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Histamin-Intoleranz – was hilft wirklich?

Ich habe aufgehört zu dokumentieren wie lange ich bereits unter den Symptomen der HI leide. Vor meinem Magnesium-Artikel letzte Woche hatte ich eine längere Schreib-Pause. In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Vielleicht haben Sie sich gefragt: „Was hat denn ein Rezept mit Linsen in einem Blog über Histamin-Intoleranz zu suchen?“ Ich habe es gekocht und gegessen – und zwar ohne Beschwerden. Wie es dazu kam mag ich in diesem Artikel zusammenfassen und die einzelnen Punkte in Artikeln über die nächsten Wochen genauer ausführen.

Der Gang zum Arzt

Lange Zeit habe ich mich mit allen Möglichen Mittelchen durch die schwere Zeit gerettet: Bitterkräuter, Pfefferminzöl, Flohsamenschalen und so weiter. Sie können in den Artikeln hier darüber lesen. Eines Tages waren meine Symptome so schlimm, dass ich zu erschöpft zum arbeiten war. Meine Freundin und Kollegin schickte mich zum Arzt. Dieser war mir insofern hilfreich, dass er mich krank schrieb. Er diagnostizierte eine KPU (Kryptopyrrolurie), ich bekam Vitamin B12, Magnesium, Vitamin B-Komplex, Zink und Zeolith verschrieben.  Eine Veränderung bemerkte ich insofern, dass ich wieder anfing zu träumen. Traumlosigkeit ist ein Leitsymptom für die KPU und darüber war der Arzt auch auf diese Diagnose aufmerksam geworden. Mehr hatte sich durch diese ersten Maßnahmen nicht verändert, also mußte ich einen anderen Weg suchen.

Vielleicht mal zum Heilpraktiker?

Ich stellte immer wieder fest, dass meine Symptome die einer Vergiftung waren. Da ich erst wenige Jahre zuvor das gesamte Amalgam aus meinen Zähnen hatte entfernen lassen, suchte ich einen Weg herauszufinden, ob das die Ursache sein könnte. Ich erfuhr, dass eine Colon-Hydro-Therapie dafür gut sei –  darüber habe ich bereits geschrieben. Die Heilpraktikerin befand die Verordnung vom Arzt für gut und empfahl mir außerdem Mohnblütenöl zum Einreiben der Haut und zusätzlich zu den anderen Mineralien und Vitaminen noch Selen und einige homöopathische Mittel, um Verdauungsorgane zu unterstützen. Durch diese Maßnahmen fühlte ich mich vitaler und lebendiger – die Migräneanfälle wurden bedeutend weniger.

Drei Wochen Yoga in Italien

Dolce Vita: Was wartet am Ende des Regenbogens?

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Wer mich kennt weiß, dass ich einem Guru folge – in Europa nicht gerade üblich. Ich verbringe so viel Zeit wie möglich in den Events und Retreats bei Madhukar und organisiere auch zwei Mal jährlich Yoga der Stille. An Ostern ist es wieder soweit und ich freue mich schon sehr darauf. In der Zeit in der es mir am schlechtesten ging war ich im Sommer drei Wochen in der Toskana beim Retreat Dolce Vita.  Zu Beginn bat ich die Küche, für mich keine Süßigkeiten, keinen Käse und den Wein bitte weglassen im Essen. Natürlich habe ich den auch nicht getrunken. Die erste Woche war es noch schwierig und ab der zweiten Woche fühlte ich mich gesund. In der dritten Woche konnte ich sogar einige Schlückchen Wein trinken, ich vertrug den Käse im Essen und gönnte mir regelmäßig nach dem Essen die Dolce. Ich war glücklich über diese Verbesserungen. Leider habe ich mir dann als ich zu Hause war mit einem vegetarischen Burger bei McDings wieder das gesamte Verdauungssystem durcheinandergebracht. Hatte ich doch glatt vergessen, dass dort sicher Glutamat enthalten war.

Was sagt ein Heiler zur HI?

Eines Tages hatte ich dann Kontakt zu einem Heiler. Er spürte mit seinen Händen an meinem Körper entlang. Mit geschlossenen Augen konnte er besser fühlen – er murmelte vor sich hin solange er mich untersuchte. Abschließend seine Einschätzung: „Ich nehme zwei Organe wahr, die Schwierigkeiten haben: die Nebennieren arbeiten nicht richtig und der Magen hat zu wenig Magensäure.“ Durch diese Aussage traf ich auf ein Buch von James Wilson: „Grundlos erschöpft“. Darin fand ich sehr viele Aussagen, die ich selber auch schon herausgefunden hatte bestätigt. Ich verschlang es in kurzer Zeit und besorgte mir auch noch Aminosäuren, um den Körper zu unterstützen. Die entscheidende Veränderung brachte jedoch der Tipp mit der Magensäure. Im Buch von Henning Müller-Burzler hatte ich bereits darüber gelesen.  Ich bestellte mir eine Dose Betain HCl bei Nature-Power und war überwältigt von der Wirkung: So gut hatte ich mich schon lange nicht gefühlt – ich schlief gut, Stimmung war sonnig und die Verdauung ging Richtung traumhaft. Falls Sie dort bestellen rufen Sie doch an und sagen, dass ich Ihnen das Produkt empfohlen habe – dann erhalte ich eine ganz kleine Provision.

Indien bringt noch mehr Licht in die Sache

Eher durch Zufall als dass ich ihn bewußt aufgesucht hatte landete ich im Januar dieses Jahres bei einem Ayurvedischen Arzt. Ich war in Indien mal wieder beim Yoga der Stille und besuchte einen Arzt, den ich nur durch eine Supervisionsliste kannte. Er empfahl mir, zu Dr. Rohit zu gehen. Dieser bestimmte meinen Typ – ich bin Pitta-Kapha und ich hätte zuviel Feuer-Energie. Um das auszugleichen solle ich für vier Wochen Kräuter einnehmen (Triphala), Pranayama üben (Atemübungen), zwischen 7 – 15 Stunden Sport in der Woche ausüben und Yoga-Übungen machen – Asanas, bei denen ich vor allem den Körper beuge und drehe. Das mache ich seither und es tut mir sehr gut. Jetzt verstehe ich, warum  mir Hormonyoga so tut tut – denn dies ist genau die Verbindung von körperlichen Asanas und Pranayama wie er es mir verordnet hatte. Durch diese ganzen Veränderungen ging es mir so gut, dass ich ein wenig übermütig wurde. Ich aß in der Mensa ein Gericht, in dem sicherlich Tonnen Glutamat verarbeitet waren. Der Schmerzanfall ließ natürlich nicht lange auf sich warten und ich schwöre: das war mein letztes Mal, ich esse dort nie wieder…

Vielleicht weiß jemand  noch mehr…?

Mit der Intention, den Körper noch auf eine andere Art & Weise zu stärken vereinbarte ich einen Termin bei einer Gesundheitsberaterin. Diese arbeitet mit einem Verfahren, das sich Body Talk System nennt und dies scheint noch einen weiteren Aspekt in die ganze Sache zu bringen. Sie hat mir erklärt, warum meine Organe die letzten Jahre nicht ganz in ihrer Kraft waren und balancierte den Körper aus. Was soll ich sagen? Ich fühle mich seither kraftvoll und irgendwie gestärkt. Das einzige, was mein Körper jetzt noch bräuchte seien Algen – 6 Stück nach jeder Mahlzeit. Ich nehme vorsorglich erstmal den Rest meiner bisherigen Präparate noch ein und berichte weiter was sich tut…

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Bild: Shivani Allgaier


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Magnesiummangel – Symptome und Behandlung

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Alle Baumaterialien sind vorhanden. Der Lieferant sagte Ihnen jedoch, dass eine Kleinigkeit fehle. Sie können mit dem Bau dennoch beginnen. Und das machen Sie auch. Sie vertrauen dem Lieferanten und Ihr Haus ist nach einiger Zeit fertig. Jedoch zwickt und zwackt es an allen Ecken und Enden: hier wackelt ein Stein, dort zieht es durchs Gemäuer, hier dringt Wasser ins Bauwerk. Kurzum: Es ist ein Desaster, das Haus auch nur zu beziehen, geschweige denn darin zu wohnen.

Genauso ergeht es Menschen, die unter einer Nahrungsmittel-Intoleranz leiden. Ursachen dafür scheint es viele zu geben. Und was ist, wenn es eine mögliche Ursache gibt, die ähnlich klein – und dennoch genauso desaströs ist in der Auswirkung wie der kleine Baustein, der fehlt beim Haus? Manche sagen, dass das kleine Molekül Magnesium für den Körper genau diese Auswirkungen haben kann wenn der Körper einen Mangel daran leidet.

Zusammenarbeit ist alles – ohne Zusammenarbeit ist alles nichts?

Sie kennen sicherlich die Vorteile davon wenn andere mit Ihnen zusammen arbeiten. Und Sie wissen auch wie anstrengend es ist, wenn andere gegen Sie arbeiten. Genauso ergeht es auch Ihrem Körper auf der molekularen Ebene. Auch hier arbeiten viele Substanzen zusammen, um den Stoffwechsel aufrechtzuerhalten: Mineralien, Vitamine, Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen der Körper Hormone, Enzyme und andere Stoffwechselprodukte synthetisiert. Wenn alles funktioniert gibt es keine Probleme, der Mensch fühlt sich wohl. Wenn allerdings ein einziger Bestandteil fehlt, dann kann es sehr unangenehme Folgen haben.
Viele Menschen wissen um die positive Wirkung von Vitamin C.  Für Menschen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden ist es eine wichtige Substanz, weil es helfen kann, Histamin zu reduzieren. Nur wenige wissen allerdings, dass der Körper dieses Vitamin nur dann wirklich verwerten kann, wenn genügend Magnesium zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, wird das gute Vitamin C wieder ausgeschieden. Schon alleine deswegen sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Körper genügend Magnesium zur Verfügung hat. Aber es gibt noch mehr Gründe.

Welche Symptome können auf einen Magnesium-Mangel hinweisen?

Die Liste der möglichen Symptome ist lang: Muskelkrämpfe (Lidzucken, Muskelzucken, nächtliche Wadenkrämpfe, Zähneknirschen, Krampf in der Kaumuskulatur), Anspannung und innere Unruhe, Reizbarkeit, Müdigkeit, Mattigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Angstzustände, Depression, Migräne, Hyperaktivität, Schlafstörungen, taubes Gefühl in den Gliedmaßen, Kribbeln in den Gliedmaßen, kariöse Zähne, Impotenz, Unfruchtbarkeit, Kinderlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Schmerzerkrankungen, kalte Hände und Füße, ständiges Frieren und vieles mehr. Wer unter einer Histamin-Intoleranz leidet hat einige seiner Symptome sicher schon entdeckt?

Therapie bzw. Supplementierung

Wahrscheinlich nehmen Sie sowieso schon Magnesium ein. Ihr Arzt hat Ihnen wahrscheinlich bisher Magnesium als Pulver empfohlen oder verschrieben. Dies nahmen Sie bisher oral ein. Allerdings zeigt es sich immer wieder, dass Mineralien bei bestehenden Resorptionsproblemen gar nicht oder nur unvollständig vom Körper aufgenommen werden. Zudem dauert es bis zu einem Jahr, einen Magnesiummangel rein über orale Aufnahme anzugehen. Wer die Dosis zu hoch setzt bemerkt außerdem sehr schnell, dass er unter Durchfällen leidet – das braucht bei einer Histamin-Intoleranz keiner…  Oft ist der einzige Ausweg die intravenöse Gabe durch den Arzt.

Die etwas andere Art…

Gleich geht's los… Wanne, Handtuch, Wasser und das Salz

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Aber es gibt auch noch die Möglichkeit, das Mineral über die Haut aufzunehmen. Transdermale Supplementierung. Durch tägliche Fußbäder mit Magnesiumchlorid kann ein Mangel in 6-7 Wochen behoben werden. Es wird gesagt, dass durch diese Art der Supplementierung 100 % des Magnesiums wirklich aufgenommen werden – es gibt nicht mehr die großen Verluste wie über den Weg der Verdauung. Sie können den Mangel auch beheben, in dem Sie das Magnesiumchlorid als sogenanntes Magnesiumöl direkt auf die Haut aufsprühen. Beziehen können Sie das Präparat entweder in der Apotheke (Magnesiumchlorid Hexahydrat), im Aquaristikbedarf (wenn er Meerwasseraquarien führt) oder bei verschiedenen Anbietern im Internet. Meiner Apothekerin musste ich versprechen, dass ich das Pulver auf keinen Fall einnehmen, sondern nur über die Haut anwenden werde. Und vielleicht müssen Sie es in verschiedenen Apotheken versuchen bis Sie Erfolg haben – in einer war das Produkt wohl nicht in der Artikelliste vorhanden.

Meine Erfahrung mit der transdermalen Aufnahme

Entspannendes Fußbad mit Magnesiumchlorid

Entspannendes Fußbad mit Magnesiumchlorid

Abends ein warmes Fußbad ist vor allem in den Wintermonaten eine sehr angenehme Sache. Angenehm ist es auch dann, wenn Sie unter einem Magnesium-Mangel leiden und darin Magnesiumclorid Hexahydrat auflösen. So heißt die Substanz, die wie Haushaltssalz aussieht und vom Körper über die Haut aufgenommen werden kann offiziell mit vollständigem Namen. Bereits zwei Jahre vor der Entdeckung dieser Möglichkeit verordnete mir der Arzt eine Magnesiumsupplementierung. Ich hatte mich für das Magnesiumcitrat entschieden und nahm es regelmäßig ein. Erst durch die Fußbäder stellte ich fest, dass die Aufnahme wohl nicht so gut funktioniert hatte. Schnell verschwanden die Krämpfe an den Waden und ich schlief bedeutend besser in der Nacht. Was noch zu beachten ist? Die Temperatur des Wassers sollte die Körpertemperatur nicht überschreiten – sonst werden Mineralien vom Körper in das Bad abgegeben.

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Wichtig:

Sämtliche Aussagen in diesem Artikel haben lediglich Informations- bzw. Aufklärungscharakter und dienen nicht als Ersatz für eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bitte sehen Sie von Selbstdiagnose und Selbstbehandlung ab. Die Informationen auf dieser Seite sind keine Heilsversprechen bzw. Heilausagen im rechtlichen Sinne sondern sollen Ihnen als Grundlage dienen, mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker darüber zu sprechen.

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Bilder: Shivani Allgaier