmerz und Niedergeschlagenheit kamen zwar dann wieder zurück – aber ich wußte, dass diese beiden Symptome mit dem Darminhalt in Zusammenhang stehen. Nach den weiteren Spülungen erging es mir jeweils gleich und ich war sehr froh, dass ich mich dafür entschieden hatte obwohl auch viele davon abgeraten hatten. Heilung war es nicht – aber ich wußte jetzt was mir weiter helfen konnte.

Die Lösung für zu Hause

Ich habe mir ein Klistier besorgt und habe zu Hause täglich Einläufe gemacht. Mein Klistier faßt ca. 1 l Wasser und ich habe alles Mögliche zum Spülen ausprobiert. Am liebsten verwendete ich morgens den Tee vom Vortag für den Einlauf. Ich testete auch reines Wasser – kalt oder warm – Einläufe mit Kaffee oder mit Bachblüten. Was davon besser war oder nicht so gut kann ich nicht sagen. Ich habe den Eindruck es war wichtig, den Darm so schnell wie möglich vom Inhalt zu befreien. Was außer Wasser ich dafür verwendete scheint mir nicht wirklich wichtig zu sein. Ich war von da an wieder ständig schmerzfrei und guter Stimmung.

Von da an ging es Berg auf

Langsam konnte ich an manchen Tagen auf den Einlauf verzichten bzw. spürte durch den Flush im Gesicht oder ein Ziehen im Bauch, dass es wichtig ist, wieder einen zu machen. Ich lernte auch noch feiner zu erkennen auf welche Lebensmittel oder Inhaltsstoffe ich reagierte. Dass ich durch die täglichen Einläufe jedoch nur Symptome beseitigte war mir klar. Ich musste weiter suchen, weiter forschen. Aber jetzt hatte ich genügend Kraft und auch genügend Aufmerksamkeit, mich weiter auf die Suche zu machen. Endlich.

Und wo gibt es ein Klistier zu kaufen?

Sie bekommen ein gutes Klistier in der Apotheke um die Ecke oder im guten Reformhaus. Auch Sanitätshäuser haben Klistiere im Angebot. Und natürlich können Sie diese auch im Internet bestellen.

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Foto: Pitopia